08.07.2020 – Aquarienprojekt „Nie mehr Wasserwechsel – Das Fensterbankbecken“ (Teil 2)

8. Juli 2020

Schon nach einem Tag wird das Wasser im „Fensterbankbecken“ schon deutlich klarer. Der Heizstab heizt auf eine andere Temperatur (24 Grad) als eingestellt (21 Grad). Gut, dass ich als Gebäudeautomatisierer eine Messpistole zur Kalibration von Raumtemperaturreglern besitze. So kann ich den Heizstab nach einem Test im Waschbecken nachjustieren bzw. eine tiefere Temperatur einstellen.
Heute gab es die erste Bepflanzung. Die niedrigen Cryptocoryne (wendtii?) habe ich letzte Woche von meinem Nachbarn bekommen. Er hat ein kleines Becken von einer Bekannten übernommen, die umgezogen ist. Sie behielt die Pflanzen jahrelang in den Korbtöpfchen ohne sie einzupflanzen. Der Nachbar hat mir ein Töpfchen geschenkt als Gegenleistung für das Bücherset von Peter Schneider, eine Portion Schnecken und Vallisneria. Jetzt päpple ich eine Hälfte Pflanzen im Thairiver-Becken wieder auf. Die andere Hälfte ist nun im Fensterbankbecken in der Mitte zu sehen.
Ausserdem siedelten ein paar TDS, Blasen- und Posthornschnecken von den beiden Aufzuchtbecken um. Ein paar Blätter Brennnessel zum Anfüttern, weil Algen oder Abfälle hat es ja noch nicht ausreichend.
Jetzt heisst es weiter Abwarten.


07.07.2020 – Aquarienprojekt „Nie mehr Wasserwechsel – Das Fensterbankbecken“ (Teil 1)

7. Juli 2020

Letzte Woche stand ein 60er Becken (54 Liter) zum Verkauf bei Facebook. Das holte ich mir mal geschwind bei Dada’s Tiershop in Winterthur ab. Zusammen mit einer Fliesmatte und einem Holzzuschnitt für freundliche 50 CHF. Ausserdem fand am Samstag noch die erste Fischbörse des Aquaristik-Vereins Winterthur statt. Am Abend feierte der Verein 100-jähriges Bestehen. Dort besorgte ich mir noch ein paar schnellwachsende Pflanzen, welche ich noch nicht hatte. Ausserdem traf ich Pascal mit seiner netten Freundin mal wieder und Irina auch. Wir sassen anschliessend noch zum Kaffee und zum Plaudern zusammen. Lustig war es. Aber ich schweife ab.

Das neue Projekt nennt sich „Nie mehr Wasserwechsel – Das Fensterbankbecken“. Ausgehend von der allgemeinen Meinung in Aquarianerkreisen, dass man wöchentliche Wasserwechsel machen muss und der Meinung, dass Aquarien keine Sonneneinstrahlung abkönnen, weil sonst Algen wachsen, entschloss ich mich mal einen Versuch zu starten, um bei beiden Meinungen praktisch dagegen zu steuern. Ausserdem wird das Becken zudem vollkommen techniklos laufen. Ok, es wird einen Heizstab geben, der die Temperatur nach unten auf voraussichtlich 20 Grad begrenzt. Frieren sollen die Fischerl ja nicht. Und das Projekt wird nicht ewig laufen, denn irgendwann ab Herbst wird es dauerhaft kalt draussen. Ziel: Keine Leuchte, keine Pumpe, kein Filter, kein CO2, kein Wasserwechsel. Trotzdem stabile Wasserwerte, gesunden Pflanzenwachstum und quicklebendige Fische.

3843990_001

So, jetzt hab ich natürlich vor lauter Tatendrang kein Foto vom Anfang. Man muss ich das 60er-Becken einfach auf dem Fensterbrett bei mir bei der Küche Richtung Balkon vorstellen. Später kommen dann noch Bilder. Was braucht es? Eine Tüte mit 25 Kilo gewaschenen Spielesand. Keinen besonderen „Soil“ oder sonst speziellen Aquariensand kaufen. Das braucht es alles nicht. Einfach Spielesand vom Migros/Coop Baumarkt. Schön wäre es, wenn man gewaschenen Spielesand nimmt. Dann spart man sich „die Sauerei“ zu Hause im Bad mit den Eimern. Oder auf der Terrasse, wenn man denn eine hat.

IMG_20200706_211033

Gestern war ich noch bei „Martin Agro“ im Hofladen und habe nach einer Handvoll Torf gefragt. Man gab mir dann tatsächlich eine Tupperdose voll Torf mit. Aber Vorsicht! Das mache ich zum ersten Mal mit dem Torf. Bei allen vorangegangenen Becken verwendete ich bisher ausschliesslich Spielesand als Bodengrund. Der Torf kommt in die Mitte des Bodengrundes schön gleichmässig. Vorher in Wasser tränken, damit er nicht aufschwimmt. Und dann schön mit einer weiteren Lage Sand bedecken. Der Torf soll mit seiner Huminsäure positive Auswirkungen auf die Wasserqualität haben – ausserdem (wie im Garten auch) dem Pflanzenwuchs dienen. Das probiere ich mal aus. Insgesamt kommt man dann in einem 54 Liter Becken mit den 25 Kilogramm Sand auf eine Bodengrundhöhe von 8 cm. Das sollte ausreichen, um im Bodengrund einen anaeroben Bereich zu bekommen, der dann die Denitrifikation erledigt.

Denn (grob erklärt) es entsteht durch Fütterung der Fische, Pflanzenreste und Ausscheidungen zuerst Ammoniak, welches durch Bakterien zu Nitrit verarbeitet wird und dann zu Nitrat. Dieses Nitrat dient den Pflanzen als Nährstoff. Es braucht aber schnellwachsende Pflanzen, sonst holen sich die Algen die Nährstoffe und man bekommt ein Algenproblem im Becken. Hat man keine Pflanzen im Becken, dann muss das Nitrat in einem grossen Filter durch die Filterbakterien abgebaut werden. Da das oft nicht komplett gut klappt, braucht es regelmässige Wasserwechsel. Das will ich ja grad nicht!

Wachsen die Pflanzen schnell und kräftig, wird durch Pflanzenwachstum das Nitrat abgebaut und genug Sauerstoff für die Fische produziert. Sorgt man dann für einen dicken Bodengrund, so wird im oberen Teil das Nitrit zusammen mit dem Sauerstoff zu Nitrat umgewandelt und im unteren Bereich das Nitrat zu Stickstoff abgebaut (Denitrifikation). Der im Nitrat gebundene Stickstoff wird durch Denitrifikation zu molekularem Stickstoff (N2) umgesetzt, also in eine Form überführt, die weitgehend ungefährlich ist und von den meisten Lebewesen nicht als Nährstoff (Stickstoffquelle) genutzt werden kann. In Gewässern und Böden ist er damit nicht mehr im Sinne eines Düngemittels verfügbar und nicht mehr umweltrelevant. Der entstandene molekulare Stickstoff (N2) entweicht größtenteils in die Atmosphäre, in der er ohnehin Hauptbestandteil ist. Also sorgen Pflanzen und die „anaeroben Bakterien“ im unteren Bereich des Bodengrundes dafür, dass das Nitrat verursacht durch die Fütterung soweit abgebaut wird, dass es keine Wasserwechsel (mehr) braucht. Die „Abfallstoffe“ aus der Denitrifikation sind entnommene gewachsene Pflanzen und gasförmiges Stickstoff (N2).

bsh

Somit braucht es zwei Dinge für ein stabiles Aquarium: Ausreichend schnellwaschsende Pflanzen und eine dicke Schicht Bodengrund. Dazu ausreichend Fische und moderate Fütterung. Da Schnecken die Umwandlung von Pflanzenresten in Nährstoffe unterstützen, empfehle ich immer auch ausreichend Turmdeckelschnecken für den Bodengrund und Blasen- und Posthornschnecken für das Aquarium selbst einzusetzen. Die Turmdeckelschnecken sind die Regenwürmer im Aquarium. Sie durchwühlen den Bodengrund und sorgen so für eine Durchlüftung. Das verhindert Faulstellen im Bodengrund und die Wurzeln können sich besser ausbilden. Die Blasen- und Posthornschnecken kümmern sich auf Steinen, Blättern und am Glas selbst um Beläge und Algen, sowie Pflanzenreste. Sie lieben übrigens Brennnesselblätter.

bsh

Aktueller Stand: Das Becken hat heute ein paar schnellwachsende Pflanzen erhalten. Um die Trübung zu reduzieren läuft ein kleiner Einhängefilter. Sobald die Trübung nachlässt, kommen noch mehr Pflanzen ins Becken. Links unten liegt der Heizstab. Oben im Schüsserl sind ein paar Schnecken drin, die sich gerade an Temperatur und Wasserverhältnisse gewöhnen. Nun muss das Becken mindestens 10 Tage einfahren, bis ich Fische einsetzen kann. Dann kommt der Filter raus und das Becken läuft dann vollkommen techniklos.

 


Events um Zürich: 19.06.2011 – The Spirit of Rock Festival: Foreigner, Journey, Kansas, Saga (Eishalle Deutweg, Winterthur)

14. Mai 2011

Foreigner, Journey, Kansas, Saga – Vier klingende Namen aus der Welt des Rock aus den 80ern – und immer noch auf der Bühne. Nicht zu glauben. Zu jeder Band fallen mir sofort Top-Titel ein – Ohrwürmer. Und all diese Bands kommen an einem Abend in Winterthur zusammen!

Cold as Ice, Urgent, I want to know what Love ist (500 beste Songs aller Zeiten) – Foreigner, gegründet 1976 in New York, verkaufte bisher über 50 Millionen Tonträger. Mit der Scheibe Can’t slow down meldeten sie sich 2009 zurück in der Welt der Musik.

Wheel in the Sky, Don’t stop believing, Who’s crying nowJourney, geründet 1973 in San Francisco, trennten sich 1987 am Scheitel ihrer Popularität, vereinigten sich erneut im Jahr 1996 und verkauften bisher mehr als 75 Millionen Scheiben. Mit Songs zur Filmmusik zu Armageddon setzte Journey erste Zeichen in der Neuzeit. Mit Eclipse bringen sie 2011 ein nagelneues Studioalbum auf den Markt.

Dust in the Wind, Carry On Wayward Son, Perfect LoverKansas, gegründet 1972 in Kansas (wo sonst), verkauften bisher mehr als 15 Millionen Tonträger. Die letzte Scheibe heisst There’s Know Place Like Home – Live und erschien 2009

Wind him up, Humble Stance, How LongSAGA, gegründet 1977 in Toronto, verkaufte bisher über 8 Millionen Scheiben. Seit Januar 2011 ist Michael Sadler wieder Frontman. Das letzte Studioalbum heisst The Human Condition und erschien 2009

Wer „The Spirit of Rock Festival“ in Winterthur verpasst, der muss bis Ende Jahr warten; denn Saga kommt mit Marillion erst am 26. November 2011 wieder in die Schweiz. Und zwar nach Pratteln in die Z7 Konzertfabrik. Weiter Konzerte findet man im Konzertkalender bei last.fm.

Und am 6. Juli kommt „Dream Theater“ in die Eishalle Deutweg! Nicht verpassen!

„The Spirit of Rock Festival“

Lineup:

02.30 pm to 03.30 pm NIGHT RANGER
04.00 pm to 05.00 pm SAGA
05.30 pm to 06.30 pm KANSAS
07.30 pm to 09.00 pm FOREIGNER
09.30 pm to 11.00 pm JOURNEY

doors: 13:30
show-begin: 14:30

Eishalle Deutweg (Map)
Grüzefeldstrasse 30,
8400 Winterthur


14.08.2010 – Start der Streetparade 2010 wegen Wetterprognose auf 14 Uhr vorverlegt

14. August 2010

Wir richten uns soeben für die Streetparade her. Duschen, anziehen, Kamera-Akku aufladen. Soeben lese ich beim Checken der Mails, dass der Start der Streetparade 2010 in Zürich auf 14 Uhr vorverlegt wurde. Die Organisatoren haben sich dazu wegen der Schlechtwetterprognosen entschlossen. Auch ich habe bereits eine Wetterwarnung von Wetteralarm per SMS erhalten. Offensichtlich soll pünktlich um 14 Uhr eine Regenfront über Zürich ziehen. Das wird spannend. Speziell dann, wenn die Lovemobiles loslegen. Regnet es genau dann?

Streetparade 2009

Wir werden auf jeden Fall gegen 13 Uhr hier mit dem Bus starten und uns dann am Stammplatz beim Utoquai einfinden. Wir nehmen vorsichtshalber je einen Schirm mit; denn nimmt man einen mit, regnet es dann meist doch nicht. So wie 2009, als es nur am Anfang etwas regnete. (siehe Bilder und Bericht).