25.06.2009 23:26 MESZ – Der King of Pop Michael Jackson ist tot

26. Juni 2009

Diese Nachricht raste mit Lichtgeschwindigkeit von Los Angeles aus über den Erdball. Michael Jackson verstarb letzte Nacht überraschend kurz vor seiner als Comeback geplanten Welttourneé an Herzstillstand. Er wurde nur 50 Jahre alt. Die Ärzte im UCLA Medical Center konnten trotz sofort eingeleiteter Wiederbelebungsversuche nur seinen Tod feststellen. Schon bei der Einlieferung hätte Michael Jackson nicht mehr geatmet.

Die Todesnachricht von Michael Jackson legte in Sekunden Teile des Internets lahm. Vor allem bei Twitter und Wikipedia explodierten die Zugriffe derart, dass die Websites nicht mehr zu erreichen waren. Als erstes hätte TMZ berichtet und war Sekunden später offline. Dann geschah auf dem Blog „Perez Hilton“ das selbe nach Erscheinen eines kurzen Berichtes.

Stunden nach seinem Tod bekommt Michael Jackson doch noch sein Comeback; denn seine Platten stürmen die Hitparaden-Hitlisten – posthum. Bei Amazon belegen die Jackson-Scheiben die Plätze 1-15 und bei Apple sind Musikstücke gleich 9x unter den Top15. Das dürfte bisher einmalig sein auf der Welt – nur nach dem Tod von Elvis gab es eine ähnliche Euphorie. Die Nummer 1 unter den Topsellern ist die Scheibe „Essential“


Copyright, Abmahnung, Klage, Gegenklage, Ergebnis: Musikindustrie muss erneut Anwaltsgebühren übernehmen

26. September 2007

Via Heise.de und Handakte WebLAWg:

Richter erteilt scharfe Verwarnung wegen unberechtigter Klagen

Im Fall der zu Unrecht von der Musikindustrie verklagten Tanya Andersen hat ein Richter entschieden, dass die Musikindustrie für Andersens Anwaltskosten aufzukommen hat. Zugleich sandte der Richter ein Warnsignal an die Musikindustrie, die ihnen vom Copyright-Gesetz zugesprochenen Rechte nicht zu missbrauchen.

Und weiter:

Andersen klagte gegen die Musikfirmen und forderte, dass diese ihre Anwaltsgebühren übernehmen sollten. Dagegen wehrten sich die Musikfirmen und verloren – Richter Donald C. Ashmanskas verurteilte sie zur Zahlung der Anwaltsgebühren. Er begründete sein Urteil zum einen damit, dass der Rechtsstreit nicht von Andersen ausgegangen sei und die Musikindustrie bei der Klage ihrer Sorgfaltspflicht nicht nachgekommen sei. Darüber hinaus will er sein Urteil ausdrücklich als Warnung verstanden wissen:

„Welche Gründe auch immer die Kläger dazu bewogen haben mögen, diesen Fall in der von ihnen gewählten Form zu verfolgen, können wir im Lichte der vom Copyright-Gesetz bestimmten Grenzen nicht feststellen, dass das Vorgehen angemessen war … Solch ein Vorgehen muss wegen des möglichen Abschreckungseffekts, den es für den öffentlichen Zugang zu kreativen Werken haben könnte, verhindert werden. Würde sich ein solches Vorgehen einbürgern, ist anzunehmen, dass Mitglieder der Öffentlichkeit zögern würden, kreative Werke im Internet zu verbreiten, unabhängig davon, ob sie dabei das Urheberrecht verletzen würden, oder ob es um Fälle gehen würde, auf die das Urheberrecht keine Anwendung findet. Rechteinhaber im Allgemeinen und diese Kläger im Besonderen sollten daran gehindert werden, jemanden in der Weise wie hier geschehen zu verklagen.“

Tanya Andersen hat mittlerweile eine Sammelklage gegen die betreffenden Musikfirmen eingereicht, in der sie ihnen „illegales, fehlerhaftes und fahrlässiges Verhalten“ vorwirft. [von Robert A. Gehring] (js)