20.12.2009 – Weichnachtsdekoration der ganz anderen Art: „Blumenpflänzchen im Reagenzglas“

20. Dezember 2009

Nach dem Schmücken der Weihnachtspalme befasste ich mich mit der zweiten Weichnachtsdekoration. Blumen im Reagenzglas kennen vielleicht einige vom VW Beatle. Dieser hat so ein Gläschen in der Mitte der Konsole. Da ich aber wie bereits erwähnt keine abgeschnittenen Pflanzen mag, besorgte ich mir lebende kleine Blumenpflanzen vom Bauhaus. Ein paar Zwergrosen, ein paar Grünpflanzen und ein paar Mini-Weihnachtssterne. Die Reagenzgläser fand ich ebenso diese Woche zufällig im OBI Baumark in St. Gallen in verschiedenen Grössen bis 15 Zentimeter. Im Bauhaus fand ich auch die weiteren Utensilien; denn ich wollte die Reagenzgläser aufhängen. Hierfür benötigte ich Angelnylon und sog. „Vorhanggleiter“.

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Zuerst widmete ich mich den Pflanzen; denn deren Wurzeln mussten restlos von der Erde befreit werden. Dies geschah unter fliessendem Wasser über einer kleinen Wanne. Dann mass ich die gewünschte Länge für die Aufhängung der Gläser ab und schnitt die Angelschnur auf die entsprechende Länge.

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Die grossen Reagenzgläser verfügen über zwei Löcher. Somit war die Befestigung recht einfach. Die Schnur nur noch durch die Vorhanggleiter fädeln und fertig. Das „Schwierigste“ an der Sache war die Preisetiketten zu lösen. Aber in einem gut sortierten Brothers-Haushalt hat man immer einen Fön und ein Fläschchen Aceton zur Hand.

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Die mittleren und kleineren Reagenzgläser besassen keine Löcher. Also musste ich mir was einfallen lassen. Kleben fiel weg. Da die Gläser oben eine kleine Wulst besitzen, band ich an jedem Ende eine Schlaufe und schon war die Sache erledigt.

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Nun ging es ans Aufhängen der Weihnachtsdekoration, die Reagenzgläser mit Wasser füllen und die „gewaschenen“ Wurzeln mit den Blumen daran hineinpflanzen.

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Eigentlich war geplant die acht Gläser nur vor dem grossen Ostfenster zu drapieren. Aber ich verteilte sie gleichmässig vor dem grossen Fenster und vor dem Küchenfenster. Die restlichen Blumen pflanzte ich in den grossen Blumentopf der Weihnachtspalme ein.

Update (23.11.2010):

Die Reagenzgläser hängen immer noch an den beiden Scheiben und den Pflanzen geht es sehr gut.

Tipp: Um a) keine Algen zu bekommen und b) abgestorbene Pflanzen- und Wurzelteile zu vernichten, eignen sich Blasenschnecken. Die bekommst Du in jedem Aquaristik-Shop (teils umsonst).

Bei mir ist in jedem Glas mindestens eine Blasenschnecke aus den Aquarien drin. Die Putzen das Glas von Innen und bedienen sich an den abgestorbenen Wurzeln und Blättern. Der Kot düngt das Wasser und lässt die Pflanzen ungehindert wachsen.


24.11.2009 – Aquarium und Experimente oder „Seemandelbaum heisst eigentlich Rentierohrenbaum“

25. November 2009

Da ich denke, dass die Tonkugeln (übrigens nur getrocknet nach Rezept) eigentlich dazu da sind, dass das Blaukorn als Kern nicht zu schnell in den Auflösungszustand übergeht – ich momentan nicht über Ton verfüge (lässt sich aber ändern) – überlegte ich kurz, wo eigentlich die „Gittertöpfchen“ abgeblieben sind, welche beim Pflanzenkauf ab und zu dabei sind.

Ich sah in der „Garten-Lager-Laube“ nach und fand diese – ausnahmsweise – sofort. Auch das Blaukorn und den Grassamen. Letztern benötigte ich nicht für das Experiment, sondern dazu das „Loch“ im Rasen gleich etwas anzusäen, welches die Palme dort hinterlassen hatte. Auch wenn es nicht mehr so warm ist, bei Temperaturen um 10 Grad und Schneefreiheit sollten die Samen noch spriessen.

Aus dem Blaukornbeutel entnahm ich etwa 20 winzige Körnchen in eine der „Zierfische – Umsiedelungs- und Angewöhnungsbecher“. Die Plastikgittertöpfchen tauchte ich ins „Greengras“ und ins „ThaiRiver“, um etwas Sand-/Kies-Sediment zu entnehmen. Dann schnappte ich mir die frisch gekauften Pflänzchen, welche noch in Steinwolle verpackt in Tontöpfen auf die zukünftige Verwendung warteten.

Vorsichtig befreite ich die Pflanzen aus den Tontöpfchen und entfernte die Steinwolle möglichst ohne die feinen Wurzeln zu beschädigen. Dann füllte ich die Plastikgittertöpfchen halb mit dem Sand-Kiesgemisch, bohrte in der Mitte mit dem Zeigefinger ein Loch, liess ein paar Blaukornkugeln hineinfallen (nicht mehr wie 3-5, sind wirklich winzig), deckte diese wieder mit Sand-Kies ab und setzte die Pflanzenstengel vorsichtig ein. Anschliessend deckte ich diese mit Sand-Kies ab. Das alles passierte in einer flachen Plastikschüssel am Wohnzimmerfussboden (geheizt).

Zum Schluss setzte ich die Pflanzen in den Plastikgittertöpfchen vorsichtig in die beiden Becken und füllte diese noch rundherum mit Sediment auf.

Warum die ganze Arbeit? Nun sind nur zwei Pflanzenbündel im „ThaiRiver“ und eine im „GreenGras“ mit den Blaukornkügelchen „geimpft“. Laut dem bisher im www Gelesenem sollen die geimpften schneller Wurzeln treiben, als die nicht „geimpften“ Genossen. Dank der „Plastikgittertöpfchen“ kann ich nach einer gewissen Zeit (noch keine Ahnung wann) den gesamten Pflanzenverband vorischtig herausziehen – die Pflanzen können aber trotzdem Wurzeln treiben. So macht man das übrigens auch in der freien (Kleingarten-)Natur z.B. mit Erdbeerstauden.

Da ich noch eines der Plastikgittertöpfchen übrig hatte, nahm ich mir noch eine ander Stengelpflanze vor, die mir bisher etwas Sorgen machte. Von etwa 10 Stengeln, schlugen bisher nur zwei feine Wurzeln aus, die Blätter der restlichen wurden glasig und von unten her gelblich. Also entnahm ich diese aus dem „ThaiRiver“, brach den gelblichen Teil von unten her ab und setzte die verbliebenen Stengel in das ebenso präparierte Gittertöpfchen.

Mal sehen, wie sich die Pflanzen – und die Fische – entwickeln. Welche Veränderungen sich einstellen oder ob alles beim „Alten“ bleibt.

Wer die Webcam betrachtet, wird sich wundern, warum seit einer Woche „Seerosen“ im „ThaiRiver“ zu sehen sind. Diese setzte ich zur Überwinterung aus dem „TerraCottaFishTank“ (auf der Terrasse) um, da ich dieses entleerte. Die EndlerGuppys siedeln sich momentan im „AquaEl“ an.

Seemandelbaumblätter heissen in Thailand „Rentierohrenbaumblätter“. Unlängst hielt ich mich wieder ein paar Wochen in Thailand auf und auf dem Chatuchak-Markt kaufte ich ein paar Beutel (für 10 Baht). Ich wunderte mich, warum man auf dem riesigen Markt nur so wenig Läden mit diesen Blättern fand.

Tja, die Rentierohrenbäume wachsen eigentlich überall – ich hatte diese bisher nur nicht erkannt. Meine Partnerin zeigte mir dann auch noch, dass diese Rentierohrenbäume zur „Fortpflanzung“ Nüsse fallen lassen. Und von diesen nahm ich auch ein paar mit – allerdings direkt unter einem der vielen Bäume.

Die Pflanze ich übrigens demnächst ein, um zu sehen, ob die Rentierohrenbaumnüsse austreiben. Dazu brauch ich aber noch etwas Sand, da der Boden offensichtlich locker sein muss.

Warum die Seemandelbaumblätter eigentlich Rentierohrenblätter heissen? Man nehme zwei Stück davon und halte sie dem Gegenüber rechts und links an den Kopf. Es fehlt nur noch eine rote Nase. Die Ähnlichkeit mit Rudolph ist wirklich verblüffend!

(geschrieben in einem Post im Schweizer Aquarien-Forum)


20.08.2008 – „ThaiRiver: Paradiesische Paarung“ und „Nikon D80 Kit als Schnäppchen“

21. August 2008

Seit Monaten überlege ich und wäge ab. „Was für eine DSLR kaufe ich mir?“ Ich vergleiche Leistungsdaten von verschiedenen Spiegelreflex-Kameras, befrage Kollegen und Freunde, die schon eine besitzen, schliesslich bin ich hin- und hergerissen. Das nervt! Klar, Wolfgang – der Sportfotograf und Sportreporter von der Insel – steht klar auf Nikon. Auch Detlef meint, wenn schon – denn schon. Langsam muss diese Unentschlossenheit ein Ende haben.

Somit polte ich mich langsam auf die Marke Nikon und das Modell „D60“ ein. Laut Detlef die ideale DSLR Einsteiger Kamera. Heute gab mir Detlef den entscheidenden Tipp: „Fahr‘ doch mal zum MediaMarkt nach Dietikon und nehme die Kamera mal in die Hand!“. Somit fuhr ich nach der Arbeit in den Elektronik- und Multimedia-Tempel. Vorher nahm ich von der Bank meines Vertrauens noch das nötige Kleingeld mit. Eigentlich für einen ganz anderen Zweck. Aber unverhofft kommt ja oft.

Und so kam es. Nur wenige Kauflustige schlenderten mal zielstrebig, mal planlos, durch die prall gefüllten und bunt beworbenen Regalreihen. „Aha! Wieder einmal umdekoriert!“ dachte ich und wanderte durch den riesigen Laden und fand das Regal mit den endlos aufgereihten hochtechnisierten digitalen Wunderwerken. Kurz dachte ich daran, was ich wohl jetzt machen würde, wenn ich das Objekt meiner Begierde wohl noch nicht kennen würde. Verwirrung total!

Gleich am Kopf des Regals stand eine Palette mit den Nikon D60 Kits. Spezial-Angebot fast für ein Butterbrot mit Ei!. Aber ich schaute mir trotzdem die Digitalkamera noch einmal direkt an, nahm diese in die Hand. Aber leider fehlte der Akku. Ich konnte nicht testen. Direkt neben dem D60 Modell lag die D80. Aus welchem Grund auch immer: Die D80 gefiel mir von den „Features“ besser. Beiläufig blickte ich auf das Preisschild. „Wie nur 999 Stutz?“. Das kann doch was nicht stimmen? Und der Preis galt zusammen mit dem Objektiv „Nikon DX AF-S 18-135mm“. Ich überlegte: „Irgendwie hast Du doch einen Preis von über 1200 Franken im Kopf?“

Ich war wieder verunsichert. Sollte ich das D60er-Kit mit zwei Akkus, Blitz und Tasche nehmen? Oder doch gleich das komfortablere Modell? Ist bei der D80 ein minderwertigeres Objektiv dabei? Kann auch nicht sein. Die Kits werden ja überall gleich angeboten. Nur warum ist das D80 Kit nur so günstig? Ich verliess den Markt und ging zum Auto zurück. Dort hatte ich mein Mobiltelefon gelassen. Dann rief ich Mike an. Er müsste noch in der Arbeit sein – war er auch. Ich bat ihn auf die Website meines „local Dealers“ zu gehen und mir den dort genannten Preis für das gleiche Set zu geben.

Tatsächlich! Das D80er-Set kostet bei meinem „Local Dealer“ tatsächlich über 1200 Franken! Ich liess mir von Mike die genaue Bezeichnung des Objektivs geben. Es war genau das selbe! Gut, dass ich vorher auf der Bank war. Somit stand die Entscheidung fest. Für den Preis, den sonst das D60er-Kit gekostet hätte, nahm ich somit das D80er-Kit mit! Gut, ich legte noch etwas drauf. Aber für unter 1000 Stutz eine D80 mit AF-S-Objektiv ist schon ein geniales Schnäppchen. Zumindest meiner Meinung nach.

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Leider akzeptiert „MediaMarkt“ keine Kreditkarten. Somit fiel der Kauf einer neuen SD-Karte mit mehr Speicher flach. Ich hatte genau den passenden Betrag dabei und bekam sogar noch einen „symbolischen“ Franken zurück. Dann fuhr ich schnurstracks nach Hause – das gute Stück neben mir auf dem Beifahrersitz liegend.

Zu Hause angekommen packte ich das neue Schmuckstück – auf das ich so lange Warten musste (selber schuld) – aus und baute die Kamera mit der wirklich hilfreichen Schnellanleitung zusammen. Nach der ersten Hürde den Gurt richtig einzufädeln kam die grössere Hürde: Der Akku musste geladen werden. Das dauerte etwa 2 Stunden.

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Währenddessen vertrieb ich mir die Zeit indem ich mich um die Pflanzen und die Aquarien kümmerte. Schliesslich brachte der Regen der letzten Tage frisches Wasser für Flora und Fauna mit sich. Ich füllte das verdunstete Wasser in den Aquarien auf und wässerte meine Orchideen sowie die sich prächtig entwickelnden Frangipani. Dann sah ich nach, wie es dem Nest des Paradiesfisch-Männchens geht. Ob da wohl schon Nachwuchs zu pflegen ist?

Überrascht stellte ich fest, dass unter dem Schaumnest nicht nur das Männchen weilte! Bisher vertrieb er alle Paradieser und Paradieserinnen sofort aus der Nähe seines Prachtbaus. Und was ist nun los? Mit zusammengefalteter Schwanzflosse tümpelte ein Mädel neben ihm. Fast in Zeitlupe umschwamm sie ihn. Kam ein anderer Paradiesfisch in die Nähe des Nestes, so schwamm sie wie der Blitz sofort los und vertrieb den Reviereindringling.

Aha! Da haben sich zwei gefunden. Als beide wieder einmal unter dem Nest waren, umschlangen sich beide. „Die Paaren sich ja!“ schoss es mir durch den Kopf. In den Kopulationspausen baute er im Sekundentakt am Nest weiter indem er Luftblasen unter das Nest schob und sie vertrieb sich die Zeit mit dem Vertreiben von Artgenossen aus dem Revier um das Schaumnest im vorderen Eck.

Endlich blinkte die Ladeanzeige des Akkus nicht mehr. Ich schob den Akku in die D80 und lud den Speicherschacht mit der SD-Karte aus meiner Kompakt-DigiCam. Dann schob ich eine Gartenstuhlpolster vor dem Aquarium zurecht und legte mich mit der Nikon im Anschlag auf die Lauer. Ich musste nicht lange Warten bis die beiden Paradiesfische wieder „Lust“ hatten. Er umschlang sie, beide drehten sich auf den Rücken, erstarrten und sanken langsam vom Nest weg. Zwischendurch drückte ich ein paar Mal ab.

So entstanden die ersten Bilder mit meiner neuen Spiegelreflexkamera. Somit habe ich heute gleich zwei Mal Glück gehabt: Das Nikon-D80-Schnäppchen und eventuell bald paradiesischer Nachwuchs! Drückt mir die Daumen! In zwei Tagen wird es sich zeigen.

  • 17.05.2008 – „Local River“ oder „Anregungen für Einrichtungsideen“
  • 18.06.2008 – „ThaiRiver Experimentalphase“ mit „Möbelhund“ und „Was ist bitte eine Fishloft“?
  • 07.07.2008 – „ThaiRiver – Ein etwas anderes Aquarium“ – Die Story beginnt
  • 09.07.2008 – „ThaiRiver – Ein etwas anderes Aquarium“ – Die erst Bepflanzung
  • 13.07.2008 – „ThaiRiver – Ein etwas anderes Aquarium“ – Während der Einlaufzeit genug zu erzählen
  • 14.07.2008 – „ThaiRiver – Ein etwas anderes Aquarium“ – Paradiesfische und Kampffische ziehen ein
  • 16.07.2008 – „ThaiRiver – Ein etwas anderes Aquarium“ – Aktueller Stand
  • 20.07.2008 – „ThaiRiver – Ein etwas anderes Aquarium“ – Fundstück: Das Säulenaquarium
  • 23.07.2008 – „ThaiRiver – Ein etwas anderes Aquarium“ – Webcam online
  • 13.08.2008 – Projekt „GreenGras“ und „BambusBecken“
  • Bilder zu „Thairiver – The Story“ auf Picasa
  • Forum bei Aquarium.ch

  • 13.08.2008 – Projekt „GreenGras“ und „BambusBecken“

    13. August 2008

    Grad hab ich meinen Blog und die Bilder gecheckt. Das Projekt „GreenGras“ ist noch gar nicht online beschrieben. Dann fiel mir ein, dass dieses Becken lange Zeit nur mit dem Rest Sand/Kies und mit etwas Wasser samt Wasserflöhe gefüllt war. 

    Dann fuhr ich ja irgendwann vor Wochen nach Radolfszell, fand per Zufall das „Säulenaquarium“ und kaufte ein paar Wasserpflanzen im Toom-Baumarkt. So fanden einige Pflanzen ihren Weg in das noch leere Becken.

    Der Name „GreenGras“ kommt von einer Pflanze mit dem Namen „Phalaris Arundinacea“ (Rohrglanzgras) aus dem Toom-Baumarkt. Ich weiss nicht, ob es ein Schilfgras, eine Bambusart oder sonst ein Gras ist. Sie gefiel mir einfach.

    Das Projekt „GreenGras“ steht nun an der Stelle, an der zuerst das „BambusBecken“ stand. Steht ist gut, sämtliche Rechteckbecken „rollen“ auf Möbelhunden. Das ist äusserst praktisch beim Putzen 0  „Mann“ denkt ja eben praktisch.

    Auf dem Elefantenhocker links steht eines der Ursachen für meine Aquarieninfektion. Darin befanden sich die ersten im IKEA gekauften Wasserpflanzen. Mittlerweile befindet sich darin eine Zwergseerose und ein paar Stengelpflanzen nebst Moos und „Schwimmfarn“. Dazu ein paar Blasenschnecken und kleine Apfelschnecken. Das Becken „läuft“ ohne jegliche Technik. Ich fülle nur ab und zu Wasser nach.

    Im Windlicht rechts befanden sich dereinst die Garnelen und der komische blaue Kies. Durch eine Gurkenscheibenfütterung sind mir über Nacht viele Garnelen eingegangen. Das Wasser war gekippt. Die restlichen Garnelen etwa 5 Stück tummeln sich nun im Aussenbecken und fühlen sich wohl. Im Windlicht steht nun eine Orchidee.

    Im „GreenGras“ schwimmt mein hübsches blaues Kampffischmännchen mit noch einem Neon. Ursprünglich waren es mal 7 Stück. Doch die verschwanden nach und nach auf seltsame Weise. Nicht mal ein Flossenstück blieb bei den Teleportationen übrig. Die Katze kann nicht ran, da sie nur dann in die Wohnung darf, wenn wir auch da sind. Und mittlerweile schleicht sie auch nicht mehr jeden Tag in der Wohnung herum. Ob der Kampffisch sich ab und zu vergreift? Diese Fälle werden wohl immer ungeklärt bleiben.

    Das „Bambusbecken“ steht nun links von mir. Den Namen bekam es von den beiden Bambusstecklingen, welche ich dereinst bei IKEA kaufte.

    Von den zwei Zyperngraspflanzen (Kaufland Regensburg EKZ Arcaden) hat nur eine die Verpflanzung ins „BambusBecken“ überlebt. Vor dem Einpflanzen spülte ich möglichst die gesamte Pflanzenerde ab und kurzte die Wurzeln auf 1/3. Die übrig gebliebene Zyperngraspflanze entwickelt sich langsam aber zufriedenstellend – erkennbar an den frischen grünen Trieben Unterwasser.

    Von der Pflanze links im „Bambusbecken“ kenne ich den Namen nicht, da leider das Schild beim Kauf im Toom-Baumarkt Radolfszell fehlte. Es befinden sich sonst nur noch ein paar Turmdeckelschnecken und 6 kleinere gelbe Apfelschnecken darin. Gestern entdeckte ich einige ganz kleine Turmdeckelschnecken – die kommen aber nur bei einbrechender Dunkelheit heraus. Fische sind noch keine im „BambusBecken“.

    Die Apfelschnecken räumen das „Bambusbecken“ so richtig auf. Sie fressen abgestorbene Pflanzenteile – Blätter und Wurzeln. Eine Algenplage hatte ich bisher weder im „BambusBecken“ noch im „GreenGras“. Das Wasser ist kristallklar.

    Beide kleinen Becken stehen im Halbschatten. Das „Bambusbecken“ ist durch den Schiebevorhang vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt. Das „GreenGras“ steht zwar vor dem grossen Ostseitenfenster, jedoch entscheide ich täglich, ob die Jalousie oben (Himmel bedeckt) oder eben auf Mittelstellung bei Sonnenschein eingestellt wird.

  • 23.07.2008 – „ThaiRiver – Ein etwas anderes Aquarium“ – Webcam online
  • 17.05.2008 – „Local River“ oder „Anregungen für Einrichtungsideen“
  • 18.06.2008 – „ThaiRiver Experimentalphase“ mit „Möbelhund“ und „Was ist bitte eine Fishloft“?
  • 07.07.2008 – „ThaiRiver – Ein etwas anderes Aquarium“ – Die Story beginnt
  • 09.07.2008 – „ThaiRiver – Ein etwas anderes Aquarium“ – Die erst Bepflanzung
  • 13.07.2008 – „ThaiRiver – Ein etwas anderes Aquarium“ – Während der Einlaufzeit genug zu erzählen
  • 14.07.2008 – „ThaiRiver – Ein etwas anderes Aquarium“ – Paradiesfische und Kampffische ziehen ein
  • 16.07.2008 – „ThaiRiver – Ein etwas anderes Aquarium“ – Aktueller Stand
  • 20.07.2008 – „ThaiRiver – Ein etwas anderes Aquarium“ – Fundstück: Das Säulenaquarium
  • Bilder zu „Thairiver – The Story“ auf Picasa
  • Forum bei Aquarium.ch

  • 23.07.2008 – „ThaiRiver – Ein etwas anderes Aquarium“ – Webcam online

    24. Juli 2008

    Heute brachte mir Christian eine AXIS 205 Webcam zum Ausprobieren. Diese integrierte ich am Abend in unser Heimnetzwerk. Nachdem endlich der Netzwerkrouter konfiguriert war, ging soeben das Projekt „ThaiRiver“ online!

    FishCam

    Livebild:

    So wie es aussieht, hat einer der Paradiesfische männlicherseits ein Schaumnest um eine Muschelblume gebaut. Er bewacht es und verscheucht sämtliche anderen „Paradieser“. Ob es bald Nachwuchs gibt? Schau-mer-amal.

    Nun könnt ihr Euch live in die Unterwasserwelt einloggen.

    Viel Spass!

    Links zum Thema:


    20.07.2008 – „ThaiRiver – Ein etwas anderes Aquarium“ – Fundstück: Das Säulenaquarium

    20. Juli 2008

    Am Freitag startete ich über das Wochenende zu einem kleinen Ausflug beruflichsbedingt in das angrenzende Ausland: Dütschland. Kurz hinter der Grenze stiess ich während der Anfahrt auf einen „OBI-Baumarkt“. Ein Schild an der Hauptstrasse wiess mir den Weg zum Heimwerker-Paradies und so legte ich einen Kurzstopp ein. Schnurstracks ging ich durch die Regale zum Aussenbereich. Dort fand ich was ich suchte: Wasserpflanzen!

    Ich verglich die Preise im Vergleich zu Schweizer Markten und staunte nicht schlecht. Seerosen kosten grad Mal 13 Euro. So suchte ich ein Transportgefäss und fand sofort um die Ecke in der nächsten Abteilung „OBI-Eimer“ für einen Euro – ich nahm gleich drei Stück davon und schnappte mir zwei Seerosen (Nymphaea ‚Pygmaea Helvola‘ und ‚Attraction‚), eine ‚Iris Pseudacorus‘, eine ‚Thailia Dealbata‘, ‚Phalaris Arundinacea‘, eine ‚Myriophyllum Aquaticum‘ und noch eine Pflanze, die kein Namensschild trug. Letztere kosteten pro Töpfchen zwischen 3 und 4 Euro. Insgesamt ein wirkliches Schnäppchen.

    Dann fragte ich eine der Verkäuferinnen, ob es einen Aquaristikbereich geben würde. Sie meinte, dass es diese nur in grösseren Märkten hätte. Das hier ist ein „kleiner Markt“? Dafür bekam ich einen Tipp: Am Kreisel in Konstanz hätte es einen Spezialisten „Aquaristik-Pascal„. Da ich bis zum vereinbarten Termin noch „massig“ Zeit hatte, fuhr ich zum genannten Kreisverkehr und bog rechts ab. Nach der AGIP-Tankstelle sah ich das Werbeschild von „Aquaristik-Pascal“ an der Wand und parkte.




    Ich betrat den Laden und an der Theke sah ich was ich eigentlich gar nicht suchte, nicht zu finden hoffte, aber fand: Ein Säulenaquarium. Allerdings befüllt mit Wasser, Pumpe, Wurzel, Pflanzen, Zwerggarnelen und darauf eine Klemmleuchte. Dieses ausgefallene Aquarium gefiel mir bei meinem Besuch bei Jolanda schon extrem gut – bei Ihr steht genau so eines auf der Küchenanrichte. Der Kollege hinter der Theke sah mich und meinte „Kann ich Dir helfen?“. Darauf antwortete ich: „Bitte dieses Aquarium einpacken und den Preis abmachen!“. Der „Kollege“ war der Chef ‚Pascal‘ höchst selbst, wie sich bei einem angebotenen Kaffee herausstellte.

    Nachdem Pascal und ich uns über den Preis einigten und er mir einen weiteren Kaffee ausgab, entleerte er das Becken; denn ursprünglich wollte ich ja nur das Glas selbst. Nahm dann aber die Wurzel und die Leuchte zusätzlich mit (gesamt 78 Euro). Ich entschloss mich dann noch eine weitere grosse Wurzel für mein „ThaiRiver“-Becken mitzunehmen (20 Euro). Anschliessend nahm das Säulenaquarium auf dem Beifahrersitz des Leihwagens angeschnallt Platz und ich setzte meine Reise zum „Zielort“ Radolfszell fort. Das Wochenende hatte sich für mich bereits am Freitag Nachmittag gelohnt.

    Am Sonntag Nachmittag traf ich dann schliesslich mit meiner Fracht wieder zu Hause ein. Von Osten näherten sich zwar dunkle Gewitterwolken, aber ich bereitete sofort die Pflanzen eine nach der anderen zur Umsiedlung vor. Aber zuerst reinigte ich das Säulenaquarium und mit Mike suchte ich einen passenden Standplatz aus. Mike kaufte am Samstag bei IKEA einen Beistelltisch und so war der Standort bald ausgewählt.

    Dann nahm ich mir die Pflanzen vor, befreite diese weitgehend vom „Substrat“ und versetzte diese eine nach der anderen in bestehende („ThaiRiver“ und „BambusBecken“) Aquarien. Nun muss das neue Säulenaquarium noch gut einlaufen. So habe ich genug Zeit mir Gedanken zu machen für welchen Besatz ich mich entscheide.

    Links zum Thema:


    16.07.2008 – „ThaiRiver – Ein etwas anderes Aquarium“ – Aktueller Stand

    17. Juli 2008

    Heute fuhr ich nach einem Meeting in Dübendorf noch ins Glattcenter. Dort suchte ich den Qualipet kurz vor Ladenschluss auf. Ich sah mir die Aquarien an und besichtigte die Neuzugänge. An der Kasse bat ich eine der Damen mir eine Portion Wasserflöhe herzurichten.

    Währenddessen schlenderte ich durch die Regale und fand einen kleinen Aussenfilter „Flow200“. Diesen Filter sah ich schon an sog. „Cocoon Aquarien“ hängen. Wenn der Ansaugrüssel lang genug ist und die Pumpleistung reicht, dann könnte ich diesen für das „BambusBecken“ nehmen? Es stand kein Preis im Regal – nur für die kleineren. So nahm ich die Schachtel und die Dame zog das Teil über den Scanner. Ergebnis: 29 Franken. Zum Ausprobieren ein angemessener Preis.

    Ich bezahlte die Wasserflöhe (3,50 CHF) und den „Flow200“ und schlenderte in die Tiefgarage zurück. Mein Navi teilte mir mit, dass es auf der Nordumfahrung staute. Deshalb entschloss ich mich durch die Stadt über die Hardbrücke zu fahren. Gegen 20 Uhr traf ich zu Hause ein. Zuerst baute ich den neuen Aussenfilter zusammen – die Montageanleitung fand ich hinterher. Dann probierte ich das Teil aus. Ich musste den Wasserspiegel nur um einen Zentimeter anheben und schon saugte der Filter das Wasser an und lief über die breite Lippe zurück ins Becken.

    Anschliessend widmete ich mich den Wasserflöhen. Einen Teil des Beutelinhaltes entleerte ich in das „selbst drehende Aussenbecken“. Die andere Hälfte schüttete ich in das noch übrige dritte kleine Becken, welches bisher nur der Rest Sand und etwa ein Drittel Wasser enthielt. Daraus fing ich dann zwei nette Portionen heraus und fütterte zuerst die „Paradieser“ im „ThaiRiver“-Becken und dann die Fische im „BambusBecken“. Von Jolanda bekam ich drei Kampffische: Zwei „Weibli“ und ein „Männli“. Der vorhandene Schleierkampffisch vertrug sich mit einem der „Weibli“ überhaupt nicht. Deshalb zog die Lady gestern ins „ThaiRiver“ um. Und heute zog das „Männli“ aus dem „Waterworld II“ zu ihr ins grosse Becken. Die beiden fingen sofort an zu Turteln! Die Paradiesfische schwammen teils teilnahmslos teils interessiert um das balzende Pärchen herum – widmeten sich aber lieber dem Aufsammeln der Wasserflöhe. Alles friedlich.

    Somit sind nun fünf „Paradieser“ und ein Pärchen von Jolanda’s Kampffischen im „ThaiRiver“-Becken. Letztere wollten gar nicht mehr voneinander lassen und schwammen bald gemeinsam herum. Im „BambusBecken“ ist mein Schleierschwanz-Kampffisch und das zweite Mädel, sowie vier Rote Neon. Auch alles im grünen Bereich.

    Zwischendurch schoss ich die hier im Thread befindlichen Bilder. Das obere Bild entstand bei Abendsonne von meinem Lieblingsplatz auf der Lounge. Für das zweite und dritte Bild stellte ich eine kleine Schreibtischleuchte oben auf den Verbindungssteg. Die Pflanzen entwickeln sich und scheinen gut anzuwachsen.

    Einige wenige nur bei genauem Hinsehen zu entdeckende Fadenalgen haben sich gebildet, was aber meiner Meinung bei einem noch im „Einfahren“ befindlichen Aquarium ganz normal ist. Bisher entwickelt sich alles zur Zufriedenheit und das Experiment läuft nach Plan.

    Links zum Thema:


    14.07.2008 – „ThaiRiver – Ein etwas anderes Aquarium“ – Paradiesfische und Kampffische ziehen ein

    15. Juli 2008

    Zuerst besten herzlichsten Dank an Jolanda aus dem Forum bei Aquarium.ch. Gestern nahm ich ihre Einladung an und besuchte Sie in ihrem geschmackvoll eingerichteten „Häuschen auf dem Lande“. Sie bot mir vor einiger Zeit via Forum sog. „Paradiesfische“ an. Und diese wollte ich zusammen mit einigen übrigen Pflanzen abholen. Doch vorher zeigte sie mir ihre Aquarien, die wirklich passend im Haus mit der Einrichtung harmonierten. Sie zählt sich zu den „Verpaarern“ und nicht zur Gilde der „Züchter“.

    Mit viel Erfolg, aber auch einigen Rückschlägen, vermehrt sie neben den frechen Paradiesfischen mit Vorliebe Betta Splendens – also Kampffische. Ich bekam eine ausführliche Einführung in die Eigentümlichkeiten, Formen und Charaktere der verschiedenen wirklich schönen Lieblinge von Jolanda.

    Was mir aber wirklich extrem gefällt, ist die wirklich schöne Integration der Aquarien in die Wohnungseinrichtung. Auf der Küchenanrichte stehen gleich zwei traumhafte Becken mit sicherlich wertvollen Kampffischen. Im Wohnzimmer noch ein schönes Becken und im Eingangsbereich wuseln verschiedene Fische aus einem Freundschaftsimport aus Thailand in einem Gemeinschaftsbecken. Zu jedem Becken und zu jedem Fisch gibt es eine nette und teils kuriose Geschichte.

    Auf der Terrasse zeigte Jolanda mir ihre „Rollenden Becken“, in welchen die einmal die angesprochenen Paradiesfische leben und zum anderen Wasserpflanzen, wie Muschelblume, Wasserhyazinthe und Wasserfarn sich rege vermehren und wuchern. Aber Jolanda hat noch ausreichend Paradiesfischnachwuchs in ihrem Arbeitszimmer. Dort befinden sich auch die Becken mit den Kampffischen. Sogar ein Becken mit Goldfischen (Schleierschwänze?) gibt es dort.

    Jolanda nahm sich viel Zeit und wir plauderten viel. Dann fing sie mir fünf Paradiefische ein. Ich durfte mir noch ein Kampffisch-Männchen und zwei passende „Weibli“ aussuchen. Und ich bekam eine pralle Tüte mit Wasserpflanzen angeboten. Professionell verpackt standen diese gegen 18 Uhr bereit. Aber der Besuch dauerte noch etwas länger. Bei einer guten Flasche Rotwein bekam ich noch viele Tipps und Tricks und wir plauderten über Gott und den Rest der Welt bis spät in die Nacht. So erfuhr ich das mein Kampffisch ein „b.splendens VT (Veiltail)“ ist. Der Bock nennt sich vornehm „b.splendens Crowntail black blue lace“ und die Mädels bezeichnet man als „b.splendens black blue lace“ und „b.splendends multi (das wäre die Rote)“. Kann ich mir nie merken.

    Natürlich mussten die Neuzugänge zu Hause sofort versorgt werden – auch zur späten Stunde. Die fünf Paradiesfische wasserte ich im „ThaiRiver“ ein, der „Kampffisch-Bock“ bekam im leeren „Waterworld I“ ein neues Heim und die beiden „Maidli“ gingen im „Waterworld II“ baden. Die neuen Wasserpflanzen kamen fast alle ins „ThaiRiver“ und die restlichen verteilte ich im „BambusBecken“, sowie in den „Waterworlds“. Ich wusch sogar noch ein Seemandelbaumblatt und teilte es in kleinere Stücke, um es in den Becken zu verteilen.

    Heute nach der Arbeit schaute ich natürlich sofort nach dem Rechten. Die „Paradieser“ flitzten lebhaft und neugierig durch das „Thairiver“. Die neuen Kampffische hingen etwas gelangweilt in den Pflanzen und schauten sich die Umgebung fast regungslos an – aus grünem Wasser? Hatten die Seemandelbaumblätter das Wasser „grün“ gefärbt? Es sollte doch eigentlich leicht „bräunlich“ werden? Zuerst ging es ans Füttern. Aus dem Aussenbecken sammelte ich ein paar Mückenlarven nebst Wasserflöhe ein und kredenzte diese den „Paradiesern“. So schnell konnte ich gar nicht schauen, wie diese aus den Verstecken aus allen Richtungen zum Kescher schwammen und die flüchtenden Kleingetiere einsammelten.

    Vom Kampffischzuwachs hatte mein Schleierschwanz noch nix bemerkt. Aber das sollte sich bald ändern; denn ein Experiment sollte folgen: Was passiert, wenn ich dem Schleierschwanz die beiden „Maidli“ ins „BambusBecken“ gebe? Gesagt, getan. Zuerst passierte gar nichts. Dann nach ein paar Minuten verfolgte eines der Mädels den Schleierschwanz. Nach weiteren 10 Minuten schien sich das Blatt zu wenden und „Cesar“ verfolgte das Mädel. Das zweite „Maidli“ versteckte sich in den Wurzeln der Wasserpflanzen und versuchte möglichst nicht einzugreifen

    Parallel dazu räumte ich „Waterworld II“ aus. Der blaue Kies störte mich schon länger. Die mit Grünalgen behafteten Pflanzen wanderten als Vorspeise in das Aussenbecken. Das grünliche Wasser landete als Dünger auf der Rasenfläche. Jetzt im Anschluss an das Tippen kommt noch der Rest vom „gewaschenen Kies“ hinein. Dann werde ich es mit einem Teil Wasser aus „ThaiRiver“ und einem Teil Regenwasser füllen. Dann siedeln die „Maidli“ wieder um. „Unbewacht“ ist mir der Schleierschwanz noch etwas zu gefährlich für die beiden.

    Nun schau-mer-mal, wie sich die Projekte weiter entwickeln, odrrr 🙂

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    13.07.2008 – „ThaiRiver – Ein etwas anderes Aquarium“ – Während der Einlaufzeit genug zu erzählen

    14. Juli 2008

    Bisher existieren lediglich Fotos vom „rollenden Aquarium“, welche ich in der Nacht schoss. Am Tag sind die Lichtverhältnisse anders und das Aquarium kommt natürlich ganz anders zur Geltung. Damit man sich ein Bild vom aktuellen Stand machen kann anbei zwei Fotos mit Tageslicht:

    Noch befinden sich nur Pflanzen darin. Aber das soll sich bald ändern. Zu den anderen „Projekten“ (Waterworld I + II) poste ich auch noch zwei Bilder. „Waterworld I“ steht auf der rechten Seite mit dem „komischen“ blauen Sand. Gut, den werfe ich demnächst raus. Links steht „Waterworld II“. Beide Behälter sind seit heute reine Wasserpflanzengläser. Und das kam so:

    Vor einigen Wochen kaufte ich drei alte Zuchtaquarien recht günstig, putzte diese und wusste zuerst gar nicht, was ich damit anfangen soll. „Mit Wasser füllen!“ Logisch! Eines steht nun als „Aussenaquarium“ auf der Terrasse. Ursprünglich diente dies nur dazu Wasserflöhe und Wasserpflanzen übergangsmässig aufzubewahren (Die Wasserflöhe kann man ja nicht alle auf einmal den Fischen vorsetzen und die Wasserpflanzen wachsen im Aussenaquarium ohne Ende).

    Mittlerweile entwickelt sich das Aussenaquarium zum echten Selbstläufer. Und das absolut techniklos! Nachdem ich feststellte, dass die Pflanzen so gut wachsen, wechselten die übrig gebliebenen Garnelen aus „Waterworld I“ in das Becken. Den Garnelen geht es wunderbar! Es wird mir niemand glauben: Ganz ohne zusätzliches Futter! Auch sind einige Schnecken mit den Pflanzen damals umgezogen: Auch diese vermehren sich gemütlich und einige konnten schon in das „ThaiRiver“ Becken umziehen. Und: Seit einigen Tagen entdeckte ich weitere willkommene Bewohner: Schwarze Mückenlarven! Der Kampffisch und die vier Neon freuen sich ohne Ende. Genau dann, wenn ich die Viecher verfüttere.

    Das Aussenaquarium dient auch noch als „Algenvernichter“. Nein, nicht das Glas, sondern die Garnelen, Wasserflöhe, Mückenlarven und Schnecken. Entdecke ich einem der „Waterworld“-Projekte eine mit grünen Algen überzogene Pflanze, dann entnehme ich diese und werfe diese einfach ins Aussenaquarium. Die Fauna macht sich sofort „schmatzend“ über die Fauna her. Die Mückenlarven sind die ersten am frisch gedeckten Teller. Wenig später hängen einige Wasserflöhe und deren Nachwuchs (!) am frischen Grün. Die Garnelen und Schnecken folgen mit etwas Verspätung. Zwei Tage später ist die Wasserpflanze algenfrei und kann wieder zurück in das ursprüngliche Glasbehältnis eingepflanzt werden.

    Das zweite ehemalige Zuchtbecken steht ebenso auf einem „Möbelhund“ und ist somit leicht in der Wohnung beweglich aufstellbar. Darin befinden sich zwei Bambusstengel (IKEA) und zwei Zyperngraspflanzen (Kaufland). Letztere befreite ich weitgehend von der Erde nach dem Austopfen und schnitt die Wurzeln etwas zu. Meine „PHHG“ (Personal Haus- und Hofgärntnerin) Olivia meinte, dass ich mir keine Sorgen machen sollte, wenn die Zyperngraspflanzen anfänglich etwas schwach aussehen würden. Diese würden sich auf die neuen Verhältnisse erst umstellen müssen. Wachsen dann aber von unten wieder nach, was sich nach 14 Tagen auch bestätigt. Sollte sich die Situation aber verschlechtern, so werfe ich das Zyperngras raus und setze weitere Bambusstengel hinein. Diese wachsen nämlich hervorragend und treiben fleissig Wurzeln.

    Dann entdeckte ich am Samstag kleine „Viecher“ an der Wasseroberfläche und identifizierte diese als „Mückenlarven“! Ähm… das ist in geschlossenen Räumen etwas unangenehm – ich meine: Wenn sich unbemerkt die Mückenlarven in Mücken verwandeln sollten. Dem musste begegnet werden. Somit zogen heute die vier Neon zusammen mit meinem Kampffisch aus den „Waterworld“-Gläsern um in das „Bambus“-Becken. Und die Tafel war gedeckt! Die Mückenlarven innerhalb von zwei Stunden extrem dezimiert und die Mägen gefüllt. Gefahr gebannt.

    Hier also nun die beiden Fotos vom „Bambus-Becken“. Auch dieses ist nur etwas mehr als zur Hälfte gefüllt. Warum man Kampffische mit Neon zusammen hält? Keine Ahnung. Eigentlich kommen beide Rassen aus unterschiedlichen Erdteilen. Und langläufig herrscht auch die Meinung, dass sich der Kampffisch von den hektischen Neon stressen lässt. Ich muss sagen, dass die Neon dem Kampffisch ziemlich egal sind. Er scheint viel zu stolz zu sein, als sich von den kleinen Hektikern im gemütlichen durch das Becken gleiten stören zu lassen. Auch scheint es, dass die Neon ziemlichen Respekt vor „seiner Hoheit“ haben. Die schwimmen nämlich mit entsprechendem Abstand im Becken herum.

    Nun steht noch das dritte ehemalige Zuchtbecken zur Disposition. Darin befindet sich momentan lediglich der Rest gewaschener Sand und etwas Wasser. Auch dieses Becken steht „auf Rollen“. Es hilft mir aktuell bei einem Wasserwechsel oder als Zwischenlager für Wasserpflanzen. Somit habe ich noch ein kleines Becken „auf Reserve“ für allfällige Ideen oder sonstiges.

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    09.07.2008 – „ThaiRiver – Ein etwas anderes Aquarium“ – Die erst Bepflanzung

    10. Juli 2008

    Nachdem am Montag das „Grossprojekt Thairiver“ mit der Montage der Möbelhunde auf die Grundplatte und anschliessend der Befüllung mit gewaschenem Sand und Wasser begann, besorgte ich heute auf dem Weg nach Hause ein paar Wasserpflanzen. Die Zielsetzung bestand dabei möglichst thailändische Wasserpflanzen zu besorgen. Somit steuerte ich auf dem Rückweg von Heiden das „Glattzentrum“ an.

    Von Heiden aus wäre es ein Leichtes gewesen kurz im Liechtensteinischen vorbei zu fahren. Dort befindet sich die „Aquaristik-Oase.ch„. Allerdings teilte mir der Gegenpart am Telefon mit, dass er keine Pflanzen lagermässig hätte, sondern die via Online-Shop bestellten direkt vom Importeur zu den Endkunden schicken lässt. Auch nach St. Margrethen wäre der Weg sehr kurz gewesen. Nur hatte ich mir den Namen des dortigen Aquaristik-Ladens nicht gemerkt.

    Somit blieben mir um diese Uhrzeit (18:30 Uhr) zwei Alternativen: Der Qualipet im Glattzentrum oder der IKEA in Spreitenbach. „Bei IKEA kann man Wasserpflanzen für’s Aquarium kaufen?“ Ja, man kann! Schon Anfang Mai „stolperte“ ich in der Zimmerpflanzenabteilung im IKEA über in durchsichtigen Bechern gefüllte Wasserpflanzen und nahm damals welche für die „Waterworld“-Projekte mit. Professionelle Aquarianer werden beim Anblick der „Projekte“ sicherlich aufschreien. Aber mir gefallen die „Fische im Glas“ und: Damit brach der Aquarium-Virus, mit welchem mich dereinst mein Vater in der Jugend/Schulzeit ansteckte, erst wieder aus; denn bei den Pflanzen vom IKEA kam die Idee mit den Fischen! Und nun ziehen diese bald um.

    Gegen 19:30 Uhr betrat ich den Qualipet. Ich sah mir zuerst die Fischbecken an und sondierte, welche Fischarten aus Asien bzw. noch besser direkt aus Thailand kommen. „Fadenfische“ und „Guramies“, sowie „Kampffische“ kannte ich bereits und gefielen mir. Dann ging ich zur Kasse und sprach die Bedienung mit den langen blonden Haar an. Nein, nicht wegen der Reize 🙂 die Dame beriet mich bereits einige Male recht kompetent beim Kauf der letzten Fische – sie heisst übrigens „Sarah“.

    Wir gingen zum grossen Pflanzenbecken und ich erklärte mein „Problem“: Pflanzen aus Thailand. Bei einigen wusste sie sofort Bescheid – für die restlichen konsultierte sie ein „Dennerle“ Buch. So erfuhr ich, dass sämtliche Pflanzen eine „Dennerle-Nummer“ besitzen zur eindeutigen Identifikation. Sie bot mir sogar an, dass ich Pflanzen, die nicht vorrätig wären für mich bestellen würde – auch in Kleinmengen.

    Bei den Fischbecken stehen zwei grosse Aquarien. Darin befindet sich jeweils eine recht grosse Pflanze, deren Blätter teils aus dem Becken ragen – und: Die Pflanze treibt ein paar Ableger! Ich fragte, ob ich davon ein paar Ableger haben dürfte „zum Ausprobieren“; denn genau so stellte ich mir die Bepflanzung zumindest teilweise vor: Pflanzen, die aus dem Becken wachsen und/oder sogar blühen. Bereitwillig schnitt die nette Bedienung mir zwei Ableger ab und packte mir diese vorsichtig zu den anderen, die wir gemeinsam ausgesucht hatten. Von den deutschen Namen kannte ich nur zwei Arten: „Wasserfreund“ und „Tigerlotus“. Ich kaufte zwei verschiedene Bodendecker, eine Grasart mit langen Blättern und eine, die Lilien-ähnlich Blätter besitzt und blüht (?). Die Pflänzchen kosteten übrigens 6,90 pro Töpfchen. Die Ableger bekam ich dankenswerter Weise gratis dazu.

    Zuhause angekommen machte ich mich sofort daran das Aquarium zu bepflanzen. Vorsichtig schnitt ich die beiden Beutel auf und entleerte den Inhalt ins Becken. Die beiden Bodendecker, welche sicherlich ein gutes Stück arbeit vor sich haben, entfernte ich aus den Töpfchen und entfernte noch vorsichtiger das Substrat, um die Wurzeln möglichst nicht zu beschädigen. Die restlichten Pflänzchen stellte ich mit den Töpfchen in den Sand, weil ich nicht weiss, ob es besser ist das Töpfchen zu entfernen.

    Aus meinem kleinen „Aussenbecken“ auf der Terrasse holte ich die Muschelblume, die Wasserhyazinte und etwas, das nach Wasserfarn aussieht. Die drei Schwimmpflanzenarten kaufte ich letzte Woche bei meinem Besuch beim „Hauenstein Gartencenter“ erstand. Dort arbeitet Olivia – meine persönliche Thailand-Pflanzen-Fachfrau. Ausserdem positionierte ich noch einige von den Pflänzchen, die mir Jonas dankenswerter Weise überlassen hatte, als ich die Luftpumpe und die beiden Luftheber bei ihm abholte. Das Material treibt meinen selbst gebastelten Mattenfilter (rechts vorne im Bild) an, welcher nun schon für merkliche Wasserklärung sorgt.

    Nun dachte ich noch daran „Thairiver“ mit etwas Wasser samt Wasserflöhe und Schnecken aus meinem „Aussenbecken“ zu impfen. Allerdings ist es heute schon recht spät und ich möchte keine der Mückenlarven und schon gar keine der übrig gebliebenen Garnelen in das Becken einbringen. Die Mücken eh nicht und die Zwerg-Garnelen entwickeln sich in dem techniklosen Aussenbecken (fast) ohne jegliche Pflege bereits jetzt ausgezeichnet.

    Als Nächstes plane ich einige grössere Kieselsteine o.Ä. unterwegs aufzusammeln, um das „Grunddesign“ etwas nach meinem Gusto zu verbessern. Ausserdem suche ich noch eine grössere Wurzel; denn so löst sich folgendes Problem: Die Efeutute pflanze (binde) ich auf die Wurzel. So können die Pflanzenwurzeln das Wasser erreichen, Giftstoffe entfernen, und die Blätter bleiben oberhalb der Wasseroberfläche.

    So, wenn alles klappt, dann kann der Kampffisch am Wochenende umziehen. Hoffentlich lebt er noch so lange im kleinen „Waterworld 1“. Ich weiss nicht, ob es besser ist ihn sofort umziehen zu lassen. Er hängt nämlich recht gerne an der Oberfläche.

    PS: „ThaiRiver“ heisst das Projekt einmal in Anlehnung an die Inspiration durch das Kunstprojekt „Local River“ und zum Zweiten, aus der Idee ein thailändisches Aquarium einzurichten („Thai – River“). Mit einem „Fluss“ oder einem „Flussaquarium“ hat das Projekt eigentlich nichts zu tun, da es ja im Endstadion komplett ohne Technik laufen soll. Aber auf der anderen Seite „fliesst“ das Projekt „ThaiRiver“ seit der ersten Idee mit allen bisherigen Lösungen, die sich nun ergeben haben, „vor sich hin“ in Anlehnung an den Aphorismus „panta rhei“, was übersetzt „alles fliesst“ bedeutet.

    Auch erinnere ich mich an ein Zitat, welches lautet :“Nur wer gegen den Strom schwimmt, kommt zur Quelle“. Und „gegen den Strom schwimmen“ heisst für mich „die Sache anders machen, als gewohnt oder üblich“ bzw. „ausgetretene Pfade zu verlassen“; denn nur so kommt man auf neue Erkenntnisse oder Probleme, die wieder neue Ergebnisse bringen. Somit finde ich den Namen für das „etwas andere Aquarium“ ganz passend. Ob das Experiment klappt, wird sich zeigen; denn „der Weg ist das Ziel“. Aber ich bin nicht Heraklid und bleibe lieber in der Realität, als im Philosophischen.

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