25.07.2013 – Neulich im „Bauhaus Schlieren“

25. Juli 2013

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30.09.2008 – „SekSchuelSchliere“ oder „Man muss sich anpassen“

1. Oktober 2008

Netzfundstück via Luca! 🙂 Danke!


19.04.2008 – „Männerwirtschaft beim Umzug“ oder „Brothers like to move“

20. April 2008

Freitag morgen. 9:00 Uhr. Das Mobiltelefon klingelt. Damir ist dran und erkundigt sich nach dem Weg zu mir. Er ist bereits in Schlieren nur eine Kreuzung weiter weg von unserer Wohnung. Brüderchen Mike und ich sitzen beim Kaffee und warten. Dann rollt der 3-Tonner vor. Es kann losgehen. Ein Möbelstück nach dem anderen wird fachmännisch von Damir und Elvis in den LKW verladen und platzsparend geschlichtet. Bereits um 12 Uhr ist ein Grossteil der Möbel und „Bananekischtli“ im Lastwagen verstaut. Auch Mike’s Omega kann noch einmal seine Stärke im hohen Alter beweisen: Die Ladefläche!

Wir fahren gemeinsam in die noch leere neue Wohnung in Jonen – gleich mit drei Autos. War es in der „alten Wohnung“ noch ein Stockwerk, dass treppenmässig zu schaffen machte, so parkte Damir den LKW rückwärts direkt vor die Terrasse der neuen Wohnung. Nachmieteranwärter und Kollege aus Mike’s Nachbarbüro – Frank – kam kurz vor Mittag und half ebenso wie Namensvetter Tom die Möbel und Kisten von der Ladefläche in das neue Wohnzimmer zu schaffen. Wie am Fliessband lief das teils schwere Umzugsgut vom Lastwagen in die Wohnung. „Ratzfatz“ war die Sache erledigt und wir setzten uns in die von Mam bereits organisierten Gartenmöbel.

Dann ging es zurück nach Schlieren, um die zweite Ladung abzufertigen. Aber vorher gab es eine „Brotzeit“. Vom besten Pizzabäcker im Raum Zürich – Jojo in Schlieren – organisierte ich eben „Pizzen“ und ein paar Getränke. Schliesslich klappt das nur mit gut ernährten und kräftigen Helfern. Nach einem Kaffee und einer Zigarette drängte Damir zum erneuten Verladen der Ware, welche wir dann auch wieder in Jonen bei der Wohnung ausluden.

Eigentlich planten wir zwei Tage – Freitag und Samstag – für den Umzug ein. Aber es reichte bei der tollen Truppe und den flinken Helfern ein Tag. Gegen 19 Uhr verabschiedeten wir uns dankend von den Helfern. Dann ging es bereits wieder ans Auspacken, Aussortieren und Verräumen. 

Aber ohne den richtigen Sound geht gar nix. Wie so bei uns üblich, stellten wir zuerst die saubere Stereoanlage auf. Dann erst suchten wir die richtige Sitzposition vor der Anlage für die Wohnzimmersitzgarnitur davor aus. Aus dem MacBook tönte nach wenigen Minuten das erste Musikstück und erst dann ging es so richtig los mit dem Verräumen und Aufräumen.

Die letzten leeren Kisten für Freitag fanden gegen 1 Uhr morgens den Weg in das rote Gartenhäuschen. Dann fielen wir ins Sofa und relaxten noch etwas bevor es ins Bett ging. 

Am Samstag morgen klingelte erneut das Mobiltelefon: Moni meldete sich an und fragte nach dem Weg. Gegen 10 Uhr traf sie dann bei uns ein, um uns beim Umzug zu helfen. Sie wunderte sich, dass wir schon so viel eingerichtet hatten. Wenig später kam auch Martin dazu. Wir pflanzten uns beim schönsten Wochenendwetter mit viel Sonne und wenig Wolken zuerst auf die Terrasse, nahmen den ein oder anderen Kaffee und fingen dann gemütlich an die nächsten Kisten auszuräumen.

Während Moni und Mike den Schlafzimmerschrank zusammen bauten, organisierten Martin und ich die Küchenutensilien nach „Männerwirtschaft“-Art. Gegen Mittag überfiel Moni der Hunger und wir wanderten die paar Meter ins Dorf, um eine Gastwirtschaft aufzusuchen. Doch diese hatte aus einem nicht erfindlichen Grund bereits geschlossen.

Somit überfielen wir daraufhin den „Volg“ und durchstöberten den Dorfladen nach Essbarem. Eigentlich wollte ich nur „Müllsäcke“ besorgen. Aber schliesslich kamen wir mit Tüten, welche die Nahrungsgrundversorgung enthielten, bepackt wieder heraus – und ich hatte immer noch keine „Müllsäcke“. Also noch einmal zurück und die Tüten mit Müllentsorgungsgebühr besorgt. 

Die Wohnung ist soweit eingerichtet. Laut neuesten Informationen trifft am Montag der Container mit unseren Mitbringseln aus Koh Samui ein. Die bringt dann Damir im Laufe der Woche mit in die Wohnung samt „Hilti“, um die Holzkunstwerke an die Wand zu schrauben. 

Besten Dank an Moni, Damir, Elvis, Frank, Martin und Tom für die tatkräftige Unterstützung! Ohne Euch hätte das nie so toll geklappt! 🙂


17.04.2008 – „I like to move it“ oder „Umzug in der Schweiz“

18. April 2008

Oder sollte ich den Beitrag „Die Männerwirtschaft zieht um“ nennen? Tja, Mike und ich sind dabei unsere Sachen in Umzugskartons und „Bananekischtli“ zu packen. Es sieht aus wie nach einem Bombenanschlag. Morgen früh um 9 Uhr geht es los. Zwei Freunde kommen mit dem LKW und helfen uns freundlicherweise. Wir ziehen um – oder auf Züridütsch „zügeln“! In eine grössere Wohnung. Und auf’s Land! Ja, ins Aargau nach Jonen! Nein, nicht „Jona“ liebe Freunde und Kollegen.

Ich hatte schon die tollsten Reaktionen in den letzten Tagen. Jonen kennen offensichtlich die Wenigsten meiner Kollegen. Scheinbar stellt für einen „Zürcher“ der Einkauf in Spreitenbach bereits eine Expedition dar. Dabei liegt der Kanton Aargau gleich wenige Kilometer neben Schlieren. Keine Ahnung – die Ursache dieser Unwissenheit wird gerade erforscht von mir.

move it

Die Wohnung fanden wir kurz vor unserem Urlaub und waren sofort von den Räumlichkeiten und der Lage begeistert. Mal sehen, ob die Liegenschaftsverwaltung auch so nett ist, wie unsere bisherige. Ansonsten wird hier berichtet 🙂

Schon das Wappen von Jonen ist für uns als Regensburger bereits sympathisch. Es enthält einen Schlüssel auf rotem Grund. Zusätzlich noch die Farben „Weiss und Blau“. Das Regensburger Wappen besitzt zwei überkreuzte Schlüssel auf rotem Schild. Tja, und wir sind bekanntlich Bayern. Host me? (Nein, ich will nicht gehostet werden. Das ist bayerisch für „verstehst mich?“)

Wer nicht weiss, wo Jonen liegt, der klicke bitte auf Map.Search.ch. Oder geht auf die Website von Jonen. Vielleicht trägt das zur Aufklärung bei. Über Hilfe während der nächsten beiden Tage freuen wir uns enorm!


Schneebar 2007 – Crazy Slide Contest im Mojito

18. Dezember 2007

Tja, man muss manchmal gar nicht weit gehen, wenn man im Kanton Züri eine hammermässige Party erleben möchte. Letzten Samstag stand in Schlieren beim Gaswerk-Areal die „Schneebar 2007“ an. Dort wird eine Rampe aufgebaut und 2 Tage lang gefeiert. Nein, nicht direkt auf der Rampe, sondern drum herum. Von der Rampe fahren tollkühne Gesellen in ihren fliegenden Kisten selbstgebauten fantasievollen Schlitten herunter. Rundherum sind zwischen zwei hohen Industriehallen verschieden grosse Zelte aufgebaut. Von allen Seiten schallt Partymusik. Sound, wie man diese von einer Schneebar am Berg kennt.

Und es passieren seltsame Dinge. Aber dazu später mehr. Zuerst das ablauftechnische aus unserer Sicht. Gegen 22 Uhr setzten wir uns in Bewegung und betraten nach kurzem Fussmarsch das Festgelände. Der Tageskipass kostet schlappe 25 Franken. Aber dafür bekommt man ein gelbes Bändchen um den Arm und Zutritt zum Gelände. Mike verdrehte die Augen und sagte während wir das Gelände zur Rampe zwischen den Partyzelten durchschritten minutenlang gar nix mehr. Sowas hatte er noch nicht erlebt. Die Rampe war mit Schnee bedeckt – klar: Da müssen die Schlitten ja runter kommen. Und eine kleine Schanze war auch gleich eingebaut. „zum Gumpe!“

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Wir besorgten uns zuerst etwas Warmes; denn der kalte Wind pfiff gehörig zwischen den beiden grossen Hallen hindurch. Je ein „Kaffee-Schnaps“ war genau das richtige zum Aufwärmen von innen und aussen. Dann drängelten wir uns in eines der Partyzelte. Innen ist das „Klima“ komplett anders. Eigentlich möchte man sofort die Klamotten ausziehen und irgendwohin hängen. Und das hatten bereits einige Partygäste zu ernst genommen. Glühwein plus Wärme und heisse Musik im Zelt ergibt leicht bekleidete – Männer? Moment mal! Alles klar, Standortwechsel. Wir versuchten durch die teils herumstehenden und diskutierenden, teils leicht vor sich hin hampelnden Partygästen hindurch zu schlüpfen. Ein Platz zur guten Aussicht wäre nicht schlecht.

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Dann kündete der DJ den Einzug der Gladiatoren an. Das heisst: Die Schlitten wurden samt Besatzung zwischen den Zelten hindurch gezogen – Über den Asphalt. Geschliffene Kanten und perfekter Belag samt Powerwachs ist also nicht ausschlaggebend bei der Wahl des besten Schlittlers. Die Menschenmassen verlagerten sich von den warmen winddichten Zelten in die genau entgegen gesetzte Klimazone: nach draussen.

Zwei Moderatoren standen auf der Rampe und anders wie letztes Jahr mussten sich jeweils die beiden Besatzungsmitglieder des jeweiligen Schlittens kurz vorstellen. Und schon wieder wurde ausgezogen. Bei eisiger Kälte standen zwei Piloten nur mit wenig Stoff oben (???) und unten (!!!) auf der Rampe und tanzten sich warm (???). Dann bestiegen diese den Rodel und schepperten in die Tiefe. So oder so ähnlich lief das bei 10 von 12 selbstgebauten Schlitten und deren Besatzungen ab. Zwei hatten sich krank gemeldet oder der Untersatz war dermassen beschädigt, dass dieser keine weitere Fahrt mehr aushalten würde.

Nach dem 6. Schlitten spürten wir unsere Zehen nur noch ansatzweise und so entschlossen wir uns in eines der Zelte zurückzukehren. Und wir waren nicht die einzigen die es draussen im Wind nicht mehr aushielten. Wir besorgten uns je ein Bier und gingen unserer Lieblingsbeschäftigung nach: Beobachten und Kommentieren.

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Während Mike beim Versuch seine eingefrorenen Zehen am Ende eines Heissluftschlauches zu erwärmen versuchte, merkten wir wie wir urplötzlich immer mehr Platz um uns herum bekamen. Ja, der Einsatz des letzten Mittels zur Selbstverteidigung – Eu de Socks homme – versagte seine Wirkung nicht.

Kuriose Dinge passierten dann um uns herum, je länger der Abend dahin glitt: Offensichtlich zuerst wildfremde humanoide Lebensformen unterschiedlichen Geschlechtes begegneten sich plötzlich in der Menge, sahen sich für 2 Minuten an, reichten sich nach 4 Minuten die Hände, bewegten sich nach 6 Minuten wie im Trance ausserhalb des Taktes der Musik und verliessen nur 10 Minuten nach der ersten Begegnung das Zelt und das Gelände. Ob die Ursache dafür im „Willisauer“ zu suchen ist? Oder am betörenden Aphrodisiakum, welcher noch lange nachdem Mike seine Füsse erwärmte in der Luft lag? Wir werden es wohl nie erfahren.

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Mike drängte mich ein Foto von der Flasche hinter der leicht verkleideten Bardame zu schiessen: „Willi Sauer?“ Das erinnerte ihn an seinen Exarbeitskollegen. Ich drängte bei dem netten Christkindl noch ein Bier zu bestellen. Das mir aber ein anderer Gast kurzerhand von der Theke fegte. Na gut, dafür zahlte er einen Whisky-Cola. Wobei wir schon wieder bei „Willi Sauer“ wären. So lernt man sich offensichtlich kenne; denn der eine Longdrink ergab das andere Bier und man plauderte über dies und jenes.

Aber irgendwann schliesst auch die letzte Schneebar seine Getränkebar und wir begaben uns zuerst in die Kälte des Morgens und dann auf den Heimweg, welcher uns sehr kurz erschien; denn wir hatten noch viel zu diskutieren und analysieren.