12.05.2016 – Ein Besuch im Fitness-Center

13. Mai 2016

Tja.. jede Bewegung ist gut für mich. Konditionsmässig befinde ich mich im negativen Bereich. Den ganzen Tag nur sitzende Tätigkeiten, da schlafen sämtliche Muskeln ein. Bis auf die Finger: Meine Schreibmaschinenlehrerin aus der Realschule wäre stolz auf mich; denn ich tippe schneller, als mit den Kugelschreiber. Aber zurück zum Thema.

Vor 14 Tagen traf ich mich mit meinem langjährigen Freund Ralph in Winterthur auf ein paar Bierchen. Wir hatten uns etwas aus den Augen verloren, was uns beiden Leid tat. Somit plauderten wir über dies und das und schworen Besserung. Ich erzählte von meinem Wunsch auf mehr Bewegung und über meinen Plan mir ein Fitness-Center zu suchen. Ralph entgegnete, dass er schon seit Jahren im MFit in Wil trainieren würde, weil er gleich um die Ecke wohnen würde. Das nahmen wir zum Anlass uns für heute im MFit zu verabreden. 18:30 Uhr wäre Treffpunkt und los geht’s.

Somit packte ich meine Trainingsklamotten ein: Weisse Turnschuhe (diese liegen seit geschätzten 10 Jahren im Schuhschrank), lange schwarze Adidas-Trainingshose (damit man meine blassen Haxn nicht sieht), schwarze Jim-Beam Trikot und schwarze Coca-Cola Socken (was als Getränk passt, passt auch als Sportkleidung) – ausserdem soll Schwarz ja schlank machen. Zudem halte ich gar nichts vom Motto: „Für jede Sportart muss man spezielle Klamotten tragen!“.

Es ist schon verdammt lange her, dass ich das letzte Mal in einem Trainingscenter war. Muss irgendwie so um 1986 gewesen sein. Da war ich mit Rainer Venus beim Box-Center Winzer vom Kerscher Michael. Ich glaub‘ 3 Jahre habe ich dort trainiert. Bis man mich zum Boxkampf überredete, was ich nie machen wollte – nur trainieren. Es war legendär: Unten im Erdgeschoss ein paar Räume mit Hanteln und einfachen Maschinen. Oben im 1. Stock ein Trainingsraum mit Sandsäcken. Dieser war getrennt durch eine grosse Glasscheibe zum Gastraum mit Billardtisch. Zu der Zeit kannte ich sämtliche Trampelpfade rund um Regensburg. Heute? Lang ist’s her 🙂

Box-Center_Kerscher_Michael
Damals – im Boxcenter Winzer – 1986

Auf dem Parkplatz vor dem MFit in Wil war Hochbetrieb. Ausserdem regnete es in Strömen. Trotzdem fand ich einen Parkplatz und nahm den Schirm für die paar Meter zum Eingang. Dort wartete Ralph bereits in voller Trainingsmontur grinsend auf mich. Wir begrüssten uns und er begleitete mich zur Rezeption – die leer war. Dafür war der Trainingsraum voll – bzw.: Die Trainingsgeräte waren fast voll besetzt. Ralph klingelte, doch niemand nahm von uns Notiz.

Nach ein paar Minuten kam eine Lady in Adidas-Jacke und „Koordinator“-Aufdruck. Ralph erklärte ihr, dass ich ein Probetraining absolvieren möchte. Die Lady entgegnete, dass dies nicht möglich sei ohne Anmeldung. Ich meinte: „Hiermit melde ich mich bei Ihnen an!“. Nein, das ginge nicht. Man müsse sich auf der Website anmelden – vorher. Darauf ich: „Ok! Probetraining ist grad aus – nicht auf Lager. Was könnte man tun?“. Sie erklärte, dass ein „Einmaleintritt“ möglich wäre. Aha. Ok. Und ob ich bar oder mit der Karte zahlen würde. 27 CHF? Ned schlecht! Zahle ich bar.

MFIT-Preise
MFIT Preise (Stand 13.05.2016)

Ich bekam ein pinkfarbenes Gummiband mit einem RF-ID-Chip darin. Damit könnte ich den Spint öffnen und schliessen. Toll!! Also zeigte mir Ralph den Weg gen Umkleideraum. Während ich mich umzog, wartete er im Thekenbereich. Nach 5 Minuten war ich fertig. Sogar der RF-ID-Chip funktionierte. Dann zeigte mir Ralph die verschiedenen Geräte. Die Zeiten vom reinen Hanteltraining sind vorbei – jede Bewegung wird mechanisiert angeboten.

Vier Dinge fielen mir sofort auf:

  1. Die Fernseher an der Decke vor den Trainingsgeräten.
  2. Jeder hatte einen „Knopf“ im Ohr.
  3. Keiner sprach mit dem Anderen.
  4. Jeder trainiert für sich allein.

Meine „romantischen“ Vorstellungen von einem Trainingscenter verschwanden sofort. In der Werbung sieht man überall lächelnde, nette Personen, die gemeinsam trainieren auf den Bildern. Hier sehen die Trainierenden alle angestrengt aus, spielen mit dem iPhone und dem Knopf im Ohr, laufen im Stand in Reih‘ und Glied nebeneinander stur in eine Richtung, glotzen schwitzend beim Training in den Fernseher. Das kann ja „heiter“ werden.

MFit-Wil
Heute – im MFIT Wil Trainingscenter – 2016

Ralph steuerte auf einen der „Berglaufautomaten“ zu, zeigte mir, wie man die Funktionen auf dem Touchdisplay einstellte, Steigung, Widerstand, Neigung, Trainingsdauer. Ich meinte nur witzelnd, dass es mich sicher gleich abwerfen werde. Ralph steckte sich die Knöpfe ins Ohr und strampelte neben mir los.

Ich setze mich mit dem „Gerät“ auseinander und versuchte Beine und Hände geordnet auseinander zu halten, um eben nicht abgeworfen zu werden. Ich schielte auf Ralph’s Einstellungen und tippte deutlich weniger ein. Wenn man sich an den Griffen festhält, so wird sogar die Herzfrequenz angezeigt. Die sollte nicht höher als 120 sein – glaube ich.

Während Ralph locker vor sich hin strampelte, bekam ich schon nach 7 Minuten ein leichtes Ziehen in den Waden. Ausserdem schnappte ich nach Luft und bekam Durst. Also legte ich eine Pause ein und überlegte ein Apfelschorle aus dem Auto zu holen. Dazu musste ich die Turnschuhe wechseln und den Schlüssel holen. Ab in den Regen! Als ich zurück war, strampelte Ralph immer noch vor sich hin, lächelte.

Ich trank etwas und nahm das nächste „Gerät“ in Augenschein: Ein Laufband – auch mit Touchscreen. Auch hier standen etwa 6-8 Stück in einer Reihe. Zuerst bekam ich es gar nicht zum Laufen; denn ich lief nicht und das Band lief nur langsam. Dann bekam ich den Bogen raus und fing an langsam zu traben. Nur machte mir das überhaupt keinen Spass. Im Stehen laufen – wie blöd ist das denn…

Also wieder zurück zum „Berglaufautomaten“. Diesmal schaffte ich doch 10 Minuten, bis mir die Puste ausging und der Pulsmesser gefährlich gen 130 Herzschläge ging. Der Monitor meinte, dass ich nun 5 Minuten „auskühlen“ sollte. Aber ich stieg ab und schaute mir die anderen Automaten an. Für jede Muskelpartie gibt es einen Automaten. Aber wie  soll das bitte funktionieren. Ich bin 165cm gross und eher schmächtig. Andere 190 gross, 100 Kilo und ganz andere Körperproportionen. Da stimmt doch dann gar nichts mehr, auch wenn man den Sitz höherstellen kann, wie beim Auto und die Gewichte einstellt.

Egal, ich suchte mir eine Maschine, die das Brust-Hantel-Training nachstellte – allerdings im Sitzen und nicht im Liegen. Ihr fragt nach den Gewichten? 35 Kilo! Lächerlich! Und dazu nur 15 langsame Wiederholungen in 5 Etappen mit je 1 Minuten Pause. Stimmt! Mir fiel auf, dass es überhaupt keine Uhr mit Sekundenzeiger hatte im ganzen Saal! So etwas hatten wir „damals“ immer im Trainingscenter. 3 Minuten „Power“ – 1 Minuten Pause.

Nach einer Stunde stieg Ralph leicht schwitzend vom Automaten. Ich hatte mir zwischenzeitlich den Keller angesehen. „Unten“ gab es einen voll verspiegelten Raum mit eben den Hanteln und Hantel-Maschinen, die ich kannte. Nur dort liefen mir zu viele „Poser“ herum. Das sind die Typen in Muskelshirt und einem Gang, als kämen sie durch keinen Türrahmen. Könnte mir ja eigentlich egal sein, aber dazu roch die Luft noch abgestanden mit einer klaren Nuace „Achselschweiss“ – also eher dicke Luft.

Somit verabschiedeten wir uns nach knapp eineinhalb Stunden und gingen in den gemütlichen Teil über; denn praktischer Weise befindet sich genau gegenüber vom MFit-Trainingscenter eine Lokalität mit dem pfiffigen Namen „Fass“. Dort nahmen wir ein isotonisches Hopfenmalzgetränk zu uns und liessen den Abend langsam auslaufen.

Update 13.05.2016: Seit heute gibt es ein 3 Monats-Abo als Sommer-Angebot für 199 CHF


29.07.2009 – Formel 1: Michael Schumacher kurz vor Comeback

29. Juli 2009

In Valencia wird Michael Schumacher den verletzten Filipe Massa für Ferrari ersetzten. Somit greift der siebenmalige Weltmeister wieder in das Renngeschehen mit ein und wird sein 250. Formel-1-Rennen absolvieren. Ein Jubiläum der besonderen Art nach 3 Jahren Pause und seinem letzten Rennen am 22. September 2006 in Brasilien.


25.06.2009 23:26 MESZ – Der King of Pop Michael Jackson ist tot

26. Juni 2009

Diese Nachricht raste mit Lichtgeschwindigkeit von Los Angeles aus über den Erdball. Michael Jackson verstarb letzte Nacht überraschend kurz vor seiner als Comeback geplanten Welttourneé an Herzstillstand. Er wurde nur 50 Jahre alt. Die Ärzte im UCLA Medical Center konnten trotz sofort eingeleiteter Wiederbelebungsversuche nur seinen Tod feststellen. Schon bei der Einlieferung hätte Michael Jackson nicht mehr geatmet.

Die Todesnachricht von Michael Jackson legte in Sekunden Teile des Internets lahm. Vor allem bei Twitter und Wikipedia explodierten die Zugriffe derart, dass die Websites nicht mehr zu erreichen waren. Als erstes hätte TMZ berichtet und war Sekunden später offline. Dann geschah auf dem Blog „Perez Hilton“ das selbe nach Erscheinen eines kurzen Berichtes.

Stunden nach seinem Tod bekommt Michael Jackson doch noch sein Comeback; denn seine Platten stürmen die Hitparaden-Hitlisten – posthum. Bei Amazon belegen die Jackson-Scheiben die Plätze 1-15 und bei Apple sind Musikstücke gleich 9x unter den Top15. Das dürfte bisher einmalig sein auf der Welt – nur nach dem Tod von Elvis gab es eine ähnliche Euphorie. Die Nummer 1 unter den Topsellern ist die Scheibe „Essential“


02.08.2008 – Mike’s 40. Geburtstag oder „The Big Swiss-Bavarian Surprise Party!“

3. August 2008

Mike dachte eigentlich die Geburtstagsfeierlichkeiten seien am Montag abgeschlossen. Aber nicht mit mir. 🙂 Seit Wochen plante ich den zweiten Streich: Per Doodle und Mail fragte ich Freunde von Mike und mir an, die Mike entweder seit der Jugend oder das letzte Jahr in der Schweiz begleitet haben; denn am 01.08.2008 feiert Mike auch noch „1 Jahr Schweiz“! Richtig, am Schweizer Nationalfeiertag 2007 zog Mike von Regensburg nach Zürich. Termin für „The Big Swiss-Bavarian Surprise Party!“ Samstag 02.08.2008. Somit plante ich eigentlich eine „One Year Switzerland 40 Years Mike Party“.

Donnerstag – Die Vorbereitungen: Mike ist immer noch ahnungslos. Ich trat meinen Urlaub an und nutzte den Donnerstag um einzukaufen. Das Problem dabei: Wie lagere ich Ware für eine am Samstag stattfindende Geburtstagsparty, von der Mike nichts mitbekommen soll? Alles eine Frage der Tarnung. Tina bot mir dankenswerter Weise ihre Hilfe an beim Einkaufen und bei den getarnten Vorbereitungen.

Während Mike in der Arbeit weilte, verabredete ich mich mit Tina. Problem: Ich benötigte zum Einkaufen „den Benz“. Damit war allerdings Mike in die Arbeit gefahren. Unter dem Vorwand uns einen eigenen Rasenmäher zu kaufen, rief ich Mike an und wir wechselten so die Fahrzeuge. Er durfte das BMW-Töff fahren und ich den Benz. Kurz nach Mittag traf ich mich mit Tina und wir fuhren nach Affoltern am Albis zum Einkaufen.

Zuerst besorgten Tina und ich den angesprochenen Rasenmäher beim COOP Bauen&Hobby. Damit die Gäste auf der Terrasse dann auch anständig sitzen können, nahmen wir noch eine Biertischgarnitur samt Auflagen mit. Dann kauften wir die Lebensmittel für ca. 20 Gäste ein. Die Essensplanung:

  • Bayerisch: Leberkäs (Fleischkäse)
  • Schweizerisch: Älplermakronen

Mit voll gepackten Kofferräumen fuhren wir zurück nach Hause und verräumten unsere Einkäufe. Als Mike nach Hause kam, durfte er zuerst einmal den Rasenmäher montieren. Und ich probierte das neue Gerät gleich mal aus. Und: Der neue Mäher überstand das erste Mähen nicht! Mist, somit musste ich das Gerät gleich am Samstag wieder umtauschen, was sich als etwas kompliziert und langwierig herausstellte; denn wir erwischten den von uns hinterher zum „Verkäufer des Monats“ gekürten Mitarbeiter bei COOP. Aber das ist eine andere Geschichte.

Als der Rasen trotz Schwierigkeiten in der Trimmung des Mähers auf Golfgrashöhe gebracht und frisch gewässert war, setzten wir uns auf die Terrasse und nahmen noch ein paar Gläser Wein – bis spät in die Nacht.

Freitag – Das Warm-Up: Ich versuchte möglichst unauffällig am Nachmittag die Wohnung in Schuss zu bringen, während Mike auf dem Sofa lag und abwechselnd von vollkommen unbehelligt mit iPhone und MacBook spielte. Plötzlich klingelte es and er Wohnungstür. Ich befand mich im Garten und rief Mike zu er solle mal bitte öffnen. Wiederwillig grummelnd erhob er sich und ging zur Tür, öffnete diese und vor der Tür standen Bettina und Annette!

Es gab ein grosses Hallo und Mike war für’s erste überrumpelt. Was macht „Bettl“ zusammen mit Annette in Jonen? Sie erzählten ihm, dass sie etwas „Urlaub“ machen würden. Gute Ausrede. Nachmittags bereiteten wir den Grill vor und plauderten und lachten dabei viel. Dann klingelte es erneut an der Tür. Mike öffnete und Olivia stand mit Jeannine davor. Mike war wieder platt.

Dann gingen wir zum gemütlichen Teil des Schweizer Nationalfeiertages über. Wir servierten BBQ mit Nudelsalat ala Pan – ein klein wenig scharf. Auch hier gab es anregende Tischgespräche mit viel Spass gewürzt.

Da Jeannine am nächsten Tag selbst Geburtstag feiert, verabschiedeten sich die beiden schon am frühen Abend. Schade, denn so fuhren wir nur zu viert in die Stadt mit dem Ziel „Seebad Enge“. Dort verbrachten wir den Abend und sahen uns die aufsteigenden Raketen zum Feuerwerk direkt am Zürisee bei Live-Musik an.

Wie man oben auf dem Bild erkennt, hatten wir Spass. Aber auch der schönste Schweizer Nationalfeiertag geht einmal zu Ende. Somit fuhren wir nach Hause, nahmen noch ein Glas Wein oder einen Kaffee und legten uns schlafen.

Samstag – Friends are comming: Mike hielt es nicht mehr aus. Er fragte mich: „Was kommt noch alles auf mich zu?“. Ich meinte nur: „Abwarten. Es wird noch lustig heut Abend!“ und grinste mir eines. Wir fuhren gemeinsam zu Einkaufen (Teil 2) und tauschten den elektrischen Rasenmäher um – gegen Markenware. Unter einem Vorwand (Kauf mal bitte eine grüne Tonne) schickten wir Mike noch einmal zum Einkaufen nach Affoltern. Er sollte ja von den Vorbereitungen nichts mehr mitbekommen.

Bei bestem Königswetter richteten wir zwischenzeitlich die Terrasse partytauglich her, bauten die Biertischgarnitur auf und setzten die Bayernfahne. Gegen 17 Uhr trafen dann Chris und Beat – ebenso wie Bettina  und Annette aus Regensburg angereist – bei uns ein. Dann kam ein Freund nach dem anderen und unsere Nachbarn fanden sich ein. Mike grinste wie ein Maikäfer im Sommer und freute sich ohne Ende.

Die „dütschen“ Mädels (Bettl, Annette und Anke) nahmen als erste die Küche in Beschlag und zauberten den Nachtisch. Dann gaben diese den „Kochlöffel“ an die Schweizer Maidli ab (Tina und Moni), um die Älplermakronen vorzubereiten. Erst dann durfte ich mit dem Leberkäs und dem obligatorischen Nudelsalat ala Pan (ein wenig scharf) in das Küchentreiben eingreifen.

Dankenswerterweise stellten unsere Nachbarn Alex und Alice ihren Backofen zur Verfügung; denn sonst wären die drei Gänge nicht rechtzeitig quasi gleichzeitig fertig geworden. So aber konnten wir ein sauberes „Z’nacht“ bayerisch-schweizerisch servieren. Es schmeckte soweit ich das an den Gesichtern und den anschliessend leeren Töpfen ablesen konnte – extra vorzüglich.

Mike freute sich wie ein Schneeglöckchen im Sommer und kam aus dem Erzählen gar nicht mehr heraus. Mit so einer „Geburi-Party“ mit so viel Freunden hatte er überhaupt nicht gerechnet. Der „harte Kern“ blieb bis weit in die laue Sommernacht und wir fielen erst ins Bett, als bereits der Morgen graute. Danke an alle die gekommen sind, mitgefeiert und mitgeholfen haben diese Abend zu einer echt gelungenen „Big Swiss-Bavarian Surprise Party“ zu gestalten.


Weihnachtsvorbereitungen und -Planung (fast) abgeschlossen

19. Dezember 2007

So, ich fühle mich extrem erleichtert. Noch zwei Tage (gut: noch ein Tag) Hammerstress in der Arbeit und dann können wir beruhigt Weihnachten ganz langsam kommen lassen. Sämtliche Weihnachts- und sogar die Sylvestervorbereitungen sind erledigt und ausgeplant. Die Geschenke sind organisiert. Sogar der nächste Urlaub bereits gebucht. Aber der Reihe nach.

Ich weiss ja nicht, wie es in anderen Firmen abgeht. Aber momentan ist die Hölle los. Wie jedes Jahr stellten viele Kunden am letzten Sonntag fest „Hoppla! Jetzt kommt die letzte Woche vor Weihnachten! Argh! Das ist ja die letzte Woche im Jahr; denn dann sind Weihnachtsferien! Und gleich die Woche drauf fängt 2008 an! Ich muss noch schnell dies und das und überhaupt irgendwas bestellen und abklären! Ach was, das lass ich den Lieferanten machen!“

„Jo! Da ruaf ich doch glatt den Peter an!“„Sads Ihr naaarrisch!“ Und so stehen die Telefone gar nicht mehr still. Abwechselnd und teils parallel klingeln Bürotelefon und Natel, die Combox schlägt Kapriolen, die Logistikdamen stehen Schlange am Schreibtisch „Ich hätt‘ da noch eine ganz dringende Bestellklärung. Kannst die mal schnell machen?“, die Kollegen hätten da noch eine Marketingaktion zu vereinbaren und in den Terminkalender einzutragen. „Kann mir bitte mal jemand einen Nummerziehautomaten samt Display an den Schreibtisch montieren?“. In Outlook läuft das Mailpostfach jeden morgen über. Das Ziehen der Messages vom Mailserver legt regelmässig den Laptop lahm! „Geht’s noch?“ Mittlerweile verabreiche ich mir das täglich Nikotin durch Kauen der Zigaretten samt Papier und Filter – oft vermeide ich sogar die Schachtel überhaupt zu öffen!

Am liebsten sind mir Kunden, die noch schnell bis zum Freitag die Ware geliefert haben möchten, aber noch nicht wissen, was zu bestellen ist. Kunde am Telefon mit glühweingetränkter Stimme: „Auf dem defekten Endschalter steht VDE, das Gehäuse ist blau und hinten hängt ein schwarzes Kabel raus. Können Sie mir die Bestellnummer sagen, ich brauch das Teil heut Nachmittag!“ Peter fragt: „Am Endschalter ist ein Typenschild. Da steht die Artikelnummer.“ Kunde entgegnet: „Das kann ich nicht lesen. Aber der Endschalter ist etwa sooo gross!“ Peterle mit typische ironieunterlegtem bayerischen Akzent: „Koa Problem, i fax earna uns’re g’samte Produktpalett’n samt Verpackung zu! Legen’s ma bloss gnua Plastikpulva in’s Faxg’rät!“ Nach hinten gewandt „Scotty, schalt‘ schon mal den Teleporter ein! Ich muss was beamen!“ Kunde: „Was kostet das?“ Peterle: „230 Euro-Netto ohne Strom.“ Der Kunde „Euro?“ Peter mittermeiert: „Chanieuronäh??“

So endet jeder Tag ziemlich spät. Man zieht sich den Telefonhörer aus dem mittlerweile ergonomisch angepassten rechten Ohrwaschl, wundert sich warum die vom Monitor abgewendeten Augen nach Minuten immer noch nur quadratische Dinge wahrnehmen können und spürt jeden Wirbel beim Versuch die Rücken aufzurichten. Ganz schlau machen es diejenigen Arbeitskollegen, welche die Woche vor Weihnachten bereits Urlaub genommen haben. Am Montag wunderte ich mich noch, warum der Firmenparkplatz nur zu 3/4-tel beparkt ist. Jetzt weiss ich warum! Das kommt auf meinen Merkzettel für nächstes Jahr!

Aber es sei vermeldet: Am Freitag geht gar nichts mehr! Da steht der erste Tagesordnungspunkt der vorweihnachtlichen Aktivitäten an: Die Abteilungsweihnachtsfeier! Das Auto wird vorsorglich in der Garage belassen. Und anschliessend geht es in den Ausgang. Im BBQ steigt nämlich die letzte 80iesforever-Party in diesem Jahr.

80iesforever_02

Mike fährt am Freitag schon gegen Mittag nach Regensburg ab. Er nimmt an der Weihnachtsfeier in seiner alten Firma teil. Ich komme dann am Samstag im Laufe des Tages nach. Mam ist schon jetzt ganz aufgeregt. Als ich heute anrief, war die erste Frage „Wann kommt ihr?“ und die zweite „Was wollte ihr essen?“. Bei Letzterem schwebten mir sofort „Fleischpflanzerl“ abwechselnd mit „Sauren Zipfel“ vor dem virtuellen Auge hin und her. Für Samstag-Abend ist noch nichts geplant, aber das ergibt sich sicherlich. Ich nehme an, dass es die Reihenfolge „Regensburger Christkindl-Markt und Zap“ sein wird. Am Sonntag ist dann „Tag des Herren“ und wir entspannen.

Dann ist nicht nur Montag sondern auch Weihnachten! Traditionell gibt es Abends die schon erwähnten bayerischen „Sauren Zipfel“ von Mam zusammen mit schlesischem Kartoffelsalat. Dann wird entspannt und ein wenig am Glühwein genippt. Anschliessend geht es ebenso traditionell ins „Zap“ zum Weihnachten-Feiern bis der Arzt das Christkind kommt.

Ob Peter Strassberger dieses Jahr ebenso traditionell seinen Geburtstag am 1. Weihnachtsfeiertag feiert ist noch nicht bekannt. Aber wir nehmen es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit an.

Da es zu Weihnachten weder in Zürich noch in Regensburg schneien wird, entfliehen wir zum Sylvester-Feiern der Kälte und fliegen am 27.12. um 6:05 Uhr (Argh!) dorthin, wo am Mittelmeer Schnee liegt! Ja, richtig gelesen: Auf Mallorca liegt Schnee! (etwa 20 Webcams online)

Aber denkt Euch nix. Wir nehmen trotzdem die Badehose mit. Man weiss ja nie! Vielleicht heizt Thom ja den Pool an. Wir bleiben bis zum 04.01.2008. Und feiern mit den Insulanern in Sa Cabaneta hoch über Palma Sylvester. Und darin steckt schon ein Geburtstagsgeschenk. Mehr wird aber noch nicht verraten.

Hab ich was vergessen? Ach, ja! Mike’s Weihnachtsgeschenk: Wir waren bei der Premiere von Michael Mittermeier’s neuen Show „Safari“ zum 20. Bühnenjubiläum in Sursee. Zusammen mit weiteren 2398 Gästen! Michel war wieder weltklasse! (Frage ins Publikum: „Wer kommt aus Italien?“ „Ich!“ Und wo genau bist Du geboren?“ „In Aargau!“ Ja, ist wirklich passiert!)

Und wohin es in den nächsten Urlaub geht? Das verrate ich (noch) nicht. Aber es handelt sich auch um eine Insel. Nur verdammt weit weg!

PS: Für Michael Mittermeier und Safari gibt es übrigens noch ein paar wenige Tickets


Michael Mittermeier – SAFARI
Ab 28.Juli 2008
Bis 31.Juli 2008
Kongresshaus
Zürich

Video des Tages – „Blindet by the Light“ Michael Mind feat. Manfred Mann’s Earth Band

3. Oktober 2007

Irgendwie sehen die Putzfrauen in unserem Büro ganz anders aus 🙂

Michael Mind feat Manfred Mann's - Blinded By The Light Video and Download at Stage6

Michael Mind feat Manfred Mann’s Earth Band – Blinded By The Light