29.09.2020 – Aquarienprojekte: „HighSoilTank“ – der Start

29. August 2020

Wie fängt man mit einem neuen einfach zu pflegenden, Low Tech, bepflanzten, „high soil dirty Sand“ Aquarium an, das auch noch ohne Wasserwechsel auskommen soll?

Zuerst besorgt man sich ein ausreichend grosses Aquarium. Bei mir ergab sich letzte Woche via Facebook die Möglichkeit ein 240 Liter Becken mit Unterschrank zu bekommen. Dieses stellte ich wie üblich auf zwei Möbelhunde mit je 300 kg Tragkraft. Somit kann ich das Becken nach Belieben in der Wohnung verschieben, wenn ich das möchte.

Dann berechnete ich die Sandmenge für meine gewünschte Bodengrund Höhe. Es sollten mindestens 10 cm sein. Somit benötigte ich 3x 25 kg gewaschenen Spielsand für den Sandkasten. Diesennkauftenich bei Bauhaus Schweiz für 4.55 chf pro Sack.

Da sich die Torfzwischenlage beim kleineren „Fensterbankbecken“ zu bewähren scheint, besorgte ich auch diesmal Torf und kaufte eine kleinen Bällen für 8 chf bei der Landi.

Dann fing ich gestern am Abend an das Becken zu befüllen. Vom Dichtigkeitstest befand sich noch etwa 2cm Wasser im Becken. Ich schüttete nach und nach die Hälfte des Standes hinein. Dann füllte ich eine Lage von etwa 2cm Torf ein und gab die zweite Hälfte Sand hinein.

Anschliessend legte ich eine Blasen Folie auf den Sand, damit dieser beim Befüllen nicht aufgewirbelt wird und begann das Becken mit Wasser zu befüllen. Dazu verwende ich immer einen Gartenschlauch, den ich in der Dusche anschließe. Das war es dann für Gesternabend.

Heute entnahm ich aus dem „Whitesands“ überschüssige Pflanzen und verteilte diese im „HighSoilTank“. Ausserdem setzte ich den kleinen AquaEl Fan-1 ein, den ich noch übrig hatte, damit das Wasser bewegt wird und die Trübung verschwindet.

Nun heisste es Abwarten, bis das Becken eingefahren ist. Morgen am Sonntag ist noch Aquaristik Börse. Dort schaue ich, ob ich noch Pflanzen bekomme, die ich Koch nicht habe.

Ausserdem habe ich neue Röhren in Lichtfarbe 840 bestellt und einen neuen Heizer auf Reserve. Diese hole ich nächste Woche ab.

Ergänzung: Heute sind die neuen 840er Röhren angekommen.

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13.08.2020 – Aquarienprojekt „Nie mehr Wasserwechsel – Das Fensterbankbecken“ (Teil 7)

13. August 2020

Das Fensterbankbecken ist nun 5 Wochen am Laufen. Die Pflanzen entwickeln sich prächtig. Die Stengelplanzen wachsen nun deutlich oben aus dem Becken hinaus. Die Vallisnerien treiben vermehrt Setzlinge. Seit einer Woche sind ist das Pärchen Honigguramis von Mario eingezogen. Die Antennenwelse sind emsig unterwegs. Ich füttere nur sporadisch und war jetzt wieder 3 Tage beruflich unterwegs. Die Amanos sind verschwunden.

Der filtermateriallose AquaEl Fan-1 wird nun entfernt. Eventuell stelle ich mein 60er Säulenbecken wieder auf. Dann nehme ich den Filter dort. Die AquaEl Filter sind sehr zuverlässig und funktionieren schon seit Jahrzehnten in meinen Becken sehr gut. Im 250er „Whitesands“ ist von Anfang an ein AquaEl Fan-2 drin. Um etwas Wasserbewegung im Fensterbankbecken zu bekommen, habe ich einen AquaEl FAN mikro Plus besorgt. Dieser kommt heute ins Becken.

 


15.07.2020 – Aquarienprojekt „Nie mehr Wasserwechsel – Das Fensterbankbecken“ (Teil 4)

15. Juli 2020

Nachdem ich am 10.07.2020 die Wasserwerte gemessen hatte, musterte ich die kleinen Aufzuchtbecken aus. Die darin befindlichen Amanogarnelen und der Antennenwels-Nachwuchs wechselte ins „Thairiver“-Becken. Von Roman (einem Kollegen aus dem Aquaristik-Forum) holte ich ein paar schnellwachsende Pflanzen ab, die ich noch nicht hatte.

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Der Froschbiss rechts unten kam ins neue „Fensterbankbecken“. Die anderen Pflanzen landeten vorerst im leeren Aufzuchtbecken.

Heute erledigte ich dann im „Thairiver“-Becken einen Wasserwechsel. Den letzten hatte ich Ende Mai gemacht. Also vor etwa 8 Wochen. Die Wasserwerte waren zwar sehr gut, aber ich bin die nächsten Woche nicht zu Hause. Und deshalb entschloss ich im „Thairiver“ eben den Wasserwechsel durchzuführen.

Im Video sieht man dann auch noch den aktuellen Stand im „Fensterbankbecken“ und den Standort am Küchenfenster zum Balkon hin. Das Wasser ist jetzt klar. Eventuell werde ich den Filter dann diese Woche noch entfernen. Dann läuft das „Fensterbankbecken“ komplett techniklos (nur mit Heizstab) und ohne jegliche Wasserwechsel. So der Plan.


10.07.2020 – Aquarienprojekt „Nie mehr Wasserwechsel – Das Fensterbankbecken“ (Teil 3)

10. Juli 2020

Nun läuft das „Fensterbankbecken“ drei Tagen. Gestern bekam es die erste Bepflanzung und diverse Schnecken zogen ein. Rein aus Interesse testete ich heute die Nitratwerte verschiedener Becken, um einen Überblick zu bekommen, wie sich die Werte in den Becken verhalten – und natürlich, wie sich die Wasserwerte im neuen „Fensterbankbecken“ verhalten.

Das „ThaiRiver“ läuft ja schon seit sehr langer Zeit mit reduzierter Technik. Es hat ca. 5 cm weissen Sand als Bodengrund und sehr viele schnellwachsende Pflanzen. Das Wasser wechsle ich alle 6-8 Wochen zu ca. 70 %. Letzter Wechsel 23.05.2020.

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Dann habe ich noch ein Aufzuchtbecken mit Antennenwels-Nachwuchs. Es hat gar keinen Bodengrund und nur sehr wenig Bepflanzung. Hier wird fast täglich das Wasser gewechselt.

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Und eben das neue Projekt „Fensterbankbecken„, welches am 07.07.2020 eingerichtet wurde. Es soll komplett techniklos laufen und gar keine Wasserwechsel erfolgen. Nur ein Heizstab sichert die Temperatur nach unten hin auf ca. 20 Grad ab. Und aktuell läuft ein kleiner AquaEl-Filter, um die Trübung im Wasser zu beheben.

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Und hier ein Foto der Ergebnisse des Wassertests betreffend Nitrit (NO2). Gemessen wurde mit den Tröpfchentests von JBL.

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  • Das „ThaiRiver“ ist vom Nitrit her voll im grünen Bereich, obwohl der letzte Wasserwechsel über 6 Wochen her ist.
  • Beim „Fensterbankbecken“ baut sich langsam Nitrit auf. Ich erkläre es mir so, dass sich nach 3 Tagen noch keine Bodenbakterien angesiedelt haben können.
  • Und beim vollkommen unbepflanzten kleinen Aufzuchtbecken ohne Bodensubstrat ist der Nitratwert kritisch, trotz fast täglicher Wasserwechsel, weil es dort eben gerade keinen Bodengrund gibt in dem sich Bodenbakterien ansiedeln könnten.

Nun zum Nitrat-Test.

  • Der Nitrattest zeigt bei allen drei Becken Werte zwischen 0.5 und 1 ml pro Liter an. Somit ist hier alles im „grünen Bereich“.
  • Der KH-Wert liegt übrigens bei allen drei Becken bei 10.

Erkenntnis für mich: Da der Nitritwert im Aufzuchtbecken kritisch ist und es wirklich mühsam ist täglich die Wasserwechsel in dem kleinen Becken auszuführen, werde ich den Antennenwelse-Nachwuchs aus dem „nackten“ Aufzuchtbecken in das „Thairiver“ umsiedeln. Danach werde ich es reinigen und mit ausreichend Sand und Bepflanzung ausstatten. Es kann dann ohne Technik anlaufen, bis sich wieder Nachwuchs einfindet, der nach meiner Meinung schützenswert ist.

Das „ThaiRiver“ mit 250 Liter läuft weiterhin mit wenig Wasserwechseln stabil. Der letzte Wasserwechsel fand am 23.05.2020 statt. Ich erkläre es mir damit, die eine ausreichende Menge Bodensubstratbakterien das Nitrit in Nitrat umwandeln und die schnellwachsenden Pflanzen das Nitrat abbauen. Denn mein kleiner AquaEl-Filter hat nur sehr geringe Auswirkungen auf den Stickstoffprozess im 250 Liter-Becken.

Das „Fensterbankbecken“ besitzt einen leicht erhöhten Nitritwert. Der Nitratwert ist im „grünen Bereich“. Das Becken befindet sich noch in der Einlaufphase. Dadurch liegt die Vermutung nahe, dass sich noch keine Bodenbakterien zur Nitrit-Nitrat-Umwandlung ansiedeln konnen. Ausserdem wurde es nicht mit Filtermulm oder Bodenmulm aus dem „Thairiver“ geimpft, was die Einfahrzeit eventuell verkürzt hätte – läuft also komplett neu an. Es wird noch eine Woche dauern, bis sich der Nitritwert zu senken beginnt. Dann erst kann der Fischbesatz gefahrlos eingesetzt werden.

Betreffend „Aufzuchtbecken“ wäre es sicher schlauer „die gute alte“ Methode zu wählen und ein ausreichend grosses Einhägebecken zu verwenden, solange es die eigentliche Beckengrösse zulässt.