30.09.2011 – Bloggy Friday oder „Mit dem kanadischen Fellhöschen zum Oktoberfest im HB Züri“

30. September 2011

Ab und zu braucht man eine Pause und sollte echte Freunde wieder treffen. So geschehen am gestrigen Freitag. Roger befand sich die letzten 5 Wochen auf einer Rundreise durch Kanada und Alaska. Durch einen seiner FB-Beiträge „fachsimpelten“ wir über die Bekleidungsmode in Kanada. Spontan wünschte ich mir ein Mitbringsel und just in Time bekam ich es am Freitag geliefert.

Bloggy_Friday_Fellhoeschen Fellunterhose

Es soll ja ein harter Winter kommen und da ich „untenrum“ nicht frieren möchte, brachte mir Roger doch glatt aus Alaska ein „Fellhöschen“ mit. Was nicht in der Beschreibung stand, war der Fuchsschwanz auf der Rückseite. *rofl*. Ausgefallener kann ein Mitbringsel wohl nicht sein. Die Kollegen und speziell die Kollegin drängten mich natürlich sofort es anzulegen. Mit Rücksicht auf die anderen Anwesenden im „Johanniter im Niederdorf“ und den anschliessend zu erwartenden Menschenauflauf mit eventueller Polizeipräsenz nebst Einlieferung in eines der nahen Behandlungszentren, lehnte ich wohlweisslich ab.

Nach dem Dinner mit „Cordon Bleu – Speziale“ schauten wir auf einen Sprung ans „Oktoberfest 2011“ im Hauptbahnhof Zürich vorbei. Auf dem aktuell stattfindenden Oktoberfest in München war ich das letzte Mal mit 21 Jahren. Schon eine Weile her, aber ich hatte es noch in guter Erinnerung. Irgendwo müssen noch Papierfotos rumliegen im unermesslichen Bilderlager. Falls ich mal drüberstolpere poste ich eventuell ein paar davon.

Gut, das „Oktoberfest“ im HB Zürich ist natürlich nicht so ganz mit dem Original zu vergleichen. Was aber sicher gleich ist, sind die Lederhosen und Dirndl, die da so rumlaufen oder zu später Stunde (23 Uhr) eher rumfallen. Es steht ein Festzelt im HB, aus welchem laute Stimmungsmache-Musik schallt. Rein ins Zelt kommt man nur mit Eintrittskarte. Das wollten wir uns nüchtern um diese Zeit auf keinen Fall antun. Rundherum befinden sich ein paar Marktstände und sogar ein Kinderkarussel. Man könnte sich sogar die komplette Bekleidung vor Ort kaufen, um sich sachgemäss auszustaffieren.

Oktoberfest2011_Zuerich_Hauptbahnhof

Was irgendwie gar nicht geht, ist Erdinger Weissbier aus Dosen. Hier könnte man in Zürich durchaus noch Entwicklungshilfe leisten. Gläser hat es nur im Festzelt – Plastikbecher gibt es ausserhalb. Somit gibt es gleich zwei „No-Go’s“: Erdinger Weissbier aus der Dose in den Plastikbecher. Und ja: Ich kann durchaus Weissbier einschenken. Das Bild oben dient lediglich zur Verdeutlichung der Tatsachen. Zum Schaum-Abtrinken hatte ich allerdings gerade keine hübsche Lady zur Hand. Zuletzt gesteigert erlebt in 1999 auf dem „Oktoberfest“ in Naples Florida. Dort kam das Erdinger Weissbier aus dem Alufass in einen Plastik-Pitcher, um dann in Pappbecher verabreicht zu werden. Nach drei Pitcher ist einem das dann auch Wurst. Und man tanzt den Ententanz auf dem Tisch, die Mädels werden nach jedem Pitcher immer hübscher, und so weiter….

Weil wir grad beim Bier sind, zu den Preisen: Mit schwerer Stimme spricht man momentan von den überhöhten Preisen auf dem Münchner Oktoberfest: 9 Euro kostet die Mass (1 Liter für die Preiss’n). Zum Vergleich: Im „Johanniter“ Niederdorf kostet die Mass „Feldschlösschen“ Plörre satte 16 Franken. Nimmt man die Stange (also 0.25 Liter) à 4.30 Franken x 4 um eine Mass zu bekommen, so erhöht sich der „Mass-Preis“ auf korrekte 17.20 Franken. Na denn Prost!


20.08.2010 – Bundesliga-Eröffnung: Bayern gewinnt in der letzten Minute

20. August 2010

Typisch Bayern München! Ein Spiel dauert 90 Minuten und Bayern gewinnt. Die letzten beiden Meister eröffneten heute die Bundesliga-Saison 2010/11 in der Münchner Allianz Arena. Das erste Bundesligator erzielte Müller bereits in der 11. Minute. In der zweiten Halbzeit glich der Wolfsburger Dzeko nach einer Ecke von Misimovic per Kopf aus. Anschliessend gaben sich beide Mannschaften nichts und spielten mit offenen Visieren. Bis schliesslich in der letzten Minute nach einem Flankenwechsel Schweinsteiger im 5 Meterraum den Ball im spitzen Winkel am besten Mann von Wolfsburg – Torhüter Benaglio – vorbeispitzelt. Das erste Spiel der neuen Bundesliga-Saison endete somit 2:1.


22.02.2010 – München: Abmahnanwalt Günther Freiherr von Gravenreuth richtet sich selbst

23. Februar 2010

Gerade bekam ich per Comment eine Nachricht – und kann es immer noch nicht glauben. Ist dies (wieder) eine Finte des wohl berüchtigtsten Abmahners der neuen Medien? Werde auch ich eine Abmahnung erhalten, wenn ich darüber berichte? Aber nachdem tagesschau.de, heise.de, chip.de, stern.de, welt.de und viele weitere etablierte Nachrichtenmagazine gleichlautend darüber berichten, steht einem Beitrag wohl nichts im Wege.

Günther Freiherr von Gravenreuth nahm sich in der Nacht auf heute im Alter von 61 Jahren selbst das Leben – mit einer Schusswaffe. Aber nicht ohne sich per E-Mail an seine „Fans“ zu verabschieden. Als Auslöser wird die Verurteilung in einem zweifelhaften und unglaublichen Fall der Internetabmahnerei vermutet. Günther Freiherr von Gravenreuth abonnierte den Newsletter der taz.de und erhielt (wie sonst üblich) eine Bestätigungsmail. Diese ordnete er als Spam ein und mahnte die „taz“ ab. Diese zahlte den Abmahnbetrag nachweislich.

Bei Günther Freiherr von Gravenreuth sei aber der Betrag nie eingegangen, worauf dieser die Domain taz.de pfänden liess. Doch eine Hausdurchsuchung der Anwaltskanzlei von Gravenreuths bewies, dass das Geld eingegangen war. Betrugsversuch, sagte das Berliner Landgericht und verurteilte den bereits wegen ähnlicher Delikte vorbestraften Anwalt zu einer 14-monatigen Haftstrafe wegen vollendeten Betruges. Seit dem Schuldspruch versuchte von Gravenreuth mit allerlei juristischen Winkelzügen, dem Gefängnis zu entgehen.

Gleichzeitig jagte er wie besessen weiter: Vor zwei Wochen zeigte der 61-Jährige die Steuerfahnder in Wuppertal an, die für den Ankauf der Steuer-CD verantwortlich sind. Begründung: Die Daten der Steuersünder seien urheberrechtlich geschützt, die CD eine Raubkopie. Doch die Zeit lief dem Freiherrn davon, sein Haftantritt rückte immer näher. Die Gefängnisstrafe bedeutete auch, dass er seine Zulassung verlor. Seine Zeit als Anwalt war vorbei.

Zuletzt sei ihm ein Aufschub genehmigt worden, um seine Anwaltskanzlei abzuwickeln, sagte ein Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft zu stern.de. Vor einigen Tagen sei diese Frist abgelaufen. Da von Gravenreuth jedoch nicht zum Haftantritt erschienen war, sei ein Vollstreckungshaftbefehl gegen ihn ergangen. Wäre Günther Freiherr von Gravenreuth damit vor Gericht durchgekommen, so wären die Markenrechte der TAZ verloren gegangen. Nun entzog er sich seiner dem Gefängnis durch einen Schuss aus der Pistole.

Die Polizisten fanden Günter von Gravenreuth im Haus der Studentenverbindung Rhaetia in der Luisenstraße nahe des Königsplatzes. Der Anwalt war seit seiner Studienzeit in der – nicht schlagenden – katholischen Studentenverbindung. Ihr Wahlspruch lautet: „Cum fide virtus“, die lateinische Umformung des Wittelsbacher Hausspruchs „In Treue fest“. Doch diese lebenslange Freundschaft und Zugehörigkeit sollte für Gravenreuth nicht mehr gelten. Nach AZ-Informationen sollte der Anwalt wegen schädigenden Verhaltens ausgeschlossen werden. Von Gravenreuth erschoss sich im Gemeinschaftsraum der Verbindung, als die Polizisten in das Gebäude eindrangen. Der Notarzt konnte nichts mehr für ihn tun.

Inzwischen steht auf www.gravenreuth.de nur noch eine Todesanzeige.

Wikipedia-Eintrag zu Günther Freiherr von Gravenreuth


03.07.2009 – Küsnacht/München: Von der Klassenfahrt direkt nach Stadelheim geprügelt

4. Juli 2009

Momentan beschäftigt ein absolut undenkbares Thema die Zürcher, wie auch die Münchner Presse: Eine Gruppe von Schweizer Jugendlichen besoff sich mit Wodka Redbull und rauchte auf der Klassenfahrt in München Marihuana. Das ist schon ausserhalb des normalen Verständnisses von guten Sitten. Aber nicht nur das passierte; denn die Jugendlichen wanderten dann Passanten verprügelnd durch die Münchner Innenstadt.

„Es war fast wie ein Amoklauf, „nur ohne Waffe“, sagt Staatsanwalt Laurent Lafleur. Fünf Schweizer Schüler auf Klassenfahrt haben Dienstagnacht am Sendlinger Tor wahllos fünf Passanten angegriffen, nieder geprügelt, getreten und teils schwerst verletzt. „Nur so zum Spaß“, sagen die Täter. Ihnen drohen wegen versuchten Mordes mehrjährige Haftstrafen.“ (Quelle süddeutsche.de)

Die Schweiz ist schockiert von der Brutalität. Im Nußbaumpark, hinter der Straßenbahnwendeschleife, muss der Gewaltexzess begonnen haben. Dort prügelten die Jugendlichen grundlos auf drei ältere Männer ein. Diese Opfer haben sich allerdings noch nicht bei der Polizei gemeldet.

„Anschließend zogen die Schläger weiter zum ehemaligen ADAC-Hochhaus. Dort ging dann gegen 23.35 Uhr ein 46-jähriger Geschäftsmann aus Ratingen an der Gruppe vorbei. Ihn schlugen sie nach Polizeiangaben zu Boden und traten mit den Füßen mehrfach auf seinen Kopf und sein Gesicht ein. Der Mann erlitt ein Schleudertrauma, teilweisen Gedächtnisschwund, außerdem brach er sich mehrere Knochen im Gesicht. Nach Angaben von Staatsanwalt Lafleur erlitt der Mann eine beidseitige Kieferhöhlenfraktur, die Jugendlichen brachen ihm die rechte, seitliche Begrenzung der Augenhöhle sowie das Jochbein. Der Schwerverletzte wurde noch in der Nacht operiert. Ob er bleibende Schäden am Auge davontragen wird, ist noch nicht eindeutig zu sagen.“ (Quelle süddeutsche.de)

Schon im Mai verprügeln drei Jugendliche im Bahnhof Kreuzlingen zwei Passanten. Eine Überwachungskamera am Bahnhof filmte den gesamten Tathergang und führte schliesslich zur Verhaftung der Täter. Tja, und nun sitzen 3 weitere Schweizer Jugendliche in München Stadelheim in Untersuchungshaft. Sollten sich die Fakten bestätigen, so könnten 10 Jahre Haft nach Deutschem Strafrecht auf die Jungs zukommen, welche nach ersten Erkenntnissen bereits teilweise durch ähnliche Delikte in der Schweiz Vorstrafen besitzen. Bei den ersten Befragungen zeigten die Täter keinerlei Reue. Als Grund für ihr „Ausrasten“ nannten sie, dass sie lediglich einen „Kick“ und „klatschten nur zum Spass Leute ab“.

Was die Schweizer zu der Schlägerorgie sagen?

„Entsetzt sind die Eidgenossen zumal, weil sie diesmal nicht Zuzügler verantwortlich machen können: Zwei der drei mutmaßlichen Täter haben keinen Migrationshintergrund, alle drei sind nicht in einem großstädtischen Unterschicht-Ghetto aufgewachsen, sondern in einer der bürgerlichsten Gegenden der Schweiz: An der „Goldküste“, dem Sonnenufer des Zürichsees. Im Prominenten-Vorort Küsnacht gingen sie zur „Weiterbildungs- und Berufswahlschule“. Dort können Jugendliche, die den Übertritt in die Mittelschule nicht geschafft haben, ein freiwilliges zehntes Jahr machen. Mit dem Klassenausflug nach München schlossen sie ihre Schulzeit ab.

Die drei „waren in der Schule sehr beliebt, wir waren alle komplett überrascht“, ließ sich ein Sprecher der Schule zitieren. Tatsächlich aber sind alle drei einschlägig vorbestraft: Einer, so die Jugendstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich, ist wegen Diebstahls und Hausfriedensbruch verurteilt worden, der zweite, weil er einem anderen mit einem Faustschlag das Nasenbein gebrochen hatte, und der dritte wegen Raubversuchs und Körperverletzung. Die drei wurden deshalb zu Sozialdienst bis zu vier Wochen verurteilt.“ (Quelle süddeutsche.de)

Übrigens liegt das Höchststrafmass für dieses „Vergehen“ in der Schweiz deutlich geringer: Bei maximal vier Jahren. Das sollte uns zu denken geben.

Ergänzung: Hier ein Lesenswerter Artikel vom 04. Juli 2009  zum Thema „Kein Pardon bei nihilistischer Gewalt“ in der NZZ.

Update 07.07.2009: Der Sprecher der Münchner Polizei Christoph Reichenbach erklärte heute, dass die Tat nicht auf erhöhten Alkoholgenuss geschoben werden könne; denn die drei Haupttäter hätten weniger als 1 Promille Alkohol im Blut gehabt. Es müsse von einem „erhöhten Gewaltpotential“ gesprochen werden. Zudem wurde bekannt, dass die Täter innerhalb einer halben Stunde neben dem 46-jährigen Geschäftsmann vorher einen Schwerstbehinderten und zwei seiner Begleiter krankenhausreif geschlagen hätten. Zudem legte einer der Münchner Anwälte – Florian Schneider – heute sein Mandat nieder. Weiterhin bestätigt der Sprecher der Münchner Polizei, dass gegen zwei weitere Schüler wegen Körperverletzung ermittelt werde. Es sei nicht auszuschliessen, dass sich diese ebenso vor Münchner Gerichten zu verantworten hätten. Quelle SF Tagesschau


20.05.2009 – Krise? Dann nix wie weg! Preise für Flüge nach Bangkok/Thailand im Sinkflug!

20. Mai 2009

20.05.2009 – Krise? Dann nix wie weg! Preise für Flüge nach Bangkok/Thailand im Sinkflug!

Die Preise für Flüge nach Thailand fallen in den Keller. Zahlte ich noch über 1500 Euro zu Ostern, so sind für einen vergleichbaren Flug nun ein Bruchteil davon fällig. Klar, Ostern war schon lange ausgebucht und ist die Hochreisezeit und nun ist „Low Season“, aber so günstig kommt man eigentlich sonst nur nach Mallorca. Hier einige Beispiele:

Günstig nach Asien kommt man derzeit mit Thai Airways. Wer bis zum 20. Juni einen Hin- und Rückflug ab München oder Frankfurt nach Bangkok bucht, zahlt nur 489 Euro (inklusive Steuern und Gebühren). Außerdem wird bei dem Angebot die Freigepäckgrenze von 15 auf satte 35 Kilogramm angehoben.

Emirates, fliegt derzeit nach Bangkok für unschlagbare 371 Euro (inklusive Steuern und Gebühren). Buchbar bis 29. Mai, Reisezeitraum bis 24. Juni.

Mit der Swiss Airlines kommen Kurzentschlossene derzeit für 999 CHF von Zürich nach Bangkok. Mit AirBerlin kostet der gleiche Flug eben 638 Euro.


26.12.2008 München/Mallorca: Wo geht’s zum Gate? oder „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“

26. Dezember 2008

Regensburg morgens um 6 Uhr, Dunkelheit, -4 Grad – das Haar sitzt. Mike schläft, Mam höre ich im Bad und ich liege auf dem Sofa und surfe im Web. Nachdem erst gegen 3 Uhr morgens Ruhe einkehrte, beschloss ich die übrigen Stunden nicht mehr zu schlafen. Denn würde ich mich hinlegen und die Augen schliessen, würde mich nichts mehr wecken. Nach dem Frühstück beluden wir gegen 8 Uhr das Auto und starteten zum Airport München.

Wir stellten das Auto auf dem „Urlauber-Parkplatz“ ab und fuhren mit dem Shuttle-Bus zum Terminal 1. Doch wo ist der Checkin-Schalter? Auf den Bildschirmen stand „Z D11 T1“ = Zentralbereich, Gate 11, Terminal 1. Wir wanderten zum Zentralbereich, aber fanden den Checkin-Schalter von TUIfly nicht. Also fragte ich zwei nette Polizisten. „Ah, TUIfly, zurück und 50 Meter auf der rechten Seite“. Vor dem etwas abgelegenen Checkin standen etwa 50 Reisende, welche von zwei TUI-Damen abgefertigt wurden. Das kann dauern. Gut, dass wir wirklich rechtzeitig angereist waren.

Nach etwa 30 Minuten zentimeterweise „Vorrücken“ der Koffer bekamen wir unsere Bordkarten und wanderten weiter zum Bereich „D“ und passierten die Sicherheitskontrollen reibungslos. Mam fragte, was dort gecheckt würde und was man alles ablegen muss. Meine Antwort: „Gürtelschnalle, Uhr, Intimpiercing, alles aus Metall!“. Ich konnte sie gerade noch davon abhalten ihre Hüftprothese abzuschrauben 🙂

Wir setzten uns vor D11 und gingen unserer Lieblingsbeschäftigung nach „Beobachten und Kommentieren“. Im Uhrengeschäft suchte sich eine Dame eine Brille aus. Ich meinte, „das sieht gar nicht gut aus – und ich meine nicht die Brille!“ Eine andere Dame kam mit roten Gummistiefel vorbei – zu schwarzen Klamotten (u.A. eine schwarze enge Leggins). Nachdem ich den Kopf schüttelte, entgegnete Mam: „So trägt man die auch nicht“. Mike antwortete: „Stimmt, das klappt nur mit einer Papiertüte – über dem Kopf“. Tja, wir hatten Spass und vertrieben uns die Zeit.

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Dann durften wir den Flieger besteigen. Wir gingen als Letzte. Alles verlief reibungslos. Links von mir eine nette Dame, die ihr Schosshündchen mitreisen liess und vor mir zwei Kleinkinder, die nicht ruhig zu stellen waren. Egal, ich versuchte zu schlafen. Das klappte auch, bis es eine „Brotzeit“ gab: Käsebrötchen und Kaffee. Nach genau 2 Stunden Flugzeit erreichten wir Mallorca und setzten ein klein wenig unsanft auf. Trotzdem klatschte ein Teil der Fluggäste. Das gibt es tatsächlich immer noch. Klatschende Reisende. Sofort nachdem die Maschine ihre Parkposition an einem „Finger“ (Gangway) erreicht hatte, standen die Fluggäste auf und griffen sofort ihr Handgepäck – und da standen sie dann. Dabei dauerte es locker noch 10 Minuten, bis der erste aussteigen konnte. Wir blieben sitzen und warteten.

12:40 Uhr, Palma de Mallorca, Nieselregen, 10 Grad – das Haar sitzt.  Als sich die Reihen vor uns lichteten, stiegen auch wir aus und wanderten Richtung Gepäckausgabe. Natürlich nicht, ohne einen Zwischenstopp an einer der WC-Stationen zu machen. Wir erreichten das Gepäckband No. 10 und trafen all unsere eiligen Mitreisenden wieder. Aber das Gepäckband lief noch nicht. Zuerst wurde das Sperrgepäck ausgegeben. Hunde (!) in allen Grössen und natürlich Fahrräder. Mallorca ist ja das Reiseziel für Mountainbiker und Rennradtrainierende – speziell im Winter. Wir nennen die Bergradler liebevoll „Schweizer“. Aber warum sind hier so viele Hunde mit ihren Herrchen unterwegs? Alle paar Minuten kamen diese Pärchen an uns vorbei. Rassen, Farben, Frisuren und Formen in allen Varianten. Findet eine Hundeshow in den nächsten Tagen statt? Wer weiss.

Und: Was macht der etwas unaufgeräumte Typ mit der Mundharmonika? Natürlich spielt er am Gepäckband den Leuten und speziell seiner Begleiterin mitten im Flughafen ein Ständchen und vertreibt sich die Zeit. Ich sah auf mein Natel und kontrollierte den Empfang. Es könnte ja sein, dass sich der Pilot verflogen hatte und auf einem anderen Planeten gelandet ist. Das Roaming funktionierte, somit befand ich mich doch auf der Erde und den Schildern zu urteilen tatsächlich in Mallorca bzw. Spanien. Auch unsere Koffer kamen endlich auf dem laufenden Band und somit fand ich mich vollkommen bestätigt. Aber man weiss ja nie.

Jetzt brauche ich nur noch den Mietwagen abholen. Der gesamte Ausgangsbereich ist gesäumt von Autovermietern, Europcar, Sixt, GlobalCar etc.pepe und diverse „mobile“ schildtragende Vermieter belagern die Ausgänge. Aber vor dem Hertz-Schalter stauten sich die Menschenmassen. Auch gut, dachte ich, dann gehen wir zuerst eine Rauchen. Anschliessend wanderte ich zurück zum Hertz-Schalter, aber von der äusseren Seite. Vor mir ein Engländer mit zwei gelangweilten Töchtern und Gattin wild mit der Vermieterbediensteten diskutierend und ein graumelierter Herr mit drei Jungs, welche um den Gepäckwagen rannten. „Kann ja nicht so lange dauern, oder?“

Doch, es kann! Ich sah durch die Glasscheibe und entdeckte auf der anderen Seite (also der Gepäckbandseite) an der Theke locker 20 Personen teils in der Reihe stehen oder bereits ermattet auf Bänken sitzen. Ich sah mich bei den anderen Vermietern um. Kein Mensch stand bei Sixt oder Europcar. Auch bei GlobalCar langweilten sich die Mitarbeiter, bohrten in der Nase oder surften im Internet. Schon bei der Buchung wunderte ich mich über den günstigen Tarif bei Hertz: 179 CHF für 10 Tage, Fahrzeugtyp: Opel Zafira. Offensichtlich versuchte Hertz irgendwie kostengünstigst die Flotte in Bewegung zu halten. Also hiess es „Abwarten“ – auch hier.

Während des Wartens kamen wieder Hunder’l mit Herrchen und/oder Frauchen in rauhen Mengen an mir vorbei. Der Typ direkt am Guckloch bei der Hertz-Theke fragte die Dame weiter aus („What happens if something happens to my Car?“), kaufte noch eine Vollkaskoversicherung, eine mobile Autovermieterin fragte mich beim Vorbeigehen auf spanisch, ob ich eine Kutsche mieten möchte und gegenüber auf der anderen Seite der Autovermietung rastete ein möglicher Mieter zwecks der langen Wartezeit aus – also, alles normal.

Schliesslich war ich an der Reihe. Schon zu Hause buchte ich wie erwähnt das Fahrzeug online und gab alles an, was man eigentlich angeben kann – vom Namen bis zur Konfektionsgrösse. ABER: Aus einem mir nicht erfindlichen Grund ging nun alles noch mal von vorne an! Obwohl ich die Unterlagen ausgedruckt hatte!??! Was soll’s – Nerven behalten. Alles Weitere verzögert nur die ganze Angelegenheit. Geduldig liess ich die gesamte Prozedur über mich ergehen. Adresse in der Schweiz (auf dem Dokument), Adresse in Mallorca (Telefon heraus nehmen und Tom anrufen), Führerschein, Kreditkarte, Mietvertrag unterschreiben, Zusatzversicherung ablehnen und unterschreiben, Kreditkartenbetrag unterschreiben (wozu die zusätzlichen 80 Euro), Stutzen, Nachfragen. Ach logisch, das ist das Desposit für die Tankfüllung – wie meinen? Ah, wenn jemand den Sprit klaut, oder der Wagen leer zurück gegeben wird (dann fährt er doch nicht mehr?). Was soll’s, wird mir zurückerstattet, wenn er „voll“ abgeliefert wird. Schlüsselübergabe!! Hurraa!!!

Nach einer geschlagenen Stunde hielt ich den Wagenschlüssel in der Hand. Aber was bitte ist ein „F-C-MAX“ für ein Auto? Werde ich ja sehen, wenn ich im Parkhaus bei Hertz in der Reihe 1 den Parkplatz 18 finde. Mike und Mam warteten immer noch vor der Tür auf mich und empfingen mich freudestrahlend. Mam konnte sich trotz des gerade Erlebten gar nicht vorstellen, dass die Anmietung eines Fahrzeuges so lange dauern kann. Tja, so ist das Leben. Wir machten uns auf die Socken das Auto zu suchen – im Parkhaus – und fanden es tatsächlich. Es war ein Ford „C-Max“. Die Koffer waren gleich verstaut und das Parkhaus sofort verlassen. Auf zu Helga und Tom!

Ich fuhr direkt auf die Autobahn und…. verpasste die Abfahrt nach Inca… fuhr als weiter nach Antrax (oder ähnlich), wendete (nicht auf der Autobahn) und wir fuhren zurück. Mam konnte es gar nicht fassen, aber ich meinte nur „Vertrau‘ mir. Ich kenn‘ den Weg.“ Kein Wunder: Mike navigierte mich mit dem iPhone. Schliesslich erreichten wir gegen 16:30 Uhr Sa Cabaneta und parkten direkt vor der Finca. Tom empfing uns und wir schleppten die Koffer die Treppe hinauf. Helga meinte zur Begrüssung: „Kaffee?“ Mike und ich antworteten mit einem kurzen aber bestimmten „Sisiiii“!

Dann genossen wir die Aussicht bei einer Zigarette von der Terrasse aus, während Mam das bisher Erlebte in blumigen Sätzen schilderte. Zum Kaffee gab es einen frisch gebackenen Hefezopf a la Helga und Tom. Lecker! Max und Felix erzählten, was sie vom Christkind bekommen hätten: Eine Wiiiiii! Meine Reaktion: „Die hat sich Tom für sich selbst gekauft“! 🙂 Und natürlich durften wir zusammen mit den Jungs die verschiedenen Sportdisziplinen eine nach der anderen ausprobieren. Bis, ja bis, es an das Zubereiten des Abendessens ging.

Das Tapas-Gelage am Abend. Wolfgang kam dazu und es wurde gesellig rund um das Ceranfeld. Helga und Tom zauberten innerhalb kürzester Zeit die leckersten Tapas, auf die wir uns schon das ganze Jahr gefreut hatten.

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Wir liessen es uns schmecken und ein spanischer Roter (Rioja) rundete das Geschmackserlebnis ab. Aber nicht zu träge werden! Bewegung ist angesagt und mit dem „Wiiii-Teil“ klappt das locker. Tischtennis, Bogenschiessen, Ruder, 100 Meter-Sprint – da purzeln die Pfunde! Nur die Bewegungsabläufe sind oft etwas anders, als in der Realität. Wir haben viel gelacht – und ab und zu auch mal gewonnen. Die Jungs sind gut trainiert und rustikale Gegner.

Bei Wein und Weissbier liessen wir den Abend ausklingen. Gegen Mitternacht fielen wir müde ins Bett. Morgen ist auch noch ein Tag.


Aufgemerkt! Pelzig nicht nackt! Kein Transrapid in München!

29. März 2008

Erwin Pelzig verkündete in einem Streitgespräch mit Christine Haderthauer in seiner Sendung vom 14.12.2007, dass er sich für einen eigenen speziellen Kalender ausziehen und ablichten lassen würde, wenn der Transrapid in München gebaut werden würde. Das muss er nun nicht. Schade! Nein, ich meine: Schade, dass es keinen Kalender mit Nacktbildern von Erwin Pelzig geben wird.  🙂

Partei (CSU) und Wirtschaft bedauern gleichermassen das Scheitern des Projektes. Der Steuerzahler dürfte sich freuen; denn der Bund hätte 925 Mio. Euro beigesteuert. Das wären die Hälfte der Kosten gewesen, die 2004 im Rahmen eines „Expertengutachtens“ angenommen wurden und den ehem. Ministerpräsidenten Bayerns – Edmund Stoiber – zu einer Realisierungsvereinbarung mit dem Umsetzungskonsortiums bewegte. 40 km Transrapid für begutachtete 1,85 Mrd. Euro.

Interessant ist an diesem „Expertengutachten“ (aus dem Jahr 2004), dass die tatsächlichen Pläne von der Bahn erst im November 2007 an die Firma Hochtief (Bauträger) abgegeben wurden, damit Hochtief eine Kostenschätzung abgibt. Im Planfeststellungsverfahren sei es dann zu einer ganzen Reihe von Schwierigkeiten gekommen, welche den effektiven momentan kalkulierten Preis des Transrapid auf 3,2 bis 3,4 Mrd. Euro katapultieren liessen.

Und ich dachte immer, um eine Kalkulation oder ein Angebot zu erstellen benötigt man vorher einen Plan.

Und noch was: Bei der aktuell veranschlagten und ursächlich für das Scheitern verantwortlichen Summe von 3,2 bis 3,4 Mrd. Euro hätte jeder Millimeter (!) der 40 Kilometer langen Strecke vom Münchner Hauptbahnhof zum Flughafen des Transrapid exakt 80 bzw. 85 Euro gekostet. Gut, einen Millimeter kann man sich vielleicht schlecht vorstellen. Rechnen wir um auf einen Zentimeter: 800 bzw. 850 Euro.

Update 29.03.2008: Welt online berichtet im Artikel „Industriepolitisches Fiasko“ gar von einer Finanzierungssumme von 3,8 Mrd. Euro!


Jürgen Klinsmann neuer Trainer des FC Bayern München

11. Januar 2008

„Klinsi“ wird neuer Bayerntrainer. Mit der News kam heute Vormittag Carmen bei mir vorbei. Carmen ist eine der absoluten Bayern München Fans in meiner Abteilung. Die Ladies Uschi, Mäggi und Carmen reisen zu fast jedem Spiel der Münchner und haben sich in der Südkurve etabliert – als Schweizer-Mädels wohlgemerkt.

Aber zurück zu Klinsman – den langen Blonden mit den schnellen Beinen. Er zieht diesmal von California nach München. Er führte die Deutsche Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft 2006 auf den dritten Platz. Wenn da nicht das dämliche Spiel gegen Italien gewesen wäre, hätte man es ins sogar ins Finale geschafft.

Und nun trainiert Klinsi demnächst den erfolgreichsten Deutschen Bundesliga-Club Bayern München. Ottmar Hitzfeld wird dadurch frei für den Posten des Trainers der Schweizer-Nati. Endlich kann Hitzfeld zurück in die Heimat und sich gemütlicheren Dingen zuwenden. Ich denke er wird als Erstes Elfmeter trainieren. Dann die Spieler so ziemlich auf jeden Bergpass jagen. Sex vor den Spielen wird verboten. Denn nur so kommt es nie mehr zu „Ermüdungserscheinungen“ oder „Konditionsschwächen“ wie zuletzt.


Po-WM in Bayern – and the winner is

1. November 2007

.. ein bulgarischer Hintern mit „Arschgeweih“ (siehe unten der Link zum Bild). Ich fasse es nicht. In München wurde am Mittwoch 31.10.2007 der weltweit attraktivste und knackigste weibliche Popo gewählt: Die Po-WM gewann die Bulgarin Kristina Dimitrowa und nahm das Preisgeld in Höhe von 10 000 Euro mit. Zusammen mit einer Po-Versicherung, die sicher sinnvoll ist.

Die deutschen Hintern fielen schon in der ersten Runde auf die hinteren Plätze. Ebenso wie die schweizer Vertreterin Jessica Matzig. Lediglich der Züricher Jean-Dominique Placy kam bei den Männern immerhin unter die ersten 10.