13.07.2008 – „ThaiRiver – Ein etwas anderes Aquarium“ – Während der Einlaufzeit genug zu erzählen

14. Juli 2008

Bisher existieren lediglich Fotos vom „rollenden Aquarium“, welche ich in der Nacht schoss. Am Tag sind die Lichtverhältnisse anders und das Aquarium kommt natürlich ganz anders zur Geltung. Damit man sich ein Bild vom aktuellen Stand machen kann anbei zwei Fotos mit Tageslicht:

Noch befinden sich nur Pflanzen darin. Aber das soll sich bald ändern. Zu den anderen „Projekten“ (Waterworld I + II) poste ich auch noch zwei Bilder. „Waterworld I“ steht auf der rechten Seite mit dem „komischen“ blauen Sand. Gut, den werfe ich demnächst raus. Links steht „Waterworld II“. Beide Behälter sind seit heute reine Wasserpflanzengläser. Und das kam so:

Vor einigen Wochen kaufte ich drei alte Zuchtaquarien recht günstig, putzte diese und wusste zuerst gar nicht, was ich damit anfangen soll. „Mit Wasser füllen!“ Logisch! Eines steht nun als „Aussenaquarium“ auf der Terrasse. Ursprünglich diente dies nur dazu Wasserflöhe und Wasserpflanzen übergangsmässig aufzubewahren (Die Wasserflöhe kann man ja nicht alle auf einmal den Fischen vorsetzen und die Wasserpflanzen wachsen im Aussenaquarium ohne Ende).

Mittlerweile entwickelt sich das Aussenaquarium zum echten Selbstläufer. Und das absolut techniklos! Nachdem ich feststellte, dass die Pflanzen so gut wachsen, wechselten die übrig gebliebenen Garnelen aus „Waterworld I“ in das Becken. Den Garnelen geht es wunderbar! Es wird mir niemand glauben: Ganz ohne zusätzliches Futter! Auch sind einige Schnecken mit den Pflanzen damals umgezogen: Auch diese vermehren sich gemütlich und einige konnten schon in das „ThaiRiver“ Becken umziehen. Und: Seit einigen Tagen entdeckte ich weitere willkommene Bewohner: Schwarze Mückenlarven! Der Kampffisch und die vier Neon freuen sich ohne Ende. Genau dann, wenn ich die Viecher verfüttere.

Das Aussenaquarium dient auch noch als „Algenvernichter“. Nein, nicht das Glas, sondern die Garnelen, Wasserflöhe, Mückenlarven und Schnecken. Entdecke ich einem der „Waterworld“-Projekte eine mit grünen Algen überzogene Pflanze, dann entnehme ich diese und werfe diese einfach ins Aussenaquarium. Die Fauna macht sich sofort „schmatzend“ über die Fauna her. Die Mückenlarven sind die ersten am frisch gedeckten Teller. Wenig später hängen einige Wasserflöhe und deren Nachwuchs (!) am frischen Grün. Die Garnelen und Schnecken folgen mit etwas Verspätung. Zwei Tage später ist die Wasserpflanze algenfrei und kann wieder zurück in das ursprüngliche Glasbehältnis eingepflanzt werden.

Das zweite ehemalige Zuchtbecken steht ebenso auf einem „Möbelhund“ und ist somit leicht in der Wohnung beweglich aufstellbar. Darin befinden sich zwei Bambusstengel (IKEA) und zwei Zyperngraspflanzen (Kaufland). Letztere befreite ich weitgehend von der Erde nach dem Austopfen und schnitt die Wurzeln etwas zu. Meine „PHHG“ (Personal Haus- und Hofgärntnerin) Olivia meinte, dass ich mir keine Sorgen machen sollte, wenn die Zyperngraspflanzen anfänglich etwas schwach aussehen würden. Diese würden sich auf die neuen Verhältnisse erst umstellen müssen. Wachsen dann aber von unten wieder nach, was sich nach 14 Tagen auch bestätigt. Sollte sich die Situation aber verschlechtern, so werfe ich das Zyperngras raus und setze weitere Bambusstengel hinein. Diese wachsen nämlich hervorragend und treiben fleissig Wurzeln.

Dann entdeckte ich am Samstag kleine „Viecher“ an der Wasseroberfläche und identifizierte diese als „Mückenlarven“! Ähm… das ist in geschlossenen Räumen etwas unangenehm – ich meine: Wenn sich unbemerkt die Mückenlarven in Mücken verwandeln sollten. Dem musste begegnet werden. Somit zogen heute die vier Neon zusammen mit meinem Kampffisch aus den „Waterworld“-Gläsern um in das „Bambus“-Becken. Und die Tafel war gedeckt! Die Mückenlarven innerhalb von zwei Stunden extrem dezimiert und die Mägen gefüllt. Gefahr gebannt.

Hier also nun die beiden Fotos vom „Bambus-Becken“. Auch dieses ist nur etwas mehr als zur Hälfte gefüllt. Warum man Kampffische mit Neon zusammen hält? Keine Ahnung. Eigentlich kommen beide Rassen aus unterschiedlichen Erdteilen. Und langläufig herrscht auch die Meinung, dass sich der Kampffisch von den hektischen Neon stressen lässt. Ich muss sagen, dass die Neon dem Kampffisch ziemlich egal sind. Er scheint viel zu stolz zu sein, als sich von den kleinen Hektikern im gemütlichen durch das Becken gleiten stören zu lassen. Auch scheint es, dass die Neon ziemlichen Respekt vor „seiner Hoheit“ haben. Die schwimmen nämlich mit entsprechendem Abstand im Becken herum.

Nun steht noch das dritte ehemalige Zuchtbecken zur Disposition. Darin befindet sich momentan lediglich der Rest gewaschener Sand und etwas Wasser. Auch dieses Becken steht „auf Rollen“. Es hilft mir aktuell bei einem Wasserwechsel oder als Zwischenlager für Wasserpflanzen. Somit habe ich noch ein kleines Becken „auf Reserve“ für allfällige Ideen oder sonstiges.

Links zum Thema:


09.07.2008 – „ThaiRiver – Ein etwas anderes Aquarium“ – Die erst Bepflanzung

10. Juli 2008

Nachdem am Montag das „Grossprojekt Thairiver“ mit der Montage der Möbelhunde auf die Grundplatte und anschliessend der Befüllung mit gewaschenem Sand und Wasser begann, besorgte ich heute auf dem Weg nach Hause ein paar Wasserpflanzen. Die Zielsetzung bestand dabei möglichst thailändische Wasserpflanzen zu besorgen. Somit steuerte ich auf dem Rückweg von Heiden das „Glattzentrum“ an.

Von Heiden aus wäre es ein Leichtes gewesen kurz im Liechtensteinischen vorbei zu fahren. Dort befindet sich die „Aquaristik-Oase.ch„. Allerdings teilte mir der Gegenpart am Telefon mit, dass er keine Pflanzen lagermässig hätte, sondern die via Online-Shop bestellten direkt vom Importeur zu den Endkunden schicken lässt. Auch nach St. Margrethen wäre der Weg sehr kurz gewesen. Nur hatte ich mir den Namen des dortigen Aquaristik-Ladens nicht gemerkt.

Somit blieben mir um diese Uhrzeit (18:30 Uhr) zwei Alternativen: Der Qualipet im Glattzentrum oder der IKEA in Spreitenbach. „Bei IKEA kann man Wasserpflanzen für’s Aquarium kaufen?“ Ja, man kann! Schon Anfang Mai „stolperte“ ich in der Zimmerpflanzenabteilung im IKEA über in durchsichtigen Bechern gefüllte Wasserpflanzen und nahm damals welche für die „Waterworld“-Projekte mit. Professionelle Aquarianer werden beim Anblick der „Projekte“ sicherlich aufschreien. Aber mir gefallen die „Fische im Glas“ und: Damit brach der Aquarium-Virus, mit welchem mich dereinst mein Vater in der Jugend/Schulzeit ansteckte, erst wieder aus; denn bei den Pflanzen vom IKEA kam die Idee mit den Fischen! Und nun ziehen diese bald um.

Gegen 19:30 Uhr betrat ich den Qualipet. Ich sah mir zuerst die Fischbecken an und sondierte, welche Fischarten aus Asien bzw. noch besser direkt aus Thailand kommen. „Fadenfische“ und „Guramies“, sowie „Kampffische“ kannte ich bereits und gefielen mir. Dann ging ich zur Kasse und sprach die Bedienung mit den langen blonden Haar an. Nein, nicht wegen der Reize 🙂 die Dame beriet mich bereits einige Male recht kompetent beim Kauf der letzten Fische – sie heisst übrigens „Sarah“.

Wir gingen zum grossen Pflanzenbecken und ich erklärte mein „Problem“: Pflanzen aus Thailand. Bei einigen wusste sie sofort Bescheid – für die restlichen konsultierte sie ein „Dennerle“ Buch. So erfuhr ich, dass sämtliche Pflanzen eine „Dennerle-Nummer“ besitzen zur eindeutigen Identifikation. Sie bot mir sogar an, dass ich Pflanzen, die nicht vorrätig wären für mich bestellen würde – auch in Kleinmengen.

Bei den Fischbecken stehen zwei grosse Aquarien. Darin befindet sich jeweils eine recht grosse Pflanze, deren Blätter teils aus dem Becken ragen – und: Die Pflanze treibt ein paar Ableger! Ich fragte, ob ich davon ein paar Ableger haben dürfte „zum Ausprobieren“; denn genau so stellte ich mir die Bepflanzung zumindest teilweise vor: Pflanzen, die aus dem Becken wachsen und/oder sogar blühen. Bereitwillig schnitt die nette Bedienung mir zwei Ableger ab und packte mir diese vorsichtig zu den anderen, die wir gemeinsam ausgesucht hatten. Von den deutschen Namen kannte ich nur zwei Arten: „Wasserfreund“ und „Tigerlotus“. Ich kaufte zwei verschiedene Bodendecker, eine Grasart mit langen Blättern und eine, die Lilien-ähnlich Blätter besitzt und blüht (?). Die Pflänzchen kosteten übrigens 6,90 pro Töpfchen. Die Ableger bekam ich dankenswerter Weise gratis dazu.

Zuhause angekommen machte ich mich sofort daran das Aquarium zu bepflanzen. Vorsichtig schnitt ich die beiden Beutel auf und entleerte den Inhalt ins Becken. Die beiden Bodendecker, welche sicherlich ein gutes Stück arbeit vor sich haben, entfernte ich aus den Töpfchen und entfernte noch vorsichtiger das Substrat, um die Wurzeln möglichst nicht zu beschädigen. Die restlichten Pflänzchen stellte ich mit den Töpfchen in den Sand, weil ich nicht weiss, ob es besser ist das Töpfchen zu entfernen.

Aus meinem kleinen „Aussenbecken“ auf der Terrasse holte ich die Muschelblume, die Wasserhyazinte und etwas, das nach Wasserfarn aussieht. Die drei Schwimmpflanzenarten kaufte ich letzte Woche bei meinem Besuch beim „Hauenstein Gartencenter“ erstand. Dort arbeitet Olivia – meine persönliche Thailand-Pflanzen-Fachfrau. Ausserdem positionierte ich noch einige von den Pflänzchen, die mir Jonas dankenswerter Weise überlassen hatte, als ich die Luftpumpe und die beiden Luftheber bei ihm abholte. Das Material treibt meinen selbst gebastelten Mattenfilter (rechts vorne im Bild) an, welcher nun schon für merkliche Wasserklärung sorgt.

Nun dachte ich noch daran „Thairiver“ mit etwas Wasser samt Wasserflöhe und Schnecken aus meinem „Aussenbecken“ zu impfen. Allerdings ist es heute schon recht spät und ich möchte keine der Mückenlarven und schon gar keine der übrig gebliebenen Garnelen in das Becken einbringen. Die Mücken eh nicht und die Zwerg-Garnelen entwickeln sich in dem techniklosen Aussenbecken (fast) ohne jegliche Pflege bereits jetzt ausgezeichnet.

Als Nächstes plane ich einige grössere Kieselsteine o.Ä. unterwegs aufzusammeln, um das „Grunddesign“ etwas nach meinem Gusto zu verbessern. Ausserdem suche ich noch eine grössere Wurzel; denn so löst sich folgendes Problem: Die Efeutute pflanze (binde) ich auf die Wurzel. So können die Pflanzenwurzeln das Wasser erreichen, Giftstoffe entfernen, und die Blätter bleiben oberhalb der Wasseroberfläche.

So, wenn alles klappt, dann kann der Kampffisch am Wochenende umziehen. Hoffentlich lebt er noch so lange im kleinen „Waterworld 1“. Ich weiss nicht, ob es besser ist ihn sofort umziehen zu lassen. Er hängt nämlich recht gerne an der Oberfläche.

PS: „ThaiRiver“ heisst das Projekt einmal in Anlehnung an die Inspiration durch das Kunstprojekt „Local River“ und zum Zweiten, aus der Idee ein thailändisches Aquarium einzurichten („Thai – River“). Mit einem „Fluss“ oder einem „Flussaquarium“ hat das Projekt eigentlich nichts zu tun, da es ja im Endstadion komplett ohne Technik laufen soll. Aber auf der anderen Seite „fliesst“ das Projekt „ThaiRiver“ seit der ersten Idee mit allen bisherigen Lösungen, die sich nun ergeben haben, „vor sich hin“ in Anlehnung an den Aphorismus „panta rhei“, was übersetzt „alles fliesst“ bedeutet.

Auch erinnere ich mich an ein Zitat, welches lautet :“Nur wer gegen den Strom schwimmt, kommt zur Quelle“. Und „gegen den Strom schwimmen“ heisst für mich „die Sache anders machen, als gewohnt oder üblich“ bzw. „ausgetretene Pfade zu verlassen“; denn nur so kommt man auf neue Erkenntnisse oder Probleme, die wieder neue Ergebnisse bringen. Somit finde ich den Namen für das „etwas andere Aquarium“ ganz passend. Ob das Experiment klappt, wird sich zeigen; denn „der Weg ist das Ziel“. Aber ich bin nicht Heraklid und bleibe lieber in der Realität, als im Philosophischen.

Links zum Thema:


07.07.2008 – „Thairiver – Ein etwas andere Aquarium“ – Die Story beginnt

8. Juli 2008

Ein rollendes Aquarium? Mit Pflanzen und Fischen mit thailändischen Wurzeln? Komplett ohne Technik? Geht das? Ein Experiment! Hier die Fotos, im Blog und im Forum von Aquarium.ch die Geschichte dazu. Projektname „Thairiver“.

Heute ging es los. Im Vorfeld kaufte ich ein passendes Aquarium mit den gewünschten Massen (Länge 120cm, Höhe 60cm, Tiefe 70cm), welches zufällig auch noch in der direkten Umgebung zu haben war. Im Jumbo Baumarkt besorgte ich zwei Säcke mit gewaschenen Sand, was sich als Fehlkauf herausstellte; denn ich musste feststellen, dass der Sand zwar „feucht“ war, aber trotzdem noch mehrmals zusätzlich gewaschen werden musste.

Mir gefällt der Gedanke eben nicht, dass ein Aquarium einmal aufgestellt, sich dann nicht mehr bewegen lässt. Auch die Aquarien-Standardkombination (Unterschrank, darin die Filtertechnik, darauf das Aquarium, oben drauf die Beleuchtung) empfand ich als hinderlich und unflexibel. Deshalb besorgte ich im Jumbo Baumarkt so genannte „Möbelhunde“ mit jeweils 500 Kilogramm Belastbarkeit. Ausserdem liess ich mir eine Holzplatte mit den entsprechenden Grundmassen zuschneiden und nahm noch dünne Styroporplatten mit.

Heute schraubten Mike und ich vier Möbelhunde auf die Holzgrundplatte und befestigten die Styroporplatten darauf. Dann platzierten wir das Aquarium und machten den ersten „Rolltest“. Alles in Ordnung. Dann ging ich auf die Terrasse und wusch den Sand in einer Wanne aus. Der Sand schüttete ich dann in das Aquarium. Damit ich nicht so weit gehen musste, rollte ich das Aquarium zur geöffneten Terrassentür. Klappt ja ganz leicht mit den Rollen darunter.

Gestern – Sonntag – regnete es wie aus Eimern und ich sammelte den Regen eben in solchen auf der Terrasse. Somit bestand ein Teil der Grundbefüllung neben dem frisch gewaschenen Sand nun aus dem gesammelten Regenwasser. Es passt einiges in die „Glasbadewanne“. Nur etwa 10 Zentimeter Regenwasser und Sand befanden sich nun im Aquarium. Somit rollte ich das Aquarium zur anderen Terrassentür; denn dort ums Eck steht der Schlauchwagen. Nun hiess es: Schlauch ein wenig ausgerollt und den Hahn aufgedreht.

Somit lief nun Leitungswasser bis zur gewünschten Befüllungshöhe in das Glasbecken. Ich füllte das Becken bis etwa 10 Zentimeter unter den Rand. Die hoffentlich bald einziehenden Pflanzen sollen aus dem Becken wachsen nach meiner Planung. Nun steht das Aquarium vor der Terrassentür und ein kleiner Innenfilter (Marke Eigenbau: Eine zusammengerollte dicke Filtermatte und zwei Luftheber) bringt hoffentlich die letzte Trübung in den nächsten Tagen aus dem Wasser. Wenn das Aquarium „biologisch eingelaufen“ ist, kommt der Filter wieder raus.

Soweit der aktuelle Stand. Jetzt benötige ich als nächstes „Pflanzen mit thailändischen Wurzeln“.

Links zum Thema:


17.05.2008 – „Local River“ oder „Anregungen für Einrichtungsideen“

17. Mai 2008

Eine Wohnung ist eine Wohnung und bleibt eine Wohnung? Das ist uns zu langweilig. Klassische Einrichtung ala „Möbelhaus“-Standard ist nicht unser Geschmack. Deshalb suche ich immer nach kreativen und ausgefallenen, aber einfach umzusetzenden Ideen. Vielleicht erinnert sich ja der ein oder andere Leser noch an die beiden Projekte „Wandwiese“ und „Upside Down Tomatos“ im Rahmen von „Mehr Grün!“

'local river' by mathieu lahanneur with anthony van den bossche

Diese findet man dann in meinem Blog unter der Rubrik „Projekte“. Das oben gezeigte Bild ist ein schönes Beispiel für meine Vorgehensweise. Von der spontanen Idee „Waterworld“ bzw. „Fisch im Glas“ angeregt, spielen wir mit dem Gedanken uns ein grosses Aquarium in die Wohnung zu stellen. Der Stil sollte zum Gesamtbild passen. Und dabei herrscht der „Asia-Style“ vor. Deshalb ist eine der Anforderungen ein Thailand-geprägtes Aquarium einzurichten.

Aber: Wie sehen „Aquarien“ denn üblicherweise aus? Unten ein Holzschrank, darauf ein Aquarium, oben eine Kiste mit Beleuchtung. Ausserdem steht das Aquarium einmal mit Wasser gefüllt gewichtsbedingt immer an der gleichen Stelle. Ein Verrutschen ist dann unmöglich. Somit ist der einmal gefundene Platz „fest zementiert“. Das alles gefällt uns gar nicht. Dafür muss eine Lösung her.

Beim Stöbern im „Design Boom Blog“ stiess ich nun zufällig auf eine Anregung (siehe Bild oben). Im Architekturbereich der „artist space gallery“ in New York www.artistsspace.orgzeigen Mathieu Lahanneur zusammen mit Anthony van den Bossche ihr Projekt „Local River“. Dabei stehen die zwei unterschiedlich hohe Aquarien direkt auf dem Boden. Die sicherlich mit etwa 300 bis 400 Liter Wasser gefüllten Aquarien scheinen jedoch ganz leicht zu sein; denn sie „schweben“ – sind also an den Unterseiten nicht mit einer kompakten Unterlage versehen.

'local river' by mathieu lahanneur with anthony van den bossche

Ein Glasdeckel verschliesst das Aquarium auf der Oberseite, jedoch nicht vollständig. Eine Bohrung lässt den Luftaustausch zu. Auf dem Deckel befinden sich weitere Glasbehältnisse mit kleinen offenen Biotopen. Dies bringt den Faktor „Grünpflanzen“ in Kontrast mit dem pflanzenlosen, dafür aber mit Lebewesen bestückten Aquarien. Oder kurz: „Oben: Pflanzen, Erde und Luft – Unten: Fische, Sand und Wasser“.

Beide „Welten“ stehen im direkten Bezug. Die Pflanzengefässe stehen in Bohrungen im Deckel und erreichen mit der Unterseite die Wasseroberfläche. Dadurch versorgen sich die Pflanzenbiotope mit der erforderlichen Flüssigkeit. So stehen die beiden Biotope in direkter Verbindung. Ein durchsichtiger Wasserschlauch verstärkt die Wirkung zusätzlich.

Sehr schön geheimnisvoll wirkt auch die Beleuchtung von unten. Sonst ist diese immer in einem mehr oder weniger hässlichen Deckel versteckt.

Hier also Plan für das Konzept zu unserem Projekt „Thai River“ made by Sperlix-Brothers:

Dieses Projekt „Local River“ wandeln wir nun ein klein wenig ab. Das Aquarium wird ebenso am Boden stehen. Aber nicht direkt. Um das Aquarium ebenso „schweben“ zu lassen, kommt eine relativ dünne aber tragfähige Holz- oder Metallplatte darunter. In Schichttechnik wird diese zum Zentrum hin immer dicker, um das Gewicht tragen zu können. Damit das Aquarium mobil bleibt und auch befüllt jederzeit verschoben werden kann, kommen stabile Rollen unten an die Trägerplatte.

Als Beleuchtung befestigen wir entweder dünne Spagetti-Neonröhren oder LEDs in weiss an den beiden oberen Längsseiten in einem schräg abgewinkelten Gehäuse. Die Oberseite dient dann gleichzeitig als Glasdeckelträger. Damit das Aquarium möglichst ohne Kabel und Strom auskommt, wird eine genügend grosse Solarzelle in den Glasdeckel integriert. Am Tag kommt das Aquarium ohne Licht aus. Bei einbrechender Dunkelheit schaltet sich dann die Beleuchtung gespeist von flachen Akkus ein. Soweit der Plan. „Schaumeramal-odrrr?

Links:

Wir halten Euch auf dem Laufenden. PS: Der „Design Boom Blog“ ist übrigens eine wahre Quelle an Inspiration und gehört zum festen Bestandteil meiner Blogroll.

Aus den Anregungen durch „Local River“ ist mein „ThaiRiver“-Projekt enstanden. Ein Aquarium, welches auf Rollen auf dem Boden steht.