23.02.2015 – Tag 20 im Leben eines „Nichtrauchers“

24. Februar 2015

Wie es mir geht? Tja, heute war ich soweit, dass ich mir eine Schachtel Zigaretten gekauft hätte! Es nervt! Was nervt? Diese „Hibbeligkeit“! Habe irgendwo gelesen, dass man das mit ADHS vergleichen kann. Na toll! Nein, ich denke eher, dass es am Koffein liegt. Ich wusste ja bereits, dass Nikotion das „Gegenmittel“ zu Koffein ist. Aber die Auswirkungen sind echt ned schlecht – ohne Nikotin.

Vor einem Monat begann der Tag folgendermassen: Aufstehen, Duschen, Zähnchen putzen, Kaffeemaschine einschalten, Rechner einschalten, Zigarette anzünden, Kaffee aus dem Vollautomaten zapfen, Hinsetzen und erst mal die zweite Zigarette rauchen. Dabei startete der Motor dann mal langsam. Aktuell schaut das Morgen-Start-Programm genauso aus, nur dass eben die zwei Zigaretten fehlen. Dafür hat es aber dann zwei Tassen Kaffee! Und die bringen den Motor dann auf Drehzahlen über den roten Bereich!

So habe ich dann das Gefühl, dass meine Füsse den Boden gar nicht mehr spüren, weil ich nur noch durch die Gegend springe. Daran hängt dann die Konzentrationsfähigkeit, die sich ins Nichts auflöst. Auch ist man vergesslicher, muss sich mehr aufschreiben. Und ich habe das Gefühl durch einen Tunnel zu schauen – ergo: Koffeinrausch. Somit muss ich das mit meinem Leibgetränk „Kaffee“ irgendwie in den Griff bekommen.

Klar könnte man das Koffein-Thema auch mit „Nikotin-Kaugummi“ oder „Nikotin-Tabletten“ oder „Nikotin-Pflästerchen“ einpegeln bzw. die Nikotinrate langsam abnehmend abgewöhnen. Aber ich denke, dass dies zu lange dauert und die Nebenwirkungen hat man halt mal beim „Aufhören“. Die Rückfall-Situation ist immer da und man muss damit klar kommen. Und ob ich dann weniger stark auf Kaffee reagiere, ist ein anderes Thema. Zum Ausprobieren hab ich ausserdem keine Lust. Es ist und bleibt ein Experiment und aktuell zähle ich Tag 20.

Es nervt! Schon gestern hat es mich genervt. Gestern – am Sonntagabend – bin ich von Regensburg zurück nach Jonen gefahren. 480 Kilometer absolut ohne Rauchen! Es ist so langweilig! Speziell auf Schweizer Strassen! Tempomat rein und fahren! So langweilig! Nix passiert! Ich bin eh schon zur Abwechslung (wieder) über das Rheintal gefahren. Aber das ist auch so langweilig. Ja Nicole und Fredy, ich weiss, ich hätte Euch besuchen können! Ja, aber um kurz nach 22 Uhr besucht man keinen Schweizer mehr in der Schweiz – spontan.

Nebelsuppe

Nebelsuppe

Langsam verstehe ich, warum Gurgel/Äpfel&Co. ein selbstfahrendes Auto erfinden wollen! Natürlich kommt die Idee nicht wegen der langweiligen Schweizer Autobahn. Nein, die Amerikaner haben selbst eine langweilige Geschwindigkeitsbeschränkung von „can’t drive 55“ bzw. 75 mph auf dem Highway, der Slowway heissen müsste. Mit so einem Selbstfahrer kann man schlafen oder Facebooken oder dem im Stau stehenden die Zunge rausstrecken oder sonst irgendwas machen. Schon heute schlafen einige Autofahrer auf der langweiligen Schweizer Autobahn – ohne Rauchen!

Auf der Hinfahrt am Samstag hat Mam versucht mir die Zeit zu vertreiben. Vollkommen unauffällig natürlich. Sie versuchte sich in Small-Talk! Und das über 480 Kilometer! Das geht schief. Wir waren erst so gegen 16 Uhr abgefahren, weil Mike noch mit Family und Natalie vorbei kam um sich zu verabschieden. Und das dauert bei den zwei kleinen Kindern, die sich nicht trennen können. Des is echt schwierig. Tja, und ich bin auf Enzug und somit noch etwas näher am schwarzen Humor samt Sarkasmus dran bzw. die Schwelle ist noch niedriger, wie vorher – zumindest aktuell. Wenn mir dann einer quer vor die Nase springt, dann wird er ohne Vorwarnung geschnupft!

Im letzten Betrag meinte dazu einer der Kommentatoren, dass er sich deshalb seit dem Nichtrauchen „auspowert“ – und zwar gleich in der Früh! Dann wäre er wesentlich ausgeglichener und entspannter über den Tag! Ja! Sehr gut! Ich wäre wahrscheinlich so dermassen entspannt nach dem „Auspowern“, dass ich mich gleich wieder ins Bett lege – in der Früh – sofern ich früher rauskomm‘ zum „Auspowern“. Wie sinnlos ist das denn? Man steht auf, um sich „auszupowern“. Sehr geil.

Thema „Gewichtszunahme“: Irgendwo hab‘ ich im unsäglich grossen WWW gelesen, dass man schlagartig 3-5 Kilo in den ersten Tagen zunimmt! Weil einem die „Glückshormone“ fehlen würden und man deshalb mit Schokolade und sonstig erreichbaren Süssigkeiten nachhilft – glücklicher zu sein. Ich bin genervt! Soll ich jetzt Schokolade ohne Ende essen? Gut, ich ernähre mich eh schon wahnsinnig ausgewogen: Kaffee plus keine Zigretten! Aber zurück zum Thema: Klar, ich hab zugenommen. Gut, ich hatte vorher schon Jeansgrösse 26. Gewicht? Keine Ahnung. Habe keine Waage. Irgendwas zwischen 54 und 56 Kilo auf 162 cm. Also grad so im unteren Bereich. Mein Bäuchlein hat zugenommen und meine 26er-Jeans ist in der Wäsche. Aktuell trage ich 28er,  glaub ich. Der Gürtel ist halt eine Loch weiter. Aber das liegt 100-pro nicht am „Rauchentzug“. Sondern….

Meine Mam. Sie war nun dankenswerterweise schon seit vor Sylvester bei mir. Die erste Frage nachdem sie aufgestanden ist – so gegen Mittag: „Weisst Du schon, was Du abends essen möchtest?“ Meine Standardantwort: „Mach‘ einen Schweinebraten!“ Woher soll ich vollgepumpt mit 3 Tassen Kaffee im Koffeinrausch mittags schon wissen, was wir abends essen? Und uns ist bisher immer etwas eingefallen. Und die Mama kocht dann nicht für sich oder nur für mich, sondern gleich für 4 bis 6 Personen. Mam isst zwar nur wie ein Spatz. Und damit das gute Essen dann nicht kaputt geht, muss Peter ran – oder am nächsten Abend gibt es dann „Reste“. Sehr lecker! Wer will schon zwei mal hintereinander das Gleiche essen? Somit steht für mich fest, dass der aktuelle Gürtelumfangszuwachs nur im geringsten Masse vom Rauchenzug herrührt. Mam ist seit gestern in Regensburg – kommt hoffentlich bald wieder nach Jonen – und ich werde durchaus das Bäuchlein in den nächsten Wochen wieder in den Griff bekommen.

Thema „Schlaf“ und „Sonstiges“: Unverändert! Ich schlafe immer noch gerne! Und zwar tief! Wenn ich mal schlafe, dann kann um mich herum das Haus einstürzen. Ich werde nicht wach. Was mir aufgefallen ist: Ich würde gerne noch länger schlafen! Neu ist hingegen, dass ich seit ein paar Tagen „rumhuste“. Nein, anders als Raucherhusten. Auch meine Nase spinnt rum. Entweder ist sie trocken, ich muss dann niesen oder sie läuft, wie ein Wasserfall. Es fühlt sich auch nicht nach einer Erkältung an. Mam meint zwar immer ich bin zu wenig warm angezogen, aber das war schon immer so – mit Mam *lach*.
Update: Nase-Laufen/Niesen + Husen = Erkältung!

 


08.02.2015 – Experiment „Stopp Smoking“ – Tag 5

8. Februar 2015

Eigentlich wollte ich gar nicht zu rauchen aufhören. Eigentlich wollte ich schon länger mal ausprobieren, ob ich mit dem Rauchen aufhören kann. Daher gab es keinen speziellen „Zeitpunkt“ oder ein „Datum“ oder einen „Anreiz“. Die Idee kam spontan. Eigentlich war es keine Idee. Mir gingen am Dienstag einfach die Zigaretten aus. Ausserdem war ich dann zu faul „extra wegen Zigaretten“ um 18 Uhr aus dem Haus zu gehen – bei der Saukälte – und beim Volg über 8 Franken für eine Schachtel hinzulegen. Nein, jetzt starten wir ein Experiment: Wie lange halte ich es ohne Zigaretten aus? Und darüber schreiben wollte ich erst nach ein paar Tagen. Man weiss ja nie, ob man über „ein paar Stunden“ überhaupt hinaus kommt. 🙂

Der Aschenbecher ist leer seit 03.02.2015 exakt 18 Uhr

Der Aschenbecher ist leer seit 03.02.2015 exakt 18 Uhr

Tag 0: Dienstag – René „Facetime-t“ und „Teamview-t“ mit mir. Er richtet mir den neuen Laptop ein – installiert Software. Ich zünde mir eine Zigarette an. René meint „Rauchst noch? Hustest noch?“ Ich schaue den qualmenden Stengel an und grinse: „Ja, hab nur noch zwei! Dann probiere ich mal aus, ob ich es durchhalte.“ 18 Uhr – ich drücke die letzte Zigarette aus – Experiment Start.

Tag 1 bis Tag 3: An den ersten Tagen merke ich die „üblichen“ Anzeichen. Hibbeligkeit, Nervosität, schwer sich zu konzentrieren. Ich führe das auf die übliche Menge Kaffee zurück, die jetzt eben nicht mehr auf die übliche Menge Nikotin trifft. Ausserdem zeigen sich die üblichen Gewohnheitshürden: Nach dem Morgenkaffee, nach dem Mittag und erst recht nach dem Abendessen fehlt einfach „die verdiente Zigarette danach“. Die „Ersatzbefriedigung“ besteht aus „viel trinken“. Nein, nicht Bier, sondern Tee (ja wirklich) und Säfte. Immer ein Glaserl griffbereit. Auch so ein dämlicher „Heisshunger“ kommt immer abends. Aber seit Mam’s Therapieaufenthalt bin ich auch noch „Müesli-Fan“. Somit gebe ich mir ein Schüsserl Müesli, falls der kleine Hunger kommt.

Tag 4 – Samstag: Was tun, wenn „andere rauchen?“ und „Gefahrenstelle: traditionelle Party“. Die ersten 4 Tage sind überlebt – mehr oder weniger ohne besondere Komplikationen und Vorkommnisse. Allerdings steht am Samstagabend ein „Härtetest“ an – die 80sforever-Party. Dort hat es im Papiersaal einen Raucherraum und ich bin üblicherweise „Stammgast“ dort, weil man sich in dem Raum auch noch gemütlich unterhalten kann. Aber anders als befürchet, stellt auch das kein grosses Problem dar. Zuerst war ich mit Pat beim Plaudern im Raucherraum, dann mit Deniz sogar nach zwei Pils (also sozusagen „eingeschränkter Willensstärke) – no prob no Cigarette!

Tag 5 – Sonntag 18 Uhr: Irgendwie schaue ich immer so gegen 18 Uhr automatisch „auf die Uhr“. Ich hab ja keine am Arm, aber es gibt ja genug „um mich herum“. Diesmal bin ich in Muri beim Tanken und schaue beim Aussteigen auf die Uhr am Armaturenbrett. 120 Stunden geschafft. Beim Bezahlen an der Theke stelle ich fest, dass ich ja gar keine Zigaretten dazu kaufen muss. Praktisch!

Zur Gemütsverfassung? Seit Samstag (Tag 4) werde ich innerlich ruhiger. Die ansteigende Nervosität und Unruhe seit dem Nikotinentzug nimmt langsam ab. Besserer Schlaf? Kann ich noch nicht beurteilen. Gut geschlafen habe ich vorher schon. Aber die „Husterei“ abends und morgens nimmt ab. Besserer Appetit? Ja klar! Aber mit Obst und Müsli wird des scho werden. Ob ich es durchhalte? Keine Ahnung! Ist ja erst mal ein Experiment.


08.05.2013: More than Mode im X-Tra

8. Mai 2013

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23.03.2013 – Artikel in Nachtfilter.de – Factory-Revival-Party

24. März 2013

Thomas hat mir per Natel ein Bild vom Artikel über die 1. Factory-Revival-Party im Newport geschickt.

Factory Revival Party Nachtfilter

Die Originalbilder befinden sich im FB-Account unter „Alben“.


28.12.2012 Neulich im Stars Straubing oder „Bauer sucht Frau en gros“

30. Dezember 2012

Ich war schon ewig nicht mehr im Straubing. Damals gab es noch das „Roxy“ – einen Rockschuppen. Ab und zu fuhren wir dorthin, um mal wieder etwas anderes zu hören und zu sehen, um dann wieder im Regensburger „Factory“ einzukehren und zu verbleiben. „In Straubing! Da gibt’s gute Musik und viele Mädels! Die sind gaaanz anders!“ meinte Harry. Also fuhren wir hin zur Ü30er-Party. Anschauen kost‘ ja fast nix und Straubing ist auf der Autobahn ja nur ein paar Minuten weg.

Die Anfahrt war scho‘ mal recht lustig – Stichwort „Geschwindigkeits-Schilder-Wirrwarr“:

  • Bei Neutraubling darf man von 6 Uhr bis 22 Uhr nur 120 km/h fahren. Wir fuhren nach 22 Uhr – ergo „Volldampf“.
  • Bei Wörth darf man dann von 22 Uhr bis 6 Uhr nur 100 km/h fahren. „Volldampf“? Nein! ABS-Bremse!

Sinnvoll? Beide Zonen laufen an Wohngebieten vorbei. Sinnhaftig? Nein, dafür blitzen die Herren in Grün dort sicherlich gerne. Egal, Harry lotste mich durch Straubing und wir fanden einen gemütlichen Parkplatz auf der Strasse vor dem „Gäubodenpark“. Sehr schön. Dann raus aus dem Auto und ab in das Getümmel!

Originally uploaded by PeterPanCH „Karo-Hemd vs. BMI“

Doch vor dem Getümmel und der Besichtigung der regionalen weiblichen Rundungen, stand das Anstehen. „Ü30-Party“ im „Stars“. Und wir standen erst einmal an. Etwa 100 Leute standen an der Tür an bis am „Fresswagen“ vorbei zum Parkplatz. „Des gibt’s ja ned! Wollen die alle da rein? Saukalt ist es hier (0 Grad) und es zieht! Gibt’s hier keinen Kaffee?“ dachte ich. Egal, Harry schien das gewohnt zu sein und unterhielt sich derweil mit einem Bekannten, der dazu kam. Er hatte ein Karo-Holzfällerhemd an. Ok! Mich fror es und ich dachte an Zürcher Nightclubs. Wenn man da lange ansteht, dann geht man weiter zum nächsten Club oder besorgt sich derweil irgendwo einen gemütlichen Kaffee und wartet bis die Menschenschlange weg ist.

Aber es ging flott voran. Nach doch mal 15 Minuten waren wir an der Kasse – drinnen. Es ging noch eine Treppe hinauf und dann geht’s los. Nein, man steht an der Garderobe an. Ah, es hat zwei. Also zur zweiten Garderobe und Jacke abgeben. Ah, bezahlen Harry, bezahlen!

So, der Ausblick schweift über eine eigentlich ganz nett eingerichtete Grossraumdisko – mit Raucherterrasse. Sehr fein. Alles drängelt rechts an den von Herren mit Leuchtturmblick bestückten Bars rechts Richtung Tanzfläche. Auf dem Entenmarsch dorthin hört sich der Schallpegel eher an, als würden etwa 1000 (eben) Gänse gen Süden fliegen. Es schnattert aus allen Richtungen. Tja, man hat sich lange nicht gesehen und hat Lebensgeschichten zu erzählen. „Wow kummst her? Ah! Vo‘ Regen! Wie woar’s Weda? Sunnig? Mei schee!“ Erst ab Tanzfläche ist die Musik zu hören.

Vor mir ein Karo-Holzfällerhemd, welches den breiten Rücken eines frisch mit Odel de Cologne getränkten Aufreissers schmückt. Hinter mir spüre ich weibliche Weichteile paarig und stossdämpfend im Rücken. Sehr fein, hoffentlich bin ich bald Vorne! Oder soll ich gleich rechts abbiegen und zuerst mal auf der Raucherterrasse entspannen? Nein, keine Chance; denn der Gegenverkehr ist zu gross und dicht und es staut sich grad.

Wir „landen“ schliesslich am oberen Ende bei der VIP-Absperrung an einem Tisch bzw. ich bei der Treppe abwärts möglichst ganz links dem Dauerkreisverkehr ausweichend und Harry beim Tisch voll Mädels – er kennt sie, klar logisch. Harry kämpft sich durch die Massen und besorgt zwei Bier. „Basst scho, mercy“ denke ich und nicke – sprechen ist zwecklos – Sound zu laut.

Links von mir ist zentral und erhoben der DJ-Balkon angeordnet. Da stehen irgendwie 5 Leute (!) drauf und tun irgendwas. Ned schlecht! Was kann es zu tun geben? DJ legt Musik aus der Konserve (MP3) auf, LJ mischt das spärliche Licht aus ein paar verlorenen Gobos und LED-Strahlern, VJ legt die Reihenfolge der Werbefilme auf den ringförmig an der Decke angeordneten Grossbildschirmen fest. Und der Rest? Wachpersonal? Naja. „Check!“

Ich blicke nach rechts in den VIP-Bereich. Dort kann man sich – wenn man möchte – von der Masse abheben und einen einsamen Tisch jenseits des Trubels genehmigen. Doch warum haben die 3 Paar an den 3 Tischen nichts zu trinken? Personal überfordert oder nix geordert? Seltsam. Zwei der Männer tragen ein Karo-Holzfäller-Hemd. Ich denke mir „Schach!“ Was zum Running-Gag des Abends werden sollte.

Die Tanzfläche ist noch locker befüllt. „Soll ich jetzt mal kurz die Beine vertreten? Nein, beim nächsten Stück. Das aktuelle ist zu kommerziell“, denke ich. Und so ging es dann Stück für Stück, bis die Tanzfläche brechend voll war. Weil das Gedrängel an der Treppe zur Tanzfläche langsam ungemütlich wurde, wechselte ich die Seite von links der Treppe nach rechts vor einen kleinen Plastik-Weihnachtsbaum direkt vor dem VIP-Bereich. Die 3 Paare hatten immer noch nichts zu trinken.

Die Entscheidung zu wechseln war nicht so gut; denn offensichtlich war ich nicht der Einzige, der sich das erste Mal im „Stars“ eingefunden hatte; denn der Weg oberhalb endete im WC-Bereich – Sackgasse! Eigentlich ja nicht; denn man konnte durch den WC-Bereich direkt von einer Seite auf die andere gehen, aber am Damen-WC staute es sich und dadurch gab es einen Rückstau bis auf die Barecke. Ergo bahnte man sich einen anderen Weg durch die Menschenmassen die Treppe herunter – egal ob links, mitte oder rechts. Man war nur am Ausweichen.

Also suchte ich mir einen ruhigeren Beobachtungsplatz. An der gegenüberliegenden Treppe direkt bei einem Tisch. Dieser kanalisierte die Rundgänger und ich hatte sozusagen eine Tischbresche hinter mir. Perfekt. Neben mir stand eine Lady, welche ich aus dem Zap kannte. Als wieder ein Karo-Holzfäller-Hemd-Träger vorbei kam und es kamen viele, meinte ich nur „Schach“ zu ihr. Etwas verwirrt sah sie mich an, lachte dann aber herzlich, als ich sie aufklärte. Wer zuerst einen Karohemd-Träger sah, sagte zuerst „Schach“. Kamen zwei hintereinander wechselten wir uns ab: „Schach!“ „Matt!“.

Leider ging dann irgendwann das Bier aus. „Verdammt! Wie bekomme ich hier bloss ein Bier! Die Theken sind überlaufen und der Service überlastet!“ Ich liess es auf einen Versuch ankommen, scheiterte aber kläglich, da man keinen festen Stand an einer der Bars fand, weil laufend irgendjemand an einem vorbei wollte. Klassisch überfüllt. So schwamm ich mit der Masse mit und liess mich zur Raucherterrasse treiben. Gut, ein Raucher zu sein! Da hat man Platz und kann mal in Ruhe ohne Drängelei eine Zigarettenlänge entspannen. Wenn es noch eine Bar hier auf der Terrasse gäbe, dann müsste ich bis Badeschluss nicht mehr da rein. „Schach! Matt!“ dachte ich als ich an zwei Kollegen vorbei ging.

Kurz: Ich musste auch irgendwann mal wieder rein. Ich kämpfte mich auf der rechten Seite zum Ende der Bar durch. Die Servicedame räumte grad die Kühlschränke unter den Theken nach. Gibt’s da keinen, der das machen könnte. Die Ladies sollen doch verkaufen – ned räumen und nachfüllen. Egal. Ich bestelle ein Weissbier. Die Lady meint schulterzuckend und bemitleidenswert: „Keine Gläser!“ Ich fass‘ es nicht. Weissbiergläser sind aus! Na gut, dann ein lauwarmes frisch nachgefülltes Becks aus dem Thekenkühlschrank. 3 Euro? Mach drei-einhalb du armes Mädel. Der Serviceablauf stimmt bei dem Menschenandrang überhaupt nicht. Die Mädels sind jetzt schon fix und fertig und es ist noch nicht mal 1 Uhr! Wehe wenn da einer kommt und ne Runde Longdrinks oder gar Cocktails bestellt. Dann ist aber alles zu spät. Bestellung aufnehmen, Drinks mixen, abkassieren – alles eine Dame bei dem Andrang und einer 15 Meter langen Bar stehen 3 Mädels und das auf jeder Seite der Disko! Da wartest aber als Gast und „man“ könnte durchaus mehr „verdienen“.

Gut, zur Musik: Prinzipiell spielt man zur Ü30er-Party nur die Top-Hits aus dem jeweiligen Genre – davon etwa 3 Stück. Bei prall gefüllter Disko und Tanzfläche könnte man sich als DJ schon einmal erlauben ein paar gute Songs daneben zu spielen. Es hat ja genug davon. Beispiel „NDW“: Nena mit den Lufballons und Manjor Tom mit Peter Schilling. Sonst nix? Das war’s mit NDW? Beispiel Rockmusik: 5 Stücke am ganzen Abend mit AC/DC und Jon Bon Goofy (Absicht!), dann später noch U2 mit „Bloody Sunday“, was ja nicht unbedingt Richtung Rock einzuordnen ist. Es hat noch mehr! Aber Mainstream ist auch ok, wenn man einfach nur Plaudern will in der Disko. Etwas Anderes bleibt den meisten ja eh nicht übrig. Musik Richtung „Depeche Mode“? Fehlanzeige. Gut, vielleicht kennt man das ja auf dem Land nicht – ein echter Scherz! „Schach!“ Ich hab’s gesehen und das war’s dann auch.

Gegen 4 Uhr starteten wir nach einem wirklich guten Kaffee und entspannter Bedienung an der Kaffeebar am Eingang wieder gen Heimat und legten im Auto eine Kassette ein. In der Neuzeit reicht dazu eine „APP“ auf dem iFön. Und wir fuhren entspannt nach Hause lange diskutierend. That’s it „Stars“!

Stars  – Lounge und Disko – Straubing


Events in Zürich: 04.06.2011 – 80’s forever im Papiersaal Sihlcity Zürich

2. Juni 2011

Die 80’s Party mit den Videoclips – 80’s forever nimmt dich mit auf eine Zeitreise in die Welt der 80er Jahre, als Twix noch Raider hiess und man sich mit Blue Curacao den ersten Schwipps antrank. 80’s forever ist nicht einfach nur eine 80’s Party die sich damit zufrieden gibt, die immer gleichen 20 Mitgröhl-Hits, die man an jeder 80’s Party hört, auch noch zu spielen. Vielmehr haben die Macher den Anspruch, die Besucher an längst vergessene Songs zu erinnern oder den Musikliebhabern die Gelegenheit zu geben, Songperlen dieser Zeit nicht nur zu Hause, sondern im Rahmen einer Party zu hören und zu erleben.

80sForever_JUNI_2011[1]

DJ DZ & PETE-G spielen ausgewählte Stücke aus 10 Jahren New Wave, Pop, New Romantic, Rock und Neuer Deutscher Welle und wie immer zu jedem Song den original Videoclip!

Ort: Papiersaal Sihlcity
Beginn: 22 Uhr
Eintritt: 20 CHF


21.05.2011 – Joy Division – A Tribute to.. Ian Curtis (Die Bilder)

23. Mai 2011

Gut, die Musik muss man mögen. Es ist alles etwas dunkler – auch die Location im Papiersaal war etwas dürftig ausgeleuchtet. Daher gestaltete sich das fotografieren etwas schwierig. Schliesslich schiesse ich die Bilder ausschliesslich ohne Blitzeinsatz, um die Stimmung nicht zu „killen“. Also ISO rauf, lichtempfindliches Objektiv aufschrauben und mit ruhigem eiskalten Händchen beim Abdrücken arbeiten. Aber ein paar wenige Schnappschüsse sind es dennoch geworden.




Sämtliche Bilder – wie immer – auf dem Server zur Ansicht


02.10.2010 – 80’s-forever-Party im Papiersaal – Die Bilder

3. Oktober 2010

Die zweite Party nach der Winterpause. Mike und ich fuhren diesmal etwas früher ins Sihlcity. Wir bekamen sofort einen Parkplatz. Es war für den Herbst noch angenehm um 23 Uhr. Und es wurde noch besser. Die Party war schon recht gut besucht und es entwickelte sich ein angenehmer Abend bei guter Musik mit guten Freunden. Es gab viel zu plaudern und sogar auf der Tanzfläche entdeckte man uns das ein oder andere Mal. Hier also die Bilder zur „80’s-Forever-Party“ Oktober 2010.


Sämtliche Bilder – fast 80 Stück – findet man auf dem Server.


18.09.2010 – „Twist & Shout“-Party im Papiersaal Zürich – Die Bilder

19. September 2010

DJ Pete und Astrid organisierten an diesem Samstag Abend zum ersten Mal nach den bereits legendären „80sforever“-Parties im Papiersaal eine weitere Partyreihe in der selben Location. Diesmal ging es mit der musikalischen Zeitmaschine noch zwei Jahrzehnte zurück: Back to the 60ies unter dem Motto „Twist & Shout“.

Twist & Shout Papiersaal Zürich

Obwohl diese Musik nicht direkt zu unseren Favoriten in den eigenen Playlists zählt, steuerten wir gegen 23 Uhr zielgerichtet das Sihlcity an und tauchten in das liebevoll hergerichtete Ambiente der Zeit unserer Geburt ein. Schon beim Betreten des Saals fühlte man sich zurück versetzt in das Zeitalter des behüteten Ausgangs und des Autokinos unserer Eltern.

Twist & Shout Papiersaal Zürich
Twist & Shout Papiersaal Zürich

Good Things come Back. Viele Songs hörte man nicht zum ersten Mal; denn diese wurden im Laufe der Jahrzehnte zig Mal gecovert und sind keine Neukompositionen der heutigen Zeit, auch wenn man dies glauben könnte. DJ Re-Pete und sein Kollege legten echtes Venyl auf den Plattenteller, was in der heutigen Zeit der MP3-Konserven wirklich nicht mehr üblich ist. Auf den Videowänden liefen dazu Videos in Schwarz/Weiss und vervollständigten das Gesamtambiente.

Twist & Shout Papiersaal Zürich

Etwa die Hälfte der Besucher hatte sich themenorientiert eingekleidet und erfreute sich an der ausgewogenen Mischung aus Musik aus lang vergangener Zeit und auf Zelluloid gebanntes Bildmaterial, wo es noch nicht so auf Choreografie und elektronische Schnitttechnik ankam, sondern wirklich auf die Stimme und den Sound. Man konnte sich vorstellen, welchen Aufwand es damals bedeutete mit höchstens 4-spurigen rotierenden Tonbändern bei der Aufzeichnung zu arbeiten – oftmals musste alles auf Anhieb passen – und es stimmte.

Twist & Shout Papiersaal Zürich

Es ist schwierig das Fotomaterial zu selektieren bei solchen Events, weil die Eindrücke bei jedem Foto überwiegen. Somit ersparte ich mir diesmal die exzessive Filterung und überlasse es Euch „die Besten“ Fotos zu finden. Da ich lieber ohne Blitz arbeite, weil ich der Meinung bin, dass der Blitz die Stimmung zerstört, stehen Euch ganze Fotoreihen von Einstellungen zur Verfügung. So findet man auch wenig gestellte Bilder, sondern Momentaufnahmen aus dem Geschehen. Viel Spass!

Die Bilder von der „Twist & Shout“-Party (über 150 Stück)

„Twist & Shout“ auf Facebook


15.08.2010 – Streetparade 2010 in Zürich – Die Bilder

15. August 2010

Wie jedes Jahr fuhren Mike und ich am Samstag 14.08.2010 nach Zürich zur Streetparade. Wir nahmen den Bus und dann die Tram bis Stadelhofen – die Digital-Kamera im leichten Handgepäck – schliesslich wollte ich wieder ein paar Bilder schiessen. Anschliessend schlenderten wir gemütlich hinter dem Opernhaus herum zum Utoquai, um unseren Standardaussichtspunkt „einzunehmen“. Gegen 14:20 Uhr startete das erste Lovemobile und der Dance- and Trance-Wurm der Lovemobiles schlängelte sich langsam um das Seebecken.

Gegen 16 Uhr gesellte sich Ivo dazu und wir hatten Spass ein wenig zu tanzen und das Partyvolk zu beobachten – und ich schoss meine Fotos. Während gegenüber im Hotel Du Lac die Prominenz ihren Champagner genoss und mit den Juwelen applaudierte, ging auf der Strasse die Post ab. Das Wetter hielt bis etwa 18 Uhr. Dann begann es leicht zu regnen und es kam ein relativ kalter Wind auf. Wir entschlossen uns deshalb eine Pause einzulegen und gingen ins Cafe bei der Oper.

Da es nicht aufhörte zu regnen beschlossen wir die Party abzubrechen und nach Hause zu fahren. So waren wir bereits um 20 Uhr ausgenommen früh wieder zu Hause. Hier meine Bilder von der Streetparade 2010. In den nächsten Tagen folgen sicherlich noch die Bilder von Mike. Er hatte sich mehr auf das Filmen konzentriert – ich schoss die Bilder.