09.09.2009 – WEF-Studie – Die Schweiz ist das wettbewerbfähigste Land der Welt!

9. September 2009

Das Weltwirtschaftforum bewertet jedes Jahr in einer Studie die Länder dieser Welt (WEF = World Economic Forum). Und diese Studie ergab, dass die Schweiz erstmals die Nummer 1 übernimmt und somit die USA vom Spitzenplatz verdrängt. Deutschland verbleibt übrigens auf Platz 7.

Die Schweiz rangiert auf Platz eins der Gesamtwertung des diesjährigen „Global Competitiveness Report 2009-2010“. Die Schweizer Volkswirtschaft zeichne sich durch hohe Innovationskraft und eine hoch entwickelte Geschäftskultur aus, heißt es in dem am Dienstag in Genf veröffentlichten Bericht des Weltwirtschaftsforums, das alljährlich in Davos ein Treffen von Spitzenvertretern aus Politik und Wirtschaft veranstaltet.

Beim bisherigen Spitzenreiter USA hätten sich die Finanzmärkte und die makroökonomische Stabilität in besonderem Maße verschlechtert. Das Land fiel deshalb auf Platz zwei zurück. Singapur, Schweden und Dänemark platzieren sich auf den Rängen drei bis fünf. Mit Finnland (Rang 6), Deutschland (7) und den Niederlanden (10) auf den nächsten Plätzen zählen erneut vorwiegend europäische Länder zu den Top Ten.

Das gesamte Ergebnis nebst Ranking ist auf der Website des WEF ersichtlich.

Quelle: World Economic Forum

Während dessen steigt im August 2009 die Arbeitslosenquote im Kanton Zürich von 3,8 auf 3,9 Prozent. Sie liegt damit über dem Schweizer Durchschnitt. (Tagesanzeiger.ch)


28.04.2009 – Mercer-Studie 2009: Wien überholt Zürich oder „Haberer vor Eidgenossen“

27. April 2009

Ohoh. Das gibt ein Rauschen im Blätterwald. Und eventuell Verstimmungen in den Nachbarschaftlichen diplomatischen Beziehungen. Zuerst der Steuerstreit und nun das: Nach der weltweit anerkannten und von Mercer alljährlich durchgeführten Studie „Global – Quality of Living Survey“ überholte die Österreichische Stadt Wien unser aller Zürich, welches X Jahre die Hitliste der lebenswertesten Städte unangefochten anführte.

  1. Wien
  2. Zürich
  3. Genf
  4. Vancouver
  5. Auckland

Zwar folgt sofort nach Zürich die Schweizer Stadt Genf, aber den goldenen Lorbeer erhält dieses Jahr eben Wien. So wie ich das aus dem Pressetext heraus lese, kam der Sieg von Wien durch die erstmalige Bewertung der Infrastruktur der jeweiligen Stadt zustande. Und da fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Die absolute Häufung von Baustellen und die allgegenwärtigen Blitzkästen in Zürich müssen den negativen Ausschlag gegeben haben! Das schreckt Urlauber und Besucher sicherlich am meisten ab.


Mercer-Studie 2008 – Zürich auf Platz 1 der Städte mit der höchsten Lebensqualität

10. Juni 2008

 Zürich beweist zum siebten Mal in Folge nach einer Studie des Personalberaters Mercer die Grossstadt mit der weltweit besten Lebensqualität zu sein. Genf belegt gemeinsam mit Wien auf den zweiten Rang, Bern belegt Platz neun in der Studie der Personalberaterfirma Mercer. Insgesamt bewertet Mercer die Lebensqualität in 215 Grossstädten nach politischen, sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Aspekten.

Top 10 cities: Quality of living

Rank 2008

Rank 2007

City Country Index 2008 Index 2007
1 1 Zurich Switzerland 108 108.1
2 3 Vienna Austria 107.9 107.7
2 2 Geneva Switzerland 107.9 108.0
4 3 Vancouver Canada 107.6 107.7
5 5 Auckland New Zealand 107.3 107.3
6 5 Dusseldorf Germany 107.2 107.3
7 8 Munich Germany 107 106.9
7 7 Frankfurt Germany 107 107.1
9 9 Bern Switzerland 106.5 106.5
10 9 Sydney Australia 106.3 106.5

Base City: New York, US (=100)

In der Hitlist der sichersten Städte der Welt liegen gleich drei Schweizer Städte auf Platz 2: Bern, Genf und Zürich. Nur Luxemburg ist sicherer.

Top 10 cities: Personal safety

 Base City: New York, US (=100)

Rank 2008 City Country Index 2008*
1 Luxembourg Luxembourg 131.4
2 Bern Switzerland 126.3
2 Geneva Switzerland 126.3
2 Helsinki Finland 126.3
2 Zurich Switzerland 126.3
6 Vienna Austria 121.1
7 Oslo Norway 120.8
7 Stockholm Sweden 120.8
9 Singapore Singapore 120.2
10 Auckland New Zealand 119.4
10 Wellington New Zealand 119.4

* Personal Safety Ranking 2008 includes the following criteria: Relationship with other countries; Internal Stability; Crime & Law Enforcement

Links zum Thema:

 


26.05.2008 – Energy Watch Group veröffentlicht Studie „Zukunft der weltweiten Erdölversorgung Mai 2008“ (Erdöl Report 2008)

27. Mai 2008

Ich vermute schon länger, dass es nicht gut aussieht mit der Erdölversorgung. Die steigenden Benzinpreise/Rohölpreise sind ein Fingerzeig dafür. Die Bauaktivitäten der letzte 10 Jahre in den Emiraten sind ebenso (für mich) ein sicheres Zeichen dafür, dass es einen „Masterplan nach dem Erdöl“ dort gibt – und zwar schon längst geplant und mitten in der Umsetzung. Noch dazu besitzt z.B. Dubai gar keine eigenen Ölfelder – nur einen der grössten Häfen.

Warum meint Bush unbedingt die zweitgrössten Erdölvorkommen „für sich“ kontrollieren zu müssen (Irak)? Putin mischt den Privatisierungsbestrebungen ordentlich auf und schafft Gegner bei Seite. China kauft (angeblich) alles auf, was nur nach Erdöl aussieht? Hmm. Was kann sich denn da anbahnen? Liegt der „Oil Peak“ bereits hinter uns? Und jeder der „Grossen“ versucht noch zu scheffeln, was geht? „Eins und Eins macht zwei“. Kurz mal drüber nachdenken.

Meine Vermutung sehe ich in der soeben frisch veröffentlichten Studie der „Energy Watch Group“ bestätigt, welche mir heute zufällig in die Hände fiel: „Zukunft der weltweiten Erdölversorgung in der überarbeiteten, deutschsprachigen Ausgabe, Mai 2008„.

Zitat:

Allerdings unterscheidet sich das in der vorliegenden Studie entworfene Szenario hinsichtlich seiner Ergebnisse erheblich von den Szenarien, die von der IEA in ihrem regelmäßig veröffentlichten Weltenergieausblick präsentiert werden und in denen ein kontinuierliches Wachstum der Ölversorgung und infolgedessen ein störungsfreier Verlauf der Weltwirtschaft in den nächsten Jahrzehnten als möglich angesehen wird.

Erdoelfoerderung pro Tag

Schlussfolgerungen (Seite 73):

Das wichtigste Ergebnis der vorliegenden Analyse ist die Erkenntnis, dass die weltweite Ölförderung im Jahr 2006 ihren Höchststand erreicht hat.
Die Ölförderung wird künftig um einige Prozentpunkte jährlich zurückgehen. Bis 2020 und erst recht bis 2030 ist ein dramatischer Rückgang der weltweiten Ölförderung zu erwarten. Dadurch wird eine Versorgungslücke entstehen, die innerhalb dieses Zeitrahmens kaum durch die wachsenden Beiträge anderer fossiler, nuklearer oder alternativer Energiequellen geschlossen werden kann.
Die Weltwirtschaft steht am Anfang eines tiefen Strukturwandels. Dieser Wandel wird durch den Rückgang der Versorgung mit fossilen Brennstoffen ausgelöst, und er wird beinahe jeden Aspekt unseres Alltagslebens beeinflussen. Ebenso wird der Klimawandel die Menschheit zwingen, ihre Energieverbrauchsmuster durch eine drastische Reduzierung der Verbrennung von fossilen Brennstoffen zu ändern. Die globale Erwärmung ist ein sehr ernstes Problem.
Der Schwerpunkt der vorliegenden Studie liegt allerdings auf der Erschöpfung der Rohstoffvorräte mit allen zugehörigen Aspekten, da diese für die Öffentlichkeit wesentlich weniger einsehbar sind.
Die jetzt beginnende Übergangsphase besitzt wahrscheinlich ihre eigenen Regeln, die auch nur während diesem Zeitraum gelten. Es könnten Dinge geschehen, die wir nie zuvor erlebt haben und die wir wahrscheinlich nie wieder erleben werden, wenn diese Übergangsphase abgeschlossen ist. Möglicherweise wird sich unsere Art, mit Energieproblemen umzugehen, grundsätzlich und vollständig ändern müssen.
Obwohl sich hier neuerdings ein leichter Umschwung abzeichnet, bestreitet die Internationale Energieagentur, dass ein derart fundamentaler Wandel unserer Energieversorgung kurz- oder mittelfristig bevorsteht. Mit dieser Haltung und insbesondere mit der Botschaft, „Business-As-Usual“ sei auch in Zukunft möglich, sendet die IEA ein falsches Signal an Politik, Wirtschaft, Verbraucher – und nicht zuletzt auch an die Medien.

Ich will ja nicht den sprichwörtlichen Teufel an die Wand malen, aber ich sehe es bis auf das Thema „Klimaerwärmung“ genauso. Wenn das Erdöl ausgeht, wird es tief schneidende Veränderungen in unserem täglichen Leben geben. Alles um uns herum hat direkt oder indirekt mit Erdöl zu tun. Sicher, unsere Generation wird es eventuell nicht mehr erleben, dass kein Erdöl mehr vorhanden ist. Aber wir werden die Auswirkungen spüren – bald.

Und kommt mir jetzt nicht mit Windenergie oder Solaranlagen. Sucht mal kurz im Netz wie hoch der Anteil dieser „regenerativen“ Energien momentan ist und wie ausbaufähig die Möglichkeit die Lücke zu schliessen heute ist. Wenn ab heute sämtliche Verbrennungsmotor betriebenen Fahrzeuge mit „Strom“ (woher der auch immer kommen mag) fahren sollten… das hatte ich doch schon einmal berechnet?

So, „Was nun sprach Zeus“? Was ist zu tun? Vor ein paar Wochen nahm ich an einem Vortrag der Organisation „Peak Oil Switzerland“ teil. Nicht nur der Vortrag war sehr informativ und lebendig vorgetragen, es steckt auch in der Website viel praktische Information – anschaulich aufbereitet. Ergo: Initiative Nummer 1 – Lesen.

Links und Adressen:

Energy Watch Group
Zinnowitzer Straße 1
10115 Berlin
Telefon +49 (0)30 3988 9664
office@energywatchgroup.org
www.energywatchgroup.org

Peak Oil Switzerland
Manuela Kilchsperger
ASPO Sekretariat
Postfach 817
Goetzstrasse 3
8044 Zürich
Tel. 044 262 68 09
Fax 044 262 68 10
aspo@aspo.ch
www.peakoil.ch

PS: „Oil Peak“ ist das Maximum an Öl, dass jemals an einem Tag gefördert werden kann/konnte.

AGEB Arbeitsgruppe Energiebilanzen e.V.
Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW)  
Mohrenstraße 58,
10117 Berlin,
Telefon: (030) 89789-666
Telefon: (030) 89789-677
Telefax: (030) 89789-113
MHorn@diw.de
iwernicke@diw.de
www.ag-energiebilanzen.de