31.01.2009 – Events in Zürich: „Bad Taste Party“ im Provitreff oder „In der Fasnacht angekommen“

1. Februar 2009

Via Ron Orp erfuhr ich per Mail, dass eine „etwas“ aussergewöhnliche Party im „Provitreff“ stattfinden soll. Die Party nennt sich „Bad Taste“. Was bitte soll „Schlechter Geschmack“ mit einer Party zu tun haben? Nach einer kleinen Suche im Web fand ich den Grund: „Man ziehe sich möglichst geschmacklos an“.


Na gut, nach einer Durchsicht der Bekleidungs-Lagerrestbestände im Keller statteten sich Mike und ich entsprechend aus und fuhren gegen 22:30 Uhr nach Zürich Richtung Sihlquai. Der Verkehr bei der Hardbrücke und Richtung Bahnhof war katastrophal. Die Parkplatzsuche gestaltete sich somit auch etwas ausführlicher als sonst. Aber schlussendlich konnten wir aus dem warmen Auto hinaus in die Kälte und eilten flotten Schrittes zur Location „Provitreff“. An der Tür bemusterten uns drei Veranstalter und befanden, dass wir wirklich geschmacklos angezogen seien und wir durften passieren.


Nun waren wir wirklich in der Fasnacht (Fasching, Carneval) angekommen. Die Mehrheit der Gäste hatte das Motto wirklich einwandfrei aufgefasst und sich entsprechend phantasievoll eingekleidet. Wenig später trafen auch Moni und P@ ein. P@’s Outfit entpuppte sich als Kracher: Schwarze hohe wallende Perücke, leuchtendes Alien auf dem Shirt und Plüsch-Fifi auf dem Arm. Dazu eine Zigarre! Perfekter „Bad Taste“. Steve traf ebenso wie Moni ein. Leider waren beide im normalen Outfit unterwegs. Steve fand aber schnell einen Weg, um sich umzudekorieren.



Die „Bad Taste Party“ im Provitreff darf als kreatives Highlight im Partytümpel Zürich bezeichnet werden. Es hat viel Spass gemacht. Die Musik stammte durchwegs aus den 80ern und wir tanzten viel. Kompliment an DJ Membrane für das stimmige Set und die durchwegs tanzbaren Songs, welche für eine durchgängig tolle Stimmung und volle Tanzfläche sorgten. Die Bilder von der Party sind wie immer auf dem Server einsehbar.


01.11.2008 – Zürich: Party „Die kleine Wintermusik“ im Provitreff

2. November 2008

Und schon ist es wieder Sonntag. Der Urlaub liegt genau eine Woche zurück und wir befanden uns gestern auf der ersten Party der Wintersaison – trefflicher Titel: „Die kleine Wintermusik“. Der Titel spiegelt einen Kursaal vor, in welchem im Halbkreis Streicher sitzen und in der Mitte mit dem Rücken zum Publikum ein schwarz-gefrakter Dirigent den Taktstock schwingt. Das Orchester gibt eine Mischung aus Vivaldi’s tiefmolligem und schwermütigen „Winter“ aus dem bekannten Stück „Die vier Jahreszeiten“ und Mozart’s berühmter „Kleiner Nachtmusik“ zum Besten. Alles schön ruhig und gelassen.

(Fast) alles ganz anders. Die einzige Gemeinsamkeit: Die vorherrschende Kleiderordnung an diesem Abend war „Schwarz“. Keine Geigenmusik ertönte im Kursaal. In den locker gefüllten Räumlichkeiten der Partylocation „Provitreff“ schallte beste „More than Mode“-Musik aus den Lautsprecherboxen. Wir trafen gegen Mitternacht ein. Auf dem Weg in den Kreis 5 begleitete uns teils dichter nächtlicher Herbstnebel. Die Temperaturen leicht über Null Grad hatten den Schnee der letzten Tagen deutlich reduziert.

Die recht frischen Aussentemperaturen schienen doch den ein oder anderen davon abgehalten zu haben in die Kälte hinaus zu gehen. Scheinbar zog man den gut geheizten Kachelofen vor. Deshalb war das teils ganz interessant extravagant bekleideten Publikum durchaus überschaubar. Gerade recht. Gleich nach dem Bezahlen des Eintrittzolls inklusive Abstempelung am rechten Handgelenk und Abgabe der warmen Jacke an der diesmal vorteilhaft vorbereiteten Garderobe liefen uns P@ und Anne über den Weg. Am Töggelekaschte (Kicker) wärmte sich Regina, wie eine Libelle hochgeschnürt in ein Korsette (natürlich ganz in schwarz), damit auf männliche Gegner reihenweise zu vernaschen.

Wie auch in und über der Stadt, herrschte im Tanztempel teils dichter Nebel und es zuckten Gewitterblitze – beides jedoch künstlich erzeugt. Mike traf, wie vorher verabredet, Steve und Mario. Die beiden brachten im Schlepptau Nicole mit, welche Steve schon sehr lange zu kennen schien. Beide schienen auch die gleiche Vorliebe zu haben: Fast pausenlos mit dem Natel zu spielen.

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Als ich an der Theke stand und gerade mein erstes Bier in Empfang nahm, klopfte mir P@ auf die Schulter. Er hätte Gegner für uns gefunden. Ich folgte ihm an den Tisch der kopflosen Fussballspieler (eine Parallele zum realen Spielfeld), der über Tubelights dezent indirekt beleuchtet ist und wir stellten uns den Gegnern. Bis auf ein paar wenige Pausenausflüge in den Tanzsaal hielten wir ebenso fast durchwegs erfolgreich die Stellung den ganzen Abend.

Das Ambiente im Provitreff ist locker, die Dekoration einfallsreich, die Musik der drei DJs durchaus angenehm hörbar und tanzbar – und: Noch darf geraucht werden im Gegensatz zu Bayern. Offensichtlich möchte keiner der Politiker riskieren, dass seine Partei durch das Rauchverbot Wählerstimmen einbüsst (oder die absolute Mehrheit verliert und den Kopf, wie bei der CSU in Bayern bei der letzten Wahl).

Gegen 3 Uhr traten Mike und ich den Heimweg an, fuhren noch kurz bei der Esso-Tankstelle in der Hohlstrasse vorbei,  um die obligatorischen „Gipfli“ zu tanken und fuhren durch die neblige Nacht zurück nach Hause. Nach einem Kaffee aus der langsam das zeitliche segnenden Espressomaschine fielen wir müde ins Bett. Ein Gedanke beschäftigte mich jedoch einen kurzen Augenblick, bevor ich Richtung Traumland abglitt: „Irgendwie ist alles anders.“


20.09.2008 – Events in Zürich „Herbstparty“ im Provitreff ab 28 Jahren

18. September 2008

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No more words to say. Ausser: „Ein echter Geheimtipp“. Hier noch die Bilder und der Bericht vom letzten Jahr.

Tschaschper-Herbstparty diesen Samstag im Provitreff, Sihlquai 240, ab 21Uhr (nicht weitersagen!) 🙂

Infos unter www.tschaschper.ch und www.soro.ch


31.05.2008 – Bilder und Bericht „Party Herbstzeitlosen“ im Provitreff

2. Juni 2008

Der Provitreff wird immer mehr zu unserer Stammadresse. Die Vorzüge sind einfach erklärt: Angenehme Atmosphäre, getrennter Bar/Lounge-Bereich von der kleinen übersichtlichen Tanz-„Arena“, direkter Zugang zum Garten direkt an der Limmat und: Ein Töggelikaschte! Letzteren belegte die Clique fast durchgehend an diesem Abend. Hinzu kam noch, dass die Musik zumindest an den „Herbstzeitlosen„-Parties hörbar und tanzbar ist – ebenso fast durchgängig.

Mike und ich wanderten von der überhitzten „Denner Superdiscount Party“ das Stück zur Limmat zu Fuss. Wir genossen den lauen Abend bzw. die laue Nacht – es war bereits kurz vor Mitternacht, als wir im Provitreff ankamen. Stephan stand bereits die Griffe fest in der Hand am Töggelikaschte und spielte hochkonzentriert. P@ und Ann kamen aus der Tanzarena zur Begrüssung und lachten uns aus, weil wir auf der SDDP waren. Naja, so schlimm war das auch wieder nicht.

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P@ „feuert“ mir eine! Deniz zeigt zuerst die kalte Schulter

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.. und dann das neue Tattoo. Bei Anne krabbelt derweil ein Gecko über die Niere
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Rosie und Marcel alias „Huggi“ im Vollkörperkontakt-Dancing
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Während Deniz und Rosie nett lächeln… .. „derblecken“ mich P@ und Anne

Deniz kam wenig später dazu und ich entdeckte ihr neues Tattoo auf ihrer Schulter. Spasseshalber versuchte ich es mit Spucke und Daumen abzuwischen, was natürlich nicht ging. Dafür ging ich auf Tattoo-Jagd bei Anne und bekam ein Motiv gezeigt 🙂 Dann entbrannte ein regelrechtes EM08-Vorbereitungs-Training am „Kicker“, während Anne und Mike mit der Deko in der Hand wild über französische Fachbegriffe in der Männer- und Frauenwelt diskutierten. 

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Rosie und P@ drehen am Rad *äh* an den Stangen Stephan und P@ extrem konzentriert
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Rosie mit Feingefühl und P@ mit ausbaufähigem Abwehrverhalten Die Frage: Was hat der 30. Geburi mit Kochen zu tun hat, blieb allerdings offen.
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Darf ich vorstellen: „Darth Anne“ und „Mike Skywalker“ (Ich bin Deine Schwester *röchel* *hüstel* *räusper* Ich nix Mutter! Du Sohn! Odrrr?)
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Rosie schnappschusst P@ mit ihrem neuesten Spielzeug. Rosie und Marcel alias „Huggi“ beim Füsse-Ausschütteln
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Rosie und PeterPan (Pic One) Rosie und PeterPan (Pic Two)

Auch Rosie und Huggi duellierten sich paarweise am Töggelikaschte und massen sich mit dem ein oder anderen Paar auf der Gegenseite. Ab und zu schauten wir in den locker gefüllten Tanzbereich und schüttelten unsere Beine aus. Alles in allem eine gelungener Abend auf einer tollen Party in einer optimalen Location. Gegen 4 Uhr verabschiedeten sich Mike und ich und wir wanderten zurück zum Parkhaus, um unser Auto „auszulösen“. Gemütlich fuhren wir nach Hause. Im Osten graute bereits der Morgen – und der Neumond gab mit dem klaren Himmel dem Abend einen perfekten Ausklang.

Links zum Artikel:


Events in Zürich – 31.05.2008 Party „Herbstzeitlosen“ im Provitreff

30. Mai 2008

Herbstzeitlosen im Frühling? Da sind wir richtig!

Herbstzeitlosen im Provitreff

Team
HERBSTZEITLOSEN wurde im November 2002 durch Christoph Brunner, Tore Gunterberg und Roger Gfrörer gegründet. Hier gehts zu den ersten Parties http://www.geocities.com/herbstzeitlosen/overall.html Seit dem 19. Mai 2006 ist HERBSTZEITLOSEN ein Verein mit dem Zweck, Kulturveranstaltungen durchzuführen. Der Vorstand besteht aus Janine Tanner, Christoph Brunner, Roger Gfrörer und Stephan Veen.

Philosophie
Wir wollen an 2–4 Parties im Jahr unseren Gästen anspruchsvolle Musik und angenehme Preisen bieten. Wir wollen ein Ort sein, an dem die Musik nicht Mittel zum Zweck sondern Zweck selbst ist. Wir wollen den Herbst hörbar machen. Herbstzeit-losen eben.

Und dies im kleinen, überschaubaren Rahmen. Ohne kommerzielle Absichten.

Wann: Samstag, 31.05.2008 | 22:00
Was: Party | Wave, Synthpop, Alternative
Wer: DJs CB, Raimondo P., JHG Shark

Ort:
Provitreff
Sihlquai 240
8005 Zürich

Links:


29.09.2007 – „Herbstfest“-Party im Provitreff Zürich – Kurzbericht und Bilder

30. September 2007

Deniz informierte mich bereits am letzten Wochenende und empfahl als Geheimtipp das „Herbstfest“ am Samstag 30.09.2007 im Provitreff in Zürich. Die Location „Provitreff“ kannte ich eigentlich nicht wirklich. Aber als ich im Internet am Samstag Nachmittag die Website besuchte, fiel es mir wieder ein. Das ist der Flachbau auf der Strasse vom Escher-Wyss-Platz zum Bahnhof an der Limmat entlang. Die Location „Provitreff“ kann man mieten – steht auf der Homepage. Und das „Herbstfest“ scheint eine eingebürgerte festverankerte Veranstaltung zu sein; denn auf der Homepage sind Bilder von den letzten Jahren vorhanden. Ein „Frühlingsfest“ gibt es offensichtlich auch. Am Provitreff war ich schon so oft vorbei gefahren. Alles klar – das sehen wir uns an.

Gesagt – getan. Gegen 22 Uhr machten Mike und ich uns „Ausgangs-fertig“, stiegen in den „kleinen Schwarzen“ und fuhren Richtung Hardbrücke. Die Förlibuckstrasse ist komplett gesperrt – bereits die 2. Nacht – um Teerarbeiten auszuführen. Hoffentlich wird endlich eine der vielen Baustellen in Zürich abgebaut. Dann beim Escher-Wyss-Platz vorbei zum Sihlquai weiter. Doch hier stand die Frage „Wo ist ein Parkplatz“?. Wir bogen zur Limmatstrasse ab und suchten dort. Die Gegend um die Limmatstrasse ist autotechnisch eine reine Katastrophe: Sackgassen und Einbahnstrassen. Einmal reingefahren, fühlt man sich im Kreis geführt und gefangen. Die Schweller auf der Strasse sind hoch und meine flache Flunder setzt dort fast überall auf. Nach langer Suche fanden wir zufällig einen Parkplatz.

Es regnete leicht und für September ist es empfindlich kalt, so beeilte wir uns zum „Provitreff“ zu gelangen. Ich öffnete die Stahltür und uns empfing eine fantasievolle Dekoration. Rollrasen auf dem Boden, darauf Kerzen und überall Sonnenblumen. Am Eingang stand ein Tisch und dahinter sassen zwei der Organisatoren (denke ich). Unüblich: Zuerst bekamen wir den obligatorischen Stempel auf den Unterarm und dann forderte man die Eintrittspauschale von kommoden 10 Franken.

Im Partyraum steht ein Töggelikasten (Kicker) im Eck. Dann folgen niedrige Ledersofas und ein paar Stehtische. Auf der gegenüberliegenden Seite ist über die ganze Breite eine Bar, welche auch mit Rollrasen belegt ist. Darauf echte Champignons, Kerzen und sonstige nette Herbst-Dekos. An den Wänden sind weitere Sonnenblumen und Maispflanzen angebracht. Eine Spiegelkugel und Schwarzlicht-Neon vervollständigen das Bild. Aus dem Tanzraum dringt wummernd Musik aus den 80ern. Mike und ich fühlten uns in die Zeiten der Jugendzentrums-Parties zurück versetzt.

Noch war die Location locker gefüllt – etwa 100 zahlende Gäste. So fiel es leicht sich umzusehen – und Deniz zu finden. Wie üblich mit Handtasche, Zigarette und der ersten Bierflasche bewaffnet, stand sie in der Nähe der Theke in einem eher ruhigen Eck. Wir begrüssten uns und plauderten über dies und das. Das Ambiente empfanden wir als extrem angenehm.

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Gegen Mitternacht füllte sich der „Provitreff“ zusehends mit Gästen. Es war aber trotzdem überschaubar. Gedränge gab es eigentlich nur an der Tür, welche den Bar-Chillout-Bereich vom Tanzraum trennte. Hier stellte sich wieder heraus, dass es tatsächlich Leute gibt, die es für sich am sinnvollsten halten direkt im Türbereich ihren Stammplatz zu markieren. Es konnten auch wieder „Um-Taschen-auf-Boden-Tanzer“ gesichtet werden – ähnlich sich bewegend, wie dereinst die Indianer um das Lagerfeuer. Hinzu kam: Je später der Abend, desto mehr verschob sich das Alkohol-zu-Blut-Verhältnis, umso grösser wurde der Mut auf der Tanzfläche Bewegungen auszuführen, die mit dem eigentlichen Takt nichts mehr zu tun hatten. Aber Hauptsache man/frau fühlt sich „cool“ 🙂 und hält ein Getränk in der Hand.

Zwei DJs standen hinter dem Pult mit aufgeklappten Laptops und legten überwiegend durchgängig stimmige Musik aus den 80ern auf. Sämtliche Musikrichtungen wurden hierbei berücksichtigt, was viel Abwechslung brachte und eigentlich für jeden etwas dabei war. Viele Songs hatte ich schon ewig nicht mehr gehört. Anfänglich konnte sogar das Tanzbein geschwungen werden. Aber wegen der oben erwähnten Gruppierung der Gäste um Taschen und der Gefahr über den eigenen Haufen gerannt zu werden, unterliess ich dass je mehr, je später es wurde und je dichter und unkontrollierter das Gedränge wurde.

Wir verlagerten uns mehr auf das Geniessen der Musik und zogen uns später in den Chillout-/Barbereich zum Plaudern zurück. Gegen 3 Uhr morgens lichteten sich die Reihen der Gäste und auch wir entschlossen uns gegen halb Vier von der „Herbstparty“ den Heimweg anzutreten.

Die Veranstalter haben sich sichtlich Mühe gegeben und damit eine interessante Alternative zu den „grossen Parties“ geschaffen. Es regnete immer noch leicht, als wir den Provitreff verliessen. Und es immer noch deutlich zu kühl für September. Aber die „Herbstfest“-Party ist wirklich ein Geheimtipp!