18.07.2009 – Frauenfeld: „Men only Dinner“ oder „so wertvoll wie ein kleiner Zwerg“

19. Juli 2009

Brüderchen Mike meinte eigentlich, dass die Überschrift „Alles billige Bauteile“ heissen müsste 🙂 . Aber das Motto dieses Abends nannte sich: „Men only Dinner“. Warum „so wertvoll wie ein kleiner Zwerg“? Ach, das ist eine andere lange Geschichte. Aber nun zur eigentlichen Story:

Seit Wochen – ach was sage ich – seit Monaten versuchen wir einen Termin zu bekommen, bei welchem wir ein lang geplantes Vorhaben umsetzen könnten. Wieder einmal; denn in diesem Rahmen hatten wir bereits das ein oder andere Mahl. Und zwar im „Ochsen in Matzingen„. Dort hat es das weltbeste Beefsteak Tartar.

Doch leider hatte das Restaurant genau an dem Termin geschlossen, an welchem die Teilnehmer des „Men only Dinner“ Zeit hatten. Somit disponierte Chrigel um und wir vereinbarten den „Bauhaus Sternen in Frauenfeld„. Dort hat es nicht nur sehr gutes selbst gebrautes Bier, sondern legendäres „Cordon bleu en gros“.

Mike und ich kamen erst sehr spät aus dem Büro heraus. Wir informierten Chrigel von unterwegs, dass wohl für uns „etwas später“ werden würde. Es regnete wie aus Eimern – und das im Sommer! Aber auf der Axenstrasse stand das Wasser zentimeterhoch auf der Fahrbahn und von oben kam es in rauen Mengen dazu. Der Scheibenwischer mühte sich auf Stufe drei die Sicht frei zu halten.

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Somit trafen wir eine geschlagene Stunde später in Frauenfeld ein. Die Jungs begrüssten uns und fragten, wo wir abgeblieben wären. Ich erklärte, dass ich zuerst den Propeller am Heck des kleinen Schwarzen montieren musste. Die Jungs – Chris, Chrigel, Dani und René – sassen am Tisch und hatten bereits zwei Vorspeisen intus: Einen Salat garniert mit Weissbier.

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Wir platzten uns dazu und bestellten sofort aus der „Sommer-Karte“ die Hauptspeise: „Cordon bleu en gros“ und ein Weissbier. Eine saubere „Marinierte Schweins-Hax’n nach bayrischer Art“ mit 250 Gramm Lebendgewicht ohne Knochen wäre das Wochentipp gewesen. Sogar „Münchner Weisswurst mit Brezn und süssen Senf“ hätte es gegeben, aber wir entschieden uns doch für das Schnitzel ala Calzone. Vorher galt es ein Weissbier aus hauseigener Brauerei auf den Gaumen zu legen und Dani’s echtes unverwüstliches Männer-Natel in Augenschein zu nehmen.

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Für das Cordon Bleu liess ich extra das Mittagessen sausen und der Körper braucht auch zwei Tage später noch keine zusätzlichen Kalorien. Man sollte aber natürlich mit ordentlich Hopfentee nachspülen, damit die Verdauung angeregt wird. Richtige Männer verkraften das und legen noch mit einer Zigarre nach.

Ich konnte kaum mehr „Papp“ sagen und wünschte mir unseren die „Malena“ (Sitzecke) und den Wohnzimmerglastisch zum Füsse hochlegen. Aber es wurde erst noch so richtig zünftig. So verliessen wir den gastlichen Ort des leiblichen Wohls erst zur vorgerückten Stunde und stürzten uns in den Dauerregen, als man bereits die Stühle hochstellte. Das „Men only Dinner“ schreit förmlich nach einer baldigen Wiederholung.