10.07.2020 – Aquarienprojekt „Nie mehr Wasserwechsel – Das Fensterbankbecken“ (Teil 3)

10. Juli 2020

Nun läuft das „Fensterbankbecken“ drei Tagen. Gestern bekam es die erste Bepflanzung und diverse Schnecken zogen ein. Rein aus Interesse testete ich heute die Nitratwerte verschiedener Becken, um einen Überblick zu bekommen, wie sich die Werte in den Becken verhalten – und natürlich, wie sich die Wasserwerte im neuen „Fensterbankbecken“ verhalten.

Das „ThaiRiver“ läuft ja schon seit sehr langer Zeit mit reduzierter Technik. Es hat ca. 5 cm weissen Sand als Bodengrund und sehr viele schnellwachsende Pflanzen. Das Wasser wechsle ich alle 6-8 Wochen zu ca. 70 %. Letzter Wechsel 23.05.2020.

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Dann habe ich noch ein Aufzuchtbecken mit Antennenwels-Nachwuchs. Es hat gar keinen Bodengrund und nur sehr wenig Bepflanzung. Hier wird fast täglich das Wasser gewechselt.

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Und eben das neue Projekt „Fensterbankbecken„, welches am 07.07.2020 eingerichtet wurde. Es soll komplett techniklos laufen und gar keine Wasserwechsel erfolgen. Nur ein Heizstab sichert die Temperatur nach unten hin auf ca. 20 Grad ab. Und aktuell läuft ein kleiner AquaEl-Filter, um die Trübung im Wasser zu beheben.

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Und hier ein Foto der Ergebnisse des Wassertests betreffend Nitrit (NO2). Gemessen wurde mit den Tröpfchentests von JBL.

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  • Das „ThaiRiver“ ist vom Nitrit her voll im grünen Bereich, obwohl der letzte Wasserwechsel über 6 Wochen her ist.
  • Beim „Fensterbankbecken“ baut sich langsam Nitrit auf. Ich erkläre es mir so, dass sich nach 3 Tagen noch keine Bodenbakterien angesiedelt haben können.
  • Und beim vollkommen unbepflanzten kleinen Aufzuchtbecken ohne Bodensubstrat ist der Nitratwert kritisch, trotz fast täglicher Wasserwechsel, weil es dort eben gerade keinen Bodengrund gibt in dem sich Bodenbakterien ansiedeln könnten.

Nun zum Nitrat-Test.

  • Der Nitrattest zeigt bei allen drei Becken Werte zwischen 0.5 und 1 ml pro Liter an. Somit ist hier alles im „grünen Bereich“.
  • Der KH-Wert liegt übrigens bei allen drei Becken bei 10.

Erkenntnis für mich: Da der Nitritwert im Aufzuchtbecken kritisch ist und es wirklich mühsam ist täglich die Wasserwechsel in dem kleinen Becken auszuführen, werde ich den Antennenwelse-Nachwuchs aus dem „nackten“ Aufzuchtbecken in das „Thairiver“ umsiedeln. Danach werde ich es reinigen und mit ausreichend Sand und Bepflanzung ausstatten. Es kann dann ohne Technik anlaufen, bis sich wieder Nachwuchs einfindet, der nach meiner Meinung schützenswert ist.

Das „ThaiRiver“ mit 250 Liter läuft weiterhin mit wenig Wasserwechseln stabil. Der letzte Wasserwechsel fand am 23.05.2020 statt. Ich erkläre es mir damit, die eine ausreichende Menge Bodensubstratbakterien das Nitrit in Nitrat umwandeln und die schnellwachsenden Pflanzen das Nitrat abbauen. Denn mein kleiner AquaEl-Filter hat nur sehr geringe Auswirkungen auf den Stickstoffprozess im 250 Liter-Becken.

Das „Fensterbankbecken“ besitzt einen leicht erhöhten Nitritwert. Der Nitratwert ist im „grünen Bereich“. Das Becken befindet sich noch in der Einlaufphase. Dadurch liegt die Vermutung nahe, dass sich noch keine Bodenbakterien zur Nitrit-Nitrat-Umwandlung ansiedeln konnen. Ausserdem wurde es nicht mit Filtermulm oder Bodenmulm aus dem „Thairiver“ geimpft, was die Einfahrzeit eventuell verkürzt hätte – läuft also komplett neu an. Es wird noch eine Woche dauern, bis sich der Nitritwert zu senken beginnt. Dann erst kann der Fischbesatz gefahrlos eingesetzt werden.

Betreffend „Aufzuchtbecken“ wäre es sicher schlauer „die gute alte“ Methode zu wählen und ein ausreichend grosses Einhägebecken zu verwenden, solange es die eigentliche Beckengrösse zulässt.


08.07.2020 – Aquarienprojekt „Nie mehr Wasserwechsel – Das Fensterbankbecken“ (Teil 2)

8. Juli 2020

Schon nach einem Tag wird das Wasser im „Fensterbankbecken“ schon deutlich klarer. Der Heizstab heizt auf eine andere Temperatur (24 Grad) als eingestellt (21 Grad). Gut, dass ich als Gebäudeautomatisierer eine Messpistole zur Kalibration von Raumtemperaturreglern besitze. So kann ich den Heizstab nach einem Test im Waschbecken nachjustieren bzw. eine tiefere Temperatur einstellen.
Heute gab es die erste Bepflanzung. Die niedrigen Cryptocoryne (wendtii?) habe ich letzte Woche von meinem Nachbarn bekommen. Er hat ein kleines Becken von einer Bekannten übernommen, die umgezogen ist. Sie behielt die Pflanzen jahrelang in den Korbtöpfchen ohne sie einzupflanzen. Der Nachbar hat mir ein Töpfchen geschenkt als Gegenleistung für das Bücherset von Peter Schneider, eine Portion Schnecken und Vallisneria. Jetzt päpple ich eine Hälfte Pflanzen im Thairiver-Becken wieder auf. Die andere Hälfte ist nun im Fensterbankbecken in der Mitte zu sehen.
Ausserdem siedelten ein paar TDS, Blasen- und Posthornschnecken von den beiden Aufzuchtbecken um. Ein paar Blätter Brennnessel zum Anfüttern, weil Algen oder Abfälle hat es ja noch nicht ausreichend.
Jetzt heisst es weiter Abwarten.


07.07.2020 – Aquarienprojekt „Nie mehr Wasserwechsel – Das Fensterbankbecken“ (Teil 1)

7. Juli 2020

Letzte Woche stand ein 60er Becken (54 Liter) zum Verkauf bei Facebook. Das holte ich mir mal geschwind bei Dada’s Tiershop in Winterthur ab. Zusammen mit einer Fliesmatte und einem Holzzuschnitt für freundliche 50 CHF. Ausserdem fand am Samstag noch die erste Fischbörse des Aquaristik-Vereins Winterthur statt. Am Abend feierte der Verein 100-jähriges Bestehen. Dort besorgte ich mir noch ein paar schnellwachsende Pflanzen, welche ich noch nicht hatte. Ausserdem traf ich Pascal mit seiner netten Freundin mal wieder und Irina auch. Wir sassen anschliessend noch zum Kaffee und zum Plaudern zusammen. Lustig war es. Aber ich schweife ab.

Das neue Projekt nennt sich „Nie mehr Wasserwechsel – Das Fensterbankbecken“. Ausgehend von der allgemeinen Meinung in Aquarianerkreisen, dass man wöchentliche Wasserwechsel machen muss und der Meinung, dass Aquarien keine Sonneneinstrahlung abkönnen, weil sonst Algen wachsen, entschloss ich mich mal einen Versuch zu starten, um bei beiden Meinungen praktisch dagegen zu steuern. Ausserdem wird das Becken zudem vollkommen techniklos laufen. Ok, es wird einen Heizstab geben, der die Temperatur nach unten auf voraussichtlich 20 Grad begrenzt. Frieren sollen die Fischerl ja nicht. Und das Projekt wird nicht ewig laufen, denn irgendwann ab Herbst wird es dauerhaft kalt draussen. Ziel: Keine Leuchte, keine Pumpe, kein Filter, kein CO2, kein Wasserwechsel. Trotzdem stabile Wasserwerte, gesunden Pflanzenwachstum und quicklebendige Fische.

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So, jetzt hab ich natürlich vor lauter Tatendrang kein Foto vom Anfang. Man muss ich das 60er-Becken einfach auf dem Fensterbrett bei mir bei der Küche Richtung Balkon vorstellen. Später kommen dann noch Bilder. Was braucht es? Eine Tüte mit 25 Kilo gewaschenen Spielesand. Keinen besonderen „Soil“ oder sonst speziellen Aquariensand kaufen. Das braucht es alles nicht. Einfach Spielesand vom Migros/Coop Baumarkt. Schön wäre es, wenn man gewaschenen Spielesand nimmt. Dann spart man sich „die Sauerei“ zu Hause im Bad mit den Eimern. Oder auf der Terrasse, wenn man denn eine hat.

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Gestern war ich noch bei „Martin Agro“ im Hofladen und habe nach einer Handvoll Torf gefragt. Man gab mir dann tatsächlich eine Tupperdose voll Torf mit. Aber Vorsicht! Das mache ich zum ersten Mal mit dem Torf. Bei allen vorangegangenen Becken verwendete ich bisher ausschliesslich Spielesand als Bodengrund. Der Torf kommt in die Mitte des Bodengrundes schön gleichmässig. Vorher in Wasser tränken, damit er nicht aufschwimmt. Und dann schön mit einer weiteren Lage Sand bedecken. Der Torf soll mit seiner Huminsäure positive Auswirkungen auf die Wasserqualität haben – ausserdem (wie im Garten auch) dem Pflanzenwuchs dienen. Das probiere ich mal aus. Insgesamt kommt man dann in einem 54 Liter Becken mit den 25 Kilogramm Sand auf eine Bodengrundhöhe von 8 cm. Das sollte ausreichen, um im Bodengrund einen anaeroben Bereich zu bekommen, der dann die Denitrifikation erledigt.

Denn (grob erklärt) es entsteht durch Fütterung der Fische, Pflanzenreste und Ausscheidungen zuerst Ammoniak, welches durch Bakterien zu Nitrit verarbeitet wird und dann zu Nitrat. Dieses Nitrat dient den Pflanzen als Nährstoff. Es braucht aber schnellwachsende Pflanzen, sonst holen sich die Algen die Nährstoffe und man bekommt ein Algenproblem im Becken. Hat man keine Pflanzen im Becken, dann muss das Nitrat in einem grossen Filter durch die Filterbakterien abgebaut werden. Da das oft nicht komplett gut klappt, braucht es regelmässige Wasserwechsel. Das will ich ja grad nicht!

Wachsen die Pflanzen schnell und kräftig, wird durch Pflanzenwachstum das Nitrat abgebaut und genug Sauerstoff für die Fische produziert. Sorgt man dann für einen dicken Bodengrund, so wird im oberen Teil das Nitrit zusammen mit dem Sauerstoff zu Nitrat umgewandelt und im unteren Bereich das Nitrat zu Stickstoff abgebaut (Denitrifikation). Der im Nitrat gebundene Stickstoff wird durch Denitrifikation zu molekularem Stickstoff (N2) umgesetzt, also in eine Form überführt, die weitgehend ungefährlich ist und von den meisten Lebewesen nicht als Nährstoff (Stickstoffquelle) genutzt werden kann. In Gewässern und Böden ist er damit nicht mehr im Sinne eines Düngemittels verfügbar und nicht mehr umweltrelevant. Der entstandene molekulare Stickstoff (N2) entweicht größtenteils in die Atmosphäre, in der er ohnehin Hauptbestandteil ist. Also sorgen Pflanzen und die „anaeroben Bakterien“ im unteren Bereich des Bodengrundes dafür, dass das Nitrat verursacht durch die Fütterung soweit abgebaut wird, dass es keine Wasserwechsel (mehr) braucht. Die „Abfallstoffe“ aus der Denitrifikation sind entnommene gewachsene Pflanzen und gasförmiges Stickstoff (N2).

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Somit braucht es zwei Dinge für ein stabiles Aquarium: Ausreichend schnellwaschsende Pflanzen und eine dicke Schicht Bodengrund. Dazu ausreichend Fische und moderate Fütterung. Da Schnecken die Umwandlung von Pflanzenresten in Nährstoffe unterstützen, empfehle ich immer auch ausreichend Turmdeckelschnecken für den Bodengrund und Blasen- und Posthornschnecken für das Aquarium selbst einzusetzen. Die Turmdeckelschnecken sind die Regenwürmer im Aquarium. Sie durchwühlen den Bodengrund und sorgen so für eine Durchlüftung. Das verhindert Faulstellen im Bodengrund und die Wurzeln können sich besser ausbilden. Die Blasen- und Posthornschnecken kümmern sich auf Steinen, Blättern und am Glas selbst um Beläge und Algen, sowie Pflanzenreste. Sie lieben übrigens Brennnesselblätter.

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Aktueller Stand: Das Becken hat heute ein paar schnellwachsende Pflanzen erhalten. Um die Trübung zu reduzieren läuft ein kleiner Einhängefilter. Sobald die Trübung nachlässt, kommen noch mehr Pflanzen ins Becken. Links unten liegt der Heizstab. Oben im Schüsserl sind ein paar Schnecken drin, die sich gerade an Temperatur und Wasserverhältnisse gewöhnen. Nun muss das Becken mindestens 10 Tage einfahren, bis ich Fische einsetzen kann. Dann kommt der Filter raus und das Becken läuft dann vollkommen techniklos.

 


31.01.2017 – ETS Tipps+Tricks: Gruppenadressen-Struktur definieren

31. Januar 2017

Eine der am meisten gestellten Fragen ist: „Wie erstellst Du die Gruppenadressenstruktur in der ETS“? Bei Wohnbauprojekten und auch bei den meisten Zweckbauprojekten sieht diese folgendermassen aus:

  1. Hauptgruppe steht für Etage von unten nach oben
  2. Mittelgruppe dient dem Gewerk (Zentral, Licht, Jalousie, Heizung, etc.)
  3. Untergruppe bildet die Einzelfunktion

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„Sonnerie“ ist Schweizerdeutsch für „Klingel“ oder „Türkommunikation“.

In den Mittelgruppen, welche jeweils die Gewerke definieren, werden die Untergruppen nach Einzelfunktion systematisch gebildet. Hierbei werden für alle im Projekt benötigten Objektfunktionen der einzelnen Kanäle eine Gruppenadresse erstellt. Diese Systematik wird dann pro Aktorkanal wiederholt.

WICHTIG: Ich arbeite immer mit eigenen Gruppenadressen für den STATUS!

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Natürlich ist das lediglich ein Vorschlag. Jeder kann die Struktur so anlegen, wie er möchte. Nur sollte man bedenken, dass man sich auch noch Jahre später ohne grosse Einarbeitung auskennen sollte. Daher verwende ich auch (fast) immer die Gruppenadressstruktur nach Etage/Gewerk/Einzelfunktion – zumindest bei Einfamilienhäusern und Villen.

So behält man die Übersicht, wenn man die Gruppenadressstruktur in allen Projekten gleichermassen erstellt – auch nach Jahren noch.


01.04.2014 – Smart Building Design GmbH gewinnt mit dem Projekt „Energieautarke „Finca Los Miticos” bei Santa Margalida Mallorca“ den KNX-Award 2014 in der Kategorie „Special“ und „Public“

9. April 2014

Die Firma Smart Building Design GmbH (Schweiz) gewinnt mit dem KNX Projekt „Energieautarke Finca Los Míticos bei Santa Margalida Mallorca“ gleich zwei KNX Auszeichnungen. Einen in der Kategorie „Special“ und zudem den erstmals vergebenen „Public“-Award, welcher zum ersten Mal durch das Publikum gewählt wurde.

The company Smart Building Design GmbH (Switzerland) with the KNX project “Energieautarke „Finca Los Miticos” bei Santa Margalida Mallorca”

The company Smart Building Design GmbH (Switzerland) with the KNX project “Energieautarke „Finca Los Miticos” bei Santa Margalida Mallorca”

Auf diese Weise stimmt sowohl die KNX Award Jury mit dem Publikum der KNX Gemeinschaft überein und konnten ihre Wertschätzung für das herausragende Projekt ausdrücken.

Erfolgreiche Schweizer Integratoren an den KNX Awards an der Light and Building: Gleich in zwei Kategorien konnte sich das Team gegen die Konkurrenz durchsetzen. Mit dem Projekt „Finca Los Miticos” bei Santa Margalida Mallorca gewann das Team in den Kategorien Special und Public.

The company Smart Building Design GmbH (Switzerland) with the KNX project “Energieautarke „Finca Los Miticos” also won the first ever People’s Choice KNX Award, the project that was voted by the public as being the best KNX Award. In this way, both the KNX Award Jury as well as the KNX community were able to express their appraisal for this amazing project.

The company Smart Building Design GmbH (Switzerland) with the KNX project “Energieautarke „Finca Los Miticos” also won the first ever People’s Choice KNX Award, the project that was voted by the public as being the best KNX Award. In this way, both the KNX Award Jury as well as the KNX community were able to express their appraisal for this amazing project.

Da die Finca abgelegen in der Serra Son Fullos liegt, ist ein Stromanschluss durch den Energieversorger auf absehbare Zeit ausgeschlossen. So entstand die Idee bei der Energieversorgung auf Wind, Solar und Notstrom zu setzen.  Auch die Brauchwasser- und Abwasserversorgung musste gelöst werden. Der Telefon- und Internetanschluss sollte über Richtfunk und Fernsehen über Satellit realisiert werden.

KNX-Award Top Event 2014 der KNX-Association bei der Light+Building2014

KNX-Award Top Event 2014 der KNX-Association bei der Light+Building2014

KNX steuert in diesem Energieautarken Haus die Beleuchtung, die Beschattung, Heizung, Lüftung und sogar die Hausgeräte werden mittels Lastabwurf der verfügbaren Energiequelle angepasst. Eine Alarmanlage sowie die Überwachung der kompletten Haustechnik basiert auf KNX und wird auf einer entsprechenden Visualisierung abgebildet.

Weitere Informationen


25.08.2011 – KNX-User-Forum (CH) – Bauherren-Abend in Langenthal – Die Bilder

27. August 2011

Zum ausserordentlichen „Bauherren-Abend“ in Langenthal begrüsste wir 18 Gäste „der Schweizer Fraktion“ des KNX-User-Forums – sogar Weitgereiste aus der Region Mannheim, Berlin und München hatten weder Kosten und Mühen gescheut. Der Abend begann mit einem gemütlichen Abendessen im Obergeschoss des Bauprojektes von Diego, welcher auch das üppige Mahl nebst Getränken spendierte.

Nach dem sehr feinen Essen, bei welchem sich die Teilnehmer bereits rege untereinander über die diversesten Themen rund um das „intelligente Bauen“ austauschten, führte Diego die Anwesenden mit einem sehr informativen Vortrag in seine Vorgehensweise bei der Planung der Gebäudeautomation ein.


Im Anschluss daran führte Diego die Teilnehmer durch sein im Bau befindliches Gebäude mit vier Etagen und gab, neben Tipps und Tricks aus der Bauherren-Praxis, gerne Auskunft auf jede Frage.

Nach einer kurzen Erfrischungspause, war ich an der Reihe mit einem Vortrag zum Thema „Schlaue Planung? Der smarte Weg zum intelligenten Wohnen„, an dessen Ende noch etwas Zeit für die Beantwortung von Fragen blieb.


01.09.2008 – „ThaiRiver – Das etwas andere Aquarium“ – Neue Untermieter ziehen ein

2. September 2008

Wie erwähnt, kann ich zu den 4 Paradiesfischen (plus Nachwuchs) keine Zwerggarnelen setzen. Ich „kann“ schon, aber: Ich nehme an, dass die Garnelen als Vorspeise für die Paradieser herhalten müssten. Somit suchte ich nach einer Alternative, um den Bodengrund zu durchpflügen, Pflanzenreste zu verwerten und den wenigen Algen den Garaus zu machen.

Gut, etwa 6 mittlere Apfelschnecken fressen sich seit etwa 14 Tagen durch das „ThaiRiver“ und verrichten ihren Job anstandslos. Das war schon einmal ein Anfang. In verschiedenen Websites, Foren und Beiträgen las ich in den letzten Wochen bereits einiges über einen „Algenfresser“ – allerdings recht Kontroverses und Widersprüchliches.

Einerseits las ich gleichwohl positive und negative Beiträge und Kommentare über diesen asiatischen Schwarmfisch. Die einen empfehlen diese Art gegen Algen, die anderen sehen darin einen Missbrauch. Die einen meinen er sei verträglich, die anderen meinen, dass er eher kämpferisch und revierbildend ist.

Die Informationen auf der wirklich sehr interessanten Seite „Algenhilfe“ vom Zierfischforum.at bewegten mich dann zum Kauf von 5 „Siamesischer Rüsselbarben“. Mal sehen, ob die Paradieser Untermieter aufnehmen.

Übrigens bekam ich im „Qualipet“ in Buchs/SG einen Zettel mit, der die generelle Rückgabe von dort gekauften kranken Fischen innert 8 Tagen garantiert – tod oder lebendig. Ein netter Zug.


Zuerst legte ich den Beutel mit den 5 etwa 5 Zentimeter langen/grossen Fischen 15 Minuten ins Becken, um die Temperatur anzupassen. Dann nahm ich einen sauberen Eimer, liess mit dem Schlauch etwa 5 Liter in den Eimer ab und entleerte den Inhalt des Beutels in den Eimer. Nach weiteren 15 Minuten kescherte ich die 5 Siamesischen Rüsselbarben ins „ThaiRiver“.

Die Paradieser-Weibchen kümmerten sich gleich „rührend“ um die neuen Gäste indem sie diese ein wenig durch’s Becken jagten – die „Rüssler“ sind aber recht flink und schlagen wenn es sein muss so viele Haken, dass den Paradieserweibern schwindlig wird.

Dann warf ich etwas Flockenfutter ins Becken, um die Paradieser auf andere Gedanken zu bringen. Und siehe da, man verträgt sich. Die Rüsselbarben sind nun in der Gruppe und „gründeln“ gemeinsam durch das „ThaiRiver“. Nun ist „unten“ im Becken auch „was los“. Aktuell ist nach dem Füttern Ruhe. Die Paradieser lassen die Rüssler in Frieden und umgekehrt.

PS: Die Siamesische Rüsselbarbe (Crossocheilus siamensis) wird bis zu 10 Jahre alt und bis zu 15 Zentimeter gross. Wasserwert scheinen dem Fisch ziemlich egal zu sein. Ebenso scheint er bei der Temperatur ebenso recht tolerant zu sein. Der eine schreibt, dass er lieber bewegtes Wasser möchte, der andere, dass der Fisch auch in stehenden oder gering fliessenden Gewässern vorkommt. Wie sich die 5 „Rüssler“ bei mir in den nächsten Tagen/Wochen machen werden, wird sich zeigen und berichtet.


Aufgemerkt! Pelzig nicht nackt! Kein Transrapid in München!

29. März 2008

Erwin Pelzig verkündete in einem Streitgespräch mit Christine Haderthauer in seiner Sendung vom 14.12.2007, dass er sich für einen eigenen speziellen Kalender ausziehen und ablichten lassen würde, wenn der Transrapid in München gebaut werden würde. Das muss er nun nicht. Schade! Nein, ich meine: Schade, dass es keinen Kalender mit Nacktbildern von Erwin Pelzig geben wird.  🙂

Partei (CSU) und Wirtschaft bedauern gleichermassen das Scheitern des Projektes. Der Steuerzahler dürfte sich freuen; denn der Bund hätte 925 Mio. Euro beigesteuert. Das wären die Hälfte der Kosten gewesen, die 2004 im Rahmen eines „Expertengutachtens“ angenommen wurden und den ehem. Ministerpräsidenten Bayerns – Edmund Stoiber – zu einer Realisierungsvereinbarung mit dem Umsetzungskonsortiums bewegte. 40 km Transrapid für begutachtete 1,85 Mrd. Euro.

Interessant ist an diesem „Expertengutachten“ (aus dem Jahr 2004), dass die tatsächlichen Pläne von der Bahn erst im November 2007 an die Firma Hochtief (Bauträger) abgegeben wurden, damit Hochtief eine Kostenschätzung abgibt. Im Planfeststellungsverfahren sei es dann zu einer ganzen Reihe von Schwierigkeiten gekommen, welche den effektiven momentan kalkulierten Preis des Transrapid auf 3,2 bis 3,4 Mrd. Euro katapultieren liessen.

Und ich dachte immer, um eine Kalkulation oder ein Angebot zu erstellen benötigt man vorher einen Plan.

Und noch was: Bei der aktuell veranschlagten und ursächlich für das Scheitern verantwortlichen Summe von 3,2 bis 3,4 Mrd. Euro hätte jeder Millimeter (!) der 40 Kilometer langen Strecke vom Münchner Hauptbahnhof zum Flughafen des Transrapid exakt 80 bzw. 85 Euro gekostet. Gut, einen Millimeter kann man sich vielleicht schlecht vorstellen. Rechnen wir um auf einen Zentimeter: 800 bzw. 850 Euro.

Update 29.03.2008: Welt online berichtet im Artikel „Industriepolitisches Fiasko“ gar von einer Finanzierungssumme von 3,8 Mrd. Euro!