16.01.2011 – Raserblitzgewitter – Ergebnis vom Samstag: 1. Türkei, 2. Italien, 3. Schweiz

16. Januar 2011

Wer es noch nicht wissen sollte: Auf Schweizer Autobahnen gilt die Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h. Zugegeben, in manchen Kantonen scheint man zwar mit dieser Geschwindigkeit ein Verkehrshindernis zu sein (gefühlsmässig Thurgau, Luzern, Schwyz), speziell auf der linken Fahrspur beim Überholen, aber laut Gesetz ist es so. Was in der Schweiz leider verboten ist, sind sog. Rundenstreckenrennen – und zwar seit dem tragischen Unfall 1955 in Le Mans. Auch ist es ungünstig ein Bett auf der Autobahn zu verlieren. Aber das ist eine andere kuriose und tragische Geschichte. Auch blitzen Ampeln nicht nur bei Rotlicht, sondern auch wenn man zu schnell fährt (schweizweit 159 Stück / Stand 2007)! Wer es nicht glaubt, probiere es aus.

Zurück zur Story: Trotz des „rigorosen“ Verkehrslimits von 120 km/h gibt es trotzdem immer wieder Eid- und Zeitgenossen, die gerne mit dem Schein (Führerausweis) spielen. Es hat sogar schon Mitarbeiter der Kontrollbehörde selbst erwischt, und zwar richtig. So ergab es sich am heutigen Samstag, dass gleich 3 Kurzzeitrennfahrer in das polizeiliche Blitzlicht gelangten. Nach dem Motto: „Kann man in der Schweiz schneller als 120 km/h fahren?“ Antwort: „Ja, man kann! Als Risiken und Nebenwirkungen besteht Führerausweis-Entzug“. Der Schnellste Türke heute fuhr mit satten 208 km/h auf der A3 in die Radarfalle – Schein weg. Platz 2 ging an einen Italiener im Bezirk Bremgarten mit 197 km/h. Den 3. Platz errang eine flotte Schweizerin im Kanton Zürich mit schlappen 181 km/h.

Ach und übrigens: Was man noch wissen sollte ist, dass man mittlerweile die Vignette für 2011 für die Schweizer Autobahnen benötigt. Meiner Erinnerung nach kostet der Nichtbesitz 100 Franken Strafe plus 40 Franken (Vignette). Fahren ohne Licht kostet übrigens 60 Franken, aber das nur nebenbei. Hält man allerdings nicht an einem Fussgängerüberweg (Zebrastreifen) an, wenn jemand über die Strasse will, kostet das sofort 140 Franken.


237 km/h ist einfach zu schnell in der Schweiz

15. Dezember 2007

Ein rasender Italiener wurde im aargauischen Oegschgen auf der A3 mit schlappen 237 km/h geblitzt. Den Lappen war er auf der Stelle los. Schrieb ich bereits, dass die Blitzkästen nur bis 250 km/h arbeiten? 🙂

(Quelle Tagesanzeiger.ch)


21.11.2005 – Der dümmste Autofahrer Europas – In der Schweiz 4 Mal geblitzt (in 97 Sekunden)

21. November 2005

Ein Schweizer Autofahrer konnte es nicht glauben: Warum blitzt es mitten in der Nacht, obwohl kein Gewitter aufgezogen ist? An der Ampel kann es ja nicht liegen – die blinkt ja Gelb um diese Zeit. Er wendete 3 Mal und fuhr mit der selben Geschwindigkeit über die Kreuzung, wie beim ersten Mal. Und es blitzte erneut – oh Wunder!

Tja, in der Schweiz ist halt wirklich „alles anders“. Das musste ein in der Schweiz lebender Türke am 14.11.2005 um 1 Uhr 55:33 das erste mal feststellen. Er fuhr über eine Kreuzung deren Lichtanlage gelb blinkte. Den Starenkasten kannte er. Auch dass dieser bei „Rot-Vergehen“ blitzt, wusste er. Was er nicht wusste war, dass dieser Starenkasten umgerüstet worden war. Nun konnte dieser Kasten nämlich auch Geschwindigkeitssünder ablichten. Froh Gemut fuhr er also nach der Geisterstunde etwas zu schnell über die besagte Kreuzung. *britzl-blitz*

Blitzer

Blitzer

Er dachte evtl. wie ich dereinst an fotografierende Japaner, sah aber rund herum niemanden stehen, wendete und fuhr zurück. Wendete erneut und gab Gas. *britzl-blitz*

Für die beiden Wendemanöver benötigte der Türke-on-Speed gerade mal 53 Sekunden; denn dann entstand obiges Bild Nummer 2. Gemessene Geschwindigkeit: 68 km/h. Für Innerorts auf jeden Fall zu schnell – und zwar massiv. Aber auch das kam dem Herren noch spanisch vor. Das muss also genau untersucht werden. Vollbremse, Wenden, zurück fahren, wieder Wenden, wieder Vollgas – ja so ein 5er BMW schafft das locker. Da werden nicht mal die Bremsscheiben warm. Automatik-Kickdown. Von 0 auf 100 in 8,9 Sekunden. *britzl-blitz*

Gleich mit 82 km/h fegte der Türken-Schumi mit seinem fliegenden Fussraum-Teppich über die Kreuzung, aber diesmal auf der Gegenseite. Noch leicht geblendet/verblendet mit Rotreflex in den Augen stieg der Gute erneut in die Eisen und drehte wieder um. Drei Blitze um diese Uhrzeit aus verschiedenen Richtungen und das ohne Rotlicht. „Da will mich doch einer auf den Arm nehmen, odrrr?“ Und somit „Güggst Dü…“ *britzl-blitz*

Das Foto zum 4. Versuch aus der wissenschaftlichen Untersuchung „Where, the Fuck, is the Camera?“. Dieses 4. Foto entstand genau 97 Sekunden nach dem ersten Bild – und der Kerl war „nur läppische“ 72 km/h schnell. Entweder war dann der Film aus oder er ist ausgestiegen und hat sich die Kreuzung genau angesehen. Das bleibt sein Geheimnis. Aber dafür ist er nun der Superstar unter den „Dummys“. Man kann sich Passbilder auch günstiger anfertigen lassen. Oder will er gar sein Auto verkaufen und hat Fotos für seinen Eintrag bei Autoscout gebraucht und grad keine Digicam in der Nähe? Zu Fuss gehen muss er auf jeden Fall die nächste Zeit, soviel ist sicher. Er weiss auch sicherlich nun: Blitzer blitzen auch wenn es ned grad Rot ist. Mich hätten die Gesichter der Polizisten interessiert, die die Bilder das erste Mal gesehen haben. Übrigens ist der flotte Türke nicht nur wegen „mehrmaliger, hartnäckiger Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts“ fällig – er ist auf keinem der Bilder angeschnallt, odrrrr?.
(Bilder by Kantonspolizei Thurgau)