12.11.2017 – Zwei Monate Auszeit – Going „Round the World“

12. November 2017

Ich weiss gar nicht, wie ich anfangen soll. Also kurz und knackig: Ich nehme eine 2-monatige Auszeit und werde 1x um die Welt reisen. Die Idee reifte eigentlich schon letztes Jahr. Im August kam uns ein eingeschlafener Autofahrer auf meiner Spur entgegen, rammte meinen schönen Boxster und schob uns 8 Meter die Strasse hoch. Das zeigte mir, wie schnell und unverschuldet das Leben enden könnte. Denn hätte er uns nicht voll, sondern nur einseitig getroffen, oder wäre ich noch mit 80 unterwegs gewesen und nicht nach der Vollbremsung gestanden, wären die Auswirkungen heftiger gewesen.

Weltreise.jpgIn „myflightradar24“ gibt man die Flüge ein und erhält eine Übersicht in einer Weltkarte

Ausserdem passierten in den letzten Jahren so viele – sage wir mal – „ungünstige Geschichten“ in meinem engeren Freundeskreis, dass mich der Gedanke mal kurz „auszusteigen“ seit einem Jahr nicht mehr losgelassen hat. Ich möchte 1x um die Welt, solange ich noch gesund bin und es mir leisten kann. Als dann meine Freundin Fränzi  von ihren eigenen Plänen erzählte, ab Ende Februar mal kurz 3 Monate vom Florida nach Kanada und wieder zurück zu fahren – mit einem Auto – reifte die Idee mehr und mehr. Zudem gab man mir die Möglichkeit mich ab März beruflich umzuorientieren. So war der Entschluss definitiv: Das Neue Jahr beginnt mit einer Weltreise.

Wie geht man an die Planung ran? Keine Ahnung, ich habe es grob zusammengefasst so gemacht:

  1. Wunschziele aussuchen
  2. Jahreszeit beachten
  3. Reihenfolge überlegen
  4. Spontane oder festgelegte Flüge
  5. Reiseplan erstellen und Flüge buchen
  6. Warten
  7. Tipps+Tricks erbeten

zu 1. „Wunschziele aussuchen“: Die Wunschziele fielen mir relativ schnell ein. Ich wollte eigentlich jeden Kontinent besuchen. Nun muss man die „vielenvielen“ Wunschziele nur noch auf das zeitlich mögliche reduzieren. Ich habe 60 Tage Zeit. Wenn ich mich auf 10 Wunschziele festlege, so bleiben mir im Schnitt 6 Tage pro Ziel. Ich wollte auch ein gesundes Mittelmass erreichen aus dem Verhältnis „Flugzeit“ und „Aufenthaltsdauer“. Schliesslich soll es zumindest bei mir kein Vielflieger-Marathon werden; denn ich möchte Freunde treffen und mir möglichst viel ansehen, aber auch genug Zeit für Erholung und das Geniessen haben.

Zu 2. „Jahreszeit beachten“: Möchte man es warm oder kalt haben? Ich reise Januar/Februar. Wenn es ein „Winterurlaub“ sein soll, so wählt man aus den Wunschzielen die Orte auf der nördlichen Halbinsel aus. Ich persönlich bin nicht so der „nördliche Typ“. Ich fühle mich bei Sonne ab 20 Grad so richtig wohl. Somit fiel bei mir zum Beispiel das Wunschziel „New York“ raus, weil ich via Klimatabelle feststellte, dass es dort im Januar um die Null Grad hat. Somit fliege ich irgendwann mal im Sommer nach NY.

Zu 3. „Reihenfolge überlegen“: Ursprünglich wollte ich „westwärts“ reisen. Aber dann kam dazu, dass die oben erwähnte Freundin erst im Februar in Key West ist und ihre 3-monatige Reise startet und zwei weitere Kollegen zu den geplanten Aufenthaltszeiten in den Wunschzielen keine Abwesend gewesen wären. Schwieriger Satz. Somit drehte ich die Route kurzerhand um und fliege nun „ostwärts“. Nein, das hat keinen Nachteil. Man bekommt westwärts keineswegs einen Tag geschenkt. Nur Superman kann die Zeit zurückdrehen.

Zu 4. „Spontane oder festgelegte Flüge“: Die Deutschen und speziell die Schweizer neigen eher dazu alles komplett durchzuplanen. Schweizer buchen den nächsten Urlaub bereits ein Jahr im voraus. Und zwar komplett inkl. Flug und Hotel, Mietwagen, Ausflüge, Sehenswürdigkeiten, Museum-Wochenkarte, am besten All-Incl. Da wird nichts dem Zufall überlassen. Auf der anderen Seite habe ich z.B. in Thailand gelernt, dass man eher gar nichts planen sollte. Buddha macht das schon. Das ist anfänglich für Westeuropäer mit absolutem Stress verbunden, weil man meint „Sicherheit“ zu verlieren. Aber nach den ersten „Schockerlebnissen“ während der „kein bisschen Planung“ kommt man langsam in die „Mai pen lai“-Phase der Thailänder.
Natürlich könnte man individuell jeden Aufenthalt und jeden Flug und jedes Hotel vor Ort spontan entscheiden und buchen. Aber nach Rücksprache mit „meinem Reiseleiter“ Christian vom Reisebüro Lufthansa fand ich es sinnvoll zumindest einen Reiseplan mit den Flügen zu erstellen. Die Hotels und sonstig erforderliche Dinge kann man kurzfristiger oder vor Ort erledigen.

zu 5. „Reiseplan erstellen und Flüge buchen“: Den Reiseplan entwarf ich mit Hilfe einer „Projektplanungsvorlage“ in Excel. Weil ich bin eher der „Visuelle Mensch“ und arbeite am liebsten mit der linken Gehirnhälfte. Ich möchte die Reiseplanung „sehen“ und nicht mit einer reinen Tabelle arbeiten. Somit empfand ich die Mischung aus Tabelle und Zeitplandarstellung als ideal.Reisplanung-excel.jpg

Die Wunschziele, sowie die Termin trug ich mal nach Gefühl vorab ein, schickte diese dann an Christian und er versuchte passende Flüge zu bekommen. Den letztendlichen Flugplan vom Reisebüro glich ich dann wieder mit meiner Reiseplanung in Excel ab. Nun könnte man Hotels buchen, aber das mache ich dann in Absprache mit den Empfehlungen mit meinen Freunden und Kollegen an den Zielorten. Nur kein Stress.
Ach übrigens: „Kuba“ ist nicht im Flugplan enthalten. Ich bin vom 10.02. bis 01.03. in Amerika. Während meiner Zeit „Miami-Miami“ überlege ich mir noch, ob ich nach Mexico, Kuba oder Kulumbien fliege. Von Miami aus gibt es günstige Flüge. Das buche ich dann eben spontan.
Die ausgefüllte Excel-Reiseplanung kann man sich hier runterladen: Peter_Sperlich_Reiseplanung_Ostwärts_Kopie

Zu 6. „Warten“: Das Warten ist die Zeit der Vorfreude und der Informationssammlung. Ich merke bereits seit definitiver Buchung der Flüge, dass die immer gegenwärtige Anspannung langsam abfällt. Zudem freuen mich die positiven und ermunternden Reaktionen meiner Freunde im direkten Umfeld. Nun ist es Zeit mit meinen Freunden an den Destinationen Kontakt aufzunehmen. Und ich freue mich schon darauf sie wieder zu treffen und zu sehen!

zu 7. „Tipps+Tricks erbeten“: Falls Jemand einen Tipp zwecks Hotel oder Must-See an einer der Destinationen hat, weil er dort ist, war oder etwas gehört hat: Immer her damit! Besten Dank!

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15.10.2014 – Was kostet mich KNX? Kalkulationshilfe in Excel!

15. Oktober 2014

Update 24.01.2017: Neue Preisliste MDT und ABB-Schweiz eingefügt.
Update 22.02.2017: Neue Preisliste mit ABB Schweiz, Hager Schweiz, MDT.

Da das Fussballspiel Deutschland-Irland nicht gerade prickelnd war, habe ich mich ins Büro gesetzt und die gute alte EFH-Kalkulation etwas überarbeitet und aktualisiert. Nebenbei auf dem Laptop lief Zattoo und das seltsame Fussballspiel.

Denn die Frage, die sich ein ambitionierter angehender „SmartHome-Besitzer“ möglichst früh stellt, lautet: Was kostet mich der KNX?

Meist macht der Bauherr dann zuerst mal zwei Erfahrungen:

  • Entweder man trifft auf einen Elektriker/Architekten, der schätzt die KNX-Gesamtkosten aus der hohlen Hand auf 30.000 Euro. Meint dann, dass es eh viel zu teuer ist und man es eh nicht braucht.
  • Oder man trifft auf einen Elektriker/Architekten, der meint, dass man das so ohne genau zu wissen, was der Bauherr möchte, nicht sagen könne. (Treffer!)

Hier kann das kleine Kalkulationstool dann hilfreich sein. Natürlich erst einmal nur in Listenpreise Netto für die KNX-Hardware.

Fällt der Bauherr dann noch nicht vom Stuhl, hat er sich schon mal Gedanken über sein Budget gemacht.

Aber man sollte sich anschliessend noch bewusst sein: Welche Kosten kommen bis zum Einzug noch dazu?

  1. Feinplanung bzw. Konzeption inkl. Beratung nebst Kostenoptimierung (KNX Integrator mit Lastenheft)
  2. Man sollte das gesamte Gewerk „Gebäudeautomation“ unter der Mithilfe eines erfahrenen Fachplaners ablaufen lassen. Erspart Zeit, Geld und Sorgen.
  3. Hardcore-Elektroinstallation.
  4. KNX-Geräte fachgerecht einbauen und anschliessen (Elektriker)
  5. KNX-Geräte in Betrieb nehmen („Programmieren“ KNX Integrator)
  6. Abnahme (Fachplaner, Elektriker und KNX Integrator)

Es kann also nicht soooo viel mehr kosten, als die „gleichen“ Funktionen mit konventioneller Technik auszuführen – allerdings ohne die schönen Komfortfunktionen, wie

  • vernetzte Technik
  • zuverlässige Produkte
  • seit über 25 Jahren bewährte Technik
  • viele, viele Hersteller
  • noch mehr Produkteauswahl
  • viele, viele Projekte weltweit
  • Standard in der Gebäudeautomation

Also dann! Wohl an! Hier das Tool!

KNX-Kalkulation_01.jpg

Wie geht man vor?

  1. Man gehe auf das Blatt „1. Raumbuch“. Dort trage man die folgenden Informationen pro Raum ein:
    – Schaltbare Leuchten und Steckdosen
    – Gedimmte Leuchtenkreise (Universaldimmer)
    Jalousie/Markisen/Rollos
    Taster 4fach
    Taster 8fach
    Präsenzmelder
    – Fensterkontakte
  2. Das Ergebnis wird dann automatisch auf „2. EFH Kalkulation KNX“ übertragen. Man muss dann nur noch die passenden Aktoren und Sensoren raussuchen, damit die Kanalstückzahlen aus dem Raumbuch übereinstimmen (ggf. mit Reserve).
    Entweder nimmt man den Katalog (von MDT) oder man spickt auf dem Datenblatt „DB“ nach der Artikelnummer.
  3. Diese Artikelnummer bei Bedarf eingeben (richtig!), dann kommt automatisch die Kurzbezeichnung und der Preis zum Vorschein.
  4. Da ich der Meinung bin, dass man im üblichen EFH keine ausgeklügelte Linienstruktur benötigt, gibt es eben eine Linie mit maximal 3 Liniensegementen mittels Linienkopplern als Linienverstärkern. Das reicht für eine Ü-Kalkulation.

KNX-Kalkulation_02.jpg

Ja! Ich habe MDT Artikel in der Datenbank! Wer mir eine weitere Preisliste zusenden möchte, kann dies gerne tun. Aber nur, wenn er mir noch eine Holzkiste mit Shiraz schickt!

Neu – Update:
Nun sind auch die KNX-Produkte von ABB Schweiz und HAGER Schweiz drin. Es kann sein, dass die Schweizer Preise leicht von den Deutschland-Preisen abweichen. Aber das ganze soll ja eine Kostenschätzung sein und keine Offerte. Hierfür wendet Euch doch bitte direkt an einen Integrator (oder an mich, falls Du in der Schweiz baust).

Aktualisiert Februar 2017:


13.02.2009 – KNX Gebäudeautomation für eine 100 Quadratmeter Eigentumswohnung

14. Februar 2010

KNX Interessierte Häuslebauer, aber auch Integratoren und Elektroinstallateure, fragen regelmässig nach dem „Preis“ für eine KNX-Installation in Ihrem eigenen Projekt. Diese Frage ist nicht pauschal zu beantworten. Wichtig ist hierbei, welche Funktionalität zu integrieren ist. Damit ist gemeint, welche Leuchten gedimmt oder geschaltet werden sollen, wieviel Storen, Jalousien, Markisen angesteuert und wie viele Heizkreise für die Raumtemperaturregelung involviert sind.

Beispiele aus der Praxis verdeutlichen hierbei am Besten, welcher Aufwand (wenn überhaupt) zu erwarten ist, welche Funktionalität man bekommt und was das dann kostet. Das aktuelle Beispiel bahnte sich vor zwei Jahren an. Ein Kollege sprach mich an, weil er eine 100 Quadratmeter Wohnung gekauft hatte.

Die Wohnung
Der Raumplan ist offen gestaltet; das bedeutet, dass Wohnzimmer/Esszimmer/Küche durch keine Mauern versperrt ist – also offen. Auch gibt es keine Tür von diesem Bereich zum Flur hin. Der WZ/EZ/KÜ-Bereich besitzt drei grosse Fenster, welche mit Jalousien/Storen beschattet werden. Der Flur ist abgewinkelt und verbindet den Eingangsbereich mit dem Schlafzimmer, Kinderzimmer, Badezimmer, WC mit Dusche und dem „Reduit“, welcher einmal als Technikraum und als Waschraum genutzt wird.

Die Ausstattung
Im Wohnzimmer befinden sich Halogen-Deckenspots, welche in zwei Gruppen aufgeteilt sind und gedimmt werden. Im Esszimmerbereich existiert eine Deckenbeleuchtung und eine Gruppe Halogen-Deckenspots, welche geschaltet werden. Ebenso wie die Deckenspots in der Küche. Zwei Steckdosenstromkreise sind geschaltet ausgeführt. Drei grosse Fenster zum Süden hin lassen viel Licht in die Räumlichkeiten. Diese Fenster sind mit Jalousien ausgestattet. Ebenso die Räumlichkeiten zum Norden hin. Das Schlafzimmer und das Kinderzimmer besitzen jeweils ein Fenster mit elektrischen Jalousien. Die Einzelraumtemperaturegelung steuert die Ventile der Fussbodenheizung in den einzelnen Räumen autark. Die Lüftungsanlage ist über die integrierte 3-Stufen-Steuerung integriert und sorgt so unabhängig für ein angenehmes Klima.

Die Anforderung
Bei der KNX-Automation sollte möglichst auf „Tasterorgien“ verzichtet werden. Sinn und Zweck der Automation ist es ja möglichst viele lästige Bedienung vom Nutzer „wie von selbst“ ablaufen zu lassen. Daher kommt meine Empfehlung in möglichst vielen Räumen KNX Präsenzmelder zu verwenden. In diesem Projekt kommen diese Präsenzmelder im Flur, im Bad und im Gäste-WC (mit Dusche) zur Anwendung. So fällt nicht nur die Schalterinstallation im Flur weg, sondern hiermit ist immer dann Licht geschaltet in den entsprechenden Räumlichkeiten, wenn der Benutzer dies wünscht. Sind die Präsenzmelder mit einer Helligkeitserkennung ausgestattet, so schalten diese nur dann das Licht, wenn tatsächlich künstliches Licht benötigt wird – in den Abendstunden und in der Nacht.

Gänzlich auf „Schalter“ zu verzichten ist nicht immer möglich und es sollte auch ein Rest an „gewöhnlicher“ Haptik erhalten bleiben. Daher ist im Wohnzimmer eine 4fach-Kombination vorgesehen. Darin ist jedoch ein KNX-RF-Empfänger eingebaut, der die Bedienung vom Wohnzimmersessel aus mittels Funk-Fernbedienung zulässt. So hat der Bewohner auf einfache Art die Bedienung kompakt in der Hand – von überall in der Wohnung. Taster werden somit nur noch im Schlafzimmer und im Kinderzimmer benötigt. Hiermit bedient der Nutzer die Deckenbeleuchtung, die Jalousie und die schaltbare Steckdose. Im Schlafzimmer ist beim Bett ein sog. „ZentralTaster“ montiert. Über „langen Tastendruck“ schaltet man damit zentral die Beleuchtung und die nicht mehr benötigten Steckdosenstromkreise ab und mit der zweiten Wippe fährt man ebenso über langen Tastendruck sämtliche Jalousien nach unten – oder morgens nach oben.

Die Einzelraumtemperaturregelung und die Sicherheitsfunktionen (Rauchmelder) übernimmt eine SyncoLiving-Automation, welche über die Wohnungszentrale an den KNX-Bus kommuniziert. Die Raumbediengeräte und die Raumtemperatursensoren geben die Messwerte an die Wohnungszentrale per KNX-Funk weiter. Diese steuert per KNX Funk den Stellbefehl des Heizkreisverteilers, der wiederum die elektrischen Heizventile ansteuert. Eingebunden in das System ist eine Meteozentrale, welche die Werte für Raumtemperatur und Luftdruck aufnimmt und an die Wohnungszentrale übermittelt.

Die Umsetzung
Beleuchtung/Steckdosen/Jalousie über KNX-TP:

  • 2x Dimmen: 2x N528/02 (WZ Spots Wand/WZ Spots Fenster)
  • 14 x Schalten: 1x N567/22 (4x Stkd. / 10x Leuchten)
  • 5 x Jalousien: 2x N523/02 (Reserve für 1x Markise Balkon)
  • 1x USB
  • 1x N125/01 160mA Spg.Versorgung

Taster/Präsenzmelder/Fernbedienung:

  • Wohnen: 3x DELTA-BA 116/11 + 1x WaveKoppler für Fernbedienung Funk
  • Reduit: 1x DELTA-BA 116/01 (wird später gegen Bewegungsmelder getauscht)
  • Flur: 1x Präsenzmelder UP258/21
  • Bad: 1x Präsenzmelder UP258/21
  • WC/Dusche: 1x Präsenzmelder UP258/21
  • Schlafzimmer: 2x DELTA-BA 116/11 (Tür: Decke/Jalousie; Bett: Zentraltaster für „LichtAus/JalousieZentral“ (lang) und Decke/Jalousie (kurz))
  • Kinderzimmer: 1x DELTA-BA 116/11 (Decke/Jalousie)
  • 1x Fernbedienung GammaWave

Die Installationszonen sind sauber geteilt: Die KNX-Taster sind auf 115cm / Die Steckdosen auf 30cm / Die SyncoBediengeräte kommen auf 145cm (noch nicht angeschraubt). Als Designoberfläche ist das Glasprogramm DELTAmiro gewählt.

Raumtemperaturregelung SyncoLiving:

  • Wohnungszentrale QAX910 neben der HausTür
  • Meteosensor Terrasse
  • 2x Rauchmelder DELTA Reflex + Rauchmelder-Runkmodul KNX-RF
  • 2x Raumfühler mit Display (Wohnen/Bad)
  • 2x Raumfühler ohne Display (SZ/Kinderzimmer)
  • 1x 8Kanal Thermoantriebsgerät im Heizkreisverteiler
  • 1x SyncoLiving Lüftungsanbindung (Lüftung noch nicht installiert)

Das Bild oben zeigt den Blick vom Wohnzimmer/Esszimmer/Küchenbereich in den offenen Flur. Auf der linken Bildseite erkennt man die vier Dosen für die Tasterkombination. Auch ist klar zu erkennen, dass nur eine Busleitung in die Dosen geführt ist, welche nun nur noch durchgebrückt werden muss. Die Installationszonen sind klar getrennt. Die Steckdose ist im 30cm-Bereich. Die Businstallation der Sensoren im 115cm-Bereich. Hinten rechts installiert der Bauherr und Elektroplaner gerade den Präsenzmelder für den Flurbereich.

Hier ein Bild von der Decke im Gäste-WC. Auch hier genügt die Busleitung und eine Unterputzdose.

Im Schlafzimmer ist ein KNX-Taster an der Tür und der ZentralTaster beim Bett vorgesehen. Auch hier sind die Installationszonen klar geteilt: KNX-Taster und -Installation auf 115cm, Schweizer Steckdose auf 30cm Höhe.

Im Bild oben die Schalterdose mit den beiden abgemantelten Busleitungen. Nur die rote und die schwarze Ader wird für die Buskommunikation benötigt. Die gelbe und die weisse Ader dient als Reserve, falls eine der Adern bei der Installation unterbrochen wurde, was aber selten der Fall ist.

Dieses Bild zeigt die erforderliche Installation im Kinderzimmer. Die Tasterdose nimmt später den 2fach KNX-Taster auf. Nicht mehr erwähnt braucht die Tatsache, dass die Installationszone schön aufgeteilt ist.

Hier die Dose an der Decke im Bad für den KNX-Präsenzmelder. Nie mehr mit feuchten Fingern einen Schalter bedienen. Sobald jemand das Bad betritt, schaltet sich automatisch das Licht ein. Auch braucht man nicht mehr daran denken das Licht auszuschalten; denn nachdem das Bad verlassen wurde, schaltet sich dieses nach einer kurzen Wartezeit von 10 Minuten automatisch wieder aus.

Hier im Bild der Elektroverteiler der 100qm Wohnungsprojektes aus der Schweiz. Der Bauherr ist ehem. Kollege und arbeitet nun als Elektroplaner. Die Planung fand im Jahr 2008 statt – die Ausführung im Februar 2010.
Der Elektroverteiler: Links Fehlerstromschutzschalter und Leitungsschutzschalter. In der Mitte die KNX-Geräte. Von Oben: Spannungsversorgung und USB-Schnittstelle, zwei Jalousieaktoren 4-fach für Storen und die Markise, ein 16-fach Aktor für Beleuchtungen (schalten) und Steckdosen, darunter zwei Dimmaktoren für die Wohnzimmerspots an der Wand und am Fenster.

Der Elektroverteiler geschlossen und das Kommunikationsfeld für TV-Telefon-Internet und WLAN.

Der Heizkreisverteiler mit noch nicht befestigtem und angeschlossenen SyncoLiving Ventilantrieb. Dieser kommuniziert mit der SyncoLiving Zentrale an der Haustür, welcher die die Temperaturwerte von den Bediengeräten mit integriertem Temperaturfühler erhält. Der Verteiler ist im „Reduit“ (Technikraum/Waschraum) untergebracht. In der Schweiz werden die Verteiler massgefertigt. Direkt darunter befindet sich der Heizkreisverteiler. Das SyncoLivingVentilansteuerungsGerät ist noch nicht befestigt.

Unter dem Elektroverteiler ist ein Kommunikationsfeld vorgesehen für TV-Internet-Telefon-WLAN. Der Elektroverteiler ist vom Elektroinstallateur verdrahtet worden. Die 230V-Leitungen sind flexibel ausgeführt. Lediglich die Busbrücken sind nicht korrekt geführt. Es fehlt der isolierende Mantel. Dies ist ist in die wirklich extrem kurze Mängelliste eingetragen und wird korregiert.

Durch die optimale Planung wird nur eine kleine 160mA Spannungsversorgung für die gesamte 100qm Wohnung benötigt, was zusätzlich Kosten spart.

Die Schalterdosen sind entweder in „Kaiserdosen“ (4 Stück Kombination im Wohnzimmer) oder NIS International (Taster in den Zimmern und Präsenzmelder Decke) ausgeführt. Die Montage ist deutlich einfacher, als bei konventioneller Installation. Man muss nur die beiden Adern der Busleitung in die Busklemmen der Bustaster einführen und den Bustaster festschrauben.

Fertig montiert und mit den Wippen und dem Rahmen versehen, sieht das Ganze dann so aus.

Hier mein Spickzettel für die Inbetriebnahme hängt nur für das Foto an der Tasterkombination. Das obere Wippenpaar ist für die Bedienung des Dimmens der Halogenspots im Wohnzimmer. Der zweite 2fach-Taster bedient die beiden Leuchtengruppen im Esszimmerbereich, das Terrassenlicht und die schaltbare Steckdose. Der dritte 2fach-Taster bedient die drei Jalousien in zwei Gruppen. Eine Taste die beiden Jalousien im Esszimmerbereich und die andere Taste die Jalousie im Wohnzimmerbereich. Darunter ist der KNX-RF/TP-Koppler eingebaut. Dieser besitzt eine Tastfunktion vor Ort mit der die Küchenbeleuchtung geschaltet wird. Über den KNX-RF/TP-Koppler ist die Bedienung von Funktionen via Funk-Fernbedienung möglich.

Der Präsenzmelder im Flur erkennt nun die beiden Seiten des Flurs vom Eingang her und vom Wohnzimmer her.

Hier das Kinderzimmer mit dem KNX-Taster.

Nein, man benötigt für KNX keine „Bedienungsanleitung“ für die Tasterbedienung des Zentral-Tasters neben dem Bett im Schlafzimmer. Dies ist mein Spickzettel für die Inbetriebnahme, den ich an den Taster gehängt habe für das Foto. Mit dem kurzen Tastendruck links schaltet man die Deckenbeleuchtung im Schlafzimmer, Kurzer Tastendruck rechts fährt die Jalousie im Schlafzimmer. Mit dem langen Tastendruck rechts unten schaltet man sämtliche Leuchten und Steckdosen auf einen Schlag in der Wohnung aus, langer Tastendruck oben schaltet alles ein (Panikfunktion). Drückt man lange rechts oben, so fahren sämtliche Jalousien in der Wohnung hoch. Drückt man unten links lange auf die Wippe, so fahren alle Jalousien nach unten.

Neben der Eingangstür ist die SyncoLiving Wohnungszentrale installiert. Sie kommuniziert per Funk mit den Raumfühlern und dem Heizkreisaktor, sowie der Meteostation und den Rauchmeldern. Via KNX-TP-Anschluss kann bidirektional bedient und beobachtet werden.

Und so freut sich ein Bauherr und Besitzer einer Wohnung mit KNX-Installation.

PS: Wäre es ein Haus mit mehreren Etagen, so hätte ich für die KNX-Aktoren in der entsprechenden Etage einen weiteren Verteiler empfohlen. So spart man Kabelwege und die Installation bleibt übersichtlich und kostensparend. Auch der Heizkreisverteiler wäre wieder unter der Etagenverteilung angebracht. So bleibt die Technik in der Steigzone. Perfekte Kooperation zwischen Planer, E-Gewerk und HLK-Gewerk.

Sämtliche Bilder können hier angesehen werden.

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