20.10.2011 – Das neue Aquarium

21. Oktober 2011

Kopie von DSC_9203

Originally uploaded by PeterPanCH

Das neue Aquarium nimmt langsam Form an. Soweit es meine momentan knappe Zeit zulässt, versuche ich das Aquarium nach und nach auszustatten. Das Foto zeigt einen heute bereits nicht mehr aktuellen Zustand; denn es sind mittlerweile einige wenige Pflanzen aus anderen Becken eingezogen. Aber für das Becken habe ich noch viel zu wenige Pflanzen.

Und: Viele der Turmdeckelschnecken sind ins ThaiRiver ausgezogen. Dort sollen sie als lebendige Putzkollone den Bodengrund durch Auflockerung verbessern. Wir werden sehen, wann die ersten Fische umziehen können; denn das „GreenGras“ wird bald ausgemustert.


16.10.2011 – Peter’s neues Aquarium zieht ein

17. Oktober 2011

Ich bekomme jeden Tag den Newsletter aus dem Aquarium-Forum Schweiz. Manchmal schaue ich rein und gestern tat ich es wieder einmal. Ab und zu hat es Pflanzen oder eben Aquarien. Meist sind die Leute, die die Sachen anbieten, aber „weiter weg“, wobei dann ein Kauf nicht lohnt oder ich hab schlicht keine Zeit um mich intensiver darum zu kümmern. Zwei oder drei Mal habe ich schon auf Anzeigen geantwortet, aber meist war die Ware dann schon weg.

Am Samstagabend las ich also wieder einmal den Newsletter und fand ein 100x50x50er-Becken (nur Glas) und ein Untergestell in Stäfa. Das ist grad noch unter einer Stunde zu erreichen. Ich entschloss mich zu antworten, dass ich gerne ein Bild sehen möchte und ob das Becken noch zu haben wäre. Sonntagmorgen um gegen 8 Uhr erhielt ich die Antwort mit dem Bild. Ausserdem die Info: Wenn ich Interesse an den Fischen hätte, könnte ich die auch gleich mitnehmen. Man trenne sich komplett von der Aquaristik aus Zeitgründen.

Ich vereinbarte einen Termin um 19 Uhr, um das Becken anzusehen. Als ich dort ankam, war das Becken frisch geleert, die Fische in zwei Eimern, auch der Sand in weiteren Eimern und noch diverse Tüten standen parat. Die Lady half mir zusammen mit den Kindern das Becken und den Massunterbau in Mike’s Auto zentimetergenau einzupassen. Die Klappe ging gerade noch zu und ich musste den Sitz weit nach Vorne fahren. Also startete ich alles gut in Decken eingepackt, um das Becken und Mike’s Auto zu schützen, nach Hause.

Neues Becken 100x50x50 02

Zuhause angekommen fragte ich den Nachbarn nebenan, ob er mir noch kurz helfen könnte das Becken auszuladen; denn die Fische gehören ja noch versorgt. Wir stellten das leichte aber solide hölzerne Untergestell auf zwei „Möbelhunde“ und dann das Becken darauf. Anschliessend füllte ich den Sand auf der dem seltsamen Filter gegenüberliegenden Seite ein. Dieser Sand wimmelt geradezu von Turmdeckelschnecken. Der Filter ist eingeklebt und ich muss den bald rausbasteln. Ich will sicher keinen so grossen Filter in dem Becken haben. Da kommt ein kleiner E-Heim-Innenfilter rein und fertig. Bisher bin ich mit „Peter Scheider’s: Für einmal andere, als ausgetretene Pfade“ wesentlich besser gefahren. Eine Beleuchtung inkl. kompletter Abdeckung ist auch dabei. An den Röhren merkt man das Alter: Die Enden sind schwarz und müssen gewechselt werden.

Neues Becken 100x50x50 01

Aber die wirkliche Überraschung war dann das Tütenauspacken. Neben Futterflockendosen und Futtertabs (teils Originalverpackt) fand ich auch diverseste Wasseraufbereiterflüssigkeiten (die ich sicher nicht brauche). Auch Algen-Stop und sonstige Medikamente waren dabei. Somit hat die Familie das Aquaristikleben komplett aufgegeben und mir alles eingepackt. Luftpumpen! Ausströmersteine! Heizstab! Kleine Morkienwurzeln! Ich hab nun sogar ein echtes Aquarien-Thermometer!

Neue Bewohner - L-Welse

Im Telefonat wegen des Termins (19 Uhr) sagte mir die nette Lady, dass ich die Fische auch nehmen könnte. Es seien L-Welse und Schneckenbuntbarsche. Tatsächlich scheinen es L-Welse zu sein (ich weiss nur nicht welche und bisher habe ich 3 winzige Schneckenbuntbarschen in all den Schneckenhäusern gesehen). Die L-Welse schwimmen nach der Eingewöhnungsphase jetzt im „ThaiRiver“ und die Schneckenbuntbarsche bei und in ihren Schneckenhäusern bzw. rundherum in einem Ikea-Plastikbehältnis (siehe 1. Bild unten links). Sie müssen noch auf den Umzug warten.

Nun werde ich morgen das Aquarium putzen und den Filter ausbauen (wenn es die Zeit zulässt). Geplant ist das „GreenGras“-Becken auszumustern, welches am festen Fenster im Essbereich steht. Dann habe ich alle drei 50er/60er-Becken ausgemustert und ersetzt. Die Becken aus den anfänglichen Gehversuchen mit „Fischen auf Rollen“ sind dann raus.

Und: Ich brauche Pflanzen!!

Die Schneckenbuntbarsche hab ich noch nicht erwischt. Sie Verstecken sich immer in den Schneckenhäusern


01.10.2011 – CAT-TV oder „Katzen lieben Aquarien“

1. Oktober 2011

Nein, wir besitzen keine eigene Katze. Aber wir „haben“ um die 8 Katzen aus der Nachbarschaft regelmässig zu Besuch. Nach „Bist-Du-a-scho-wieder-da“ alias „Chicco“ und dessen Episoden, ist nun „Blacky“ bei uns regelmässiger Gast. Kaum öffnet man eine Terrassentür, kommt er/sie auch schon und maunzt mitleidserregend ala „Simon’s Cat„: Gimme some Food! Allerdings bekommt sie kein Futter, sondern höchstens Streicheleinheiten.

Sie/er kennt sich in unserer Wohnung bereits blendend aus und nutzt wie selbstverständlich die Einrichtungsgegenstände, als wäre es nie anders gewesen. Ein bevorzugter Platz ist das Sofa und die rote Decke vor dem „ThaiRiver“-Aquarium. Dort lässt es sich so schön entspannen und dösen, man hat keinen Lärm von Draussen und vor sich die vielen Fische, die sich ebenso bereits an den temporären Mitbewohner gewöhnt haben.

Und wird sie/er dann fotografiert, ist der gemütlichen „CAT-TV“-Nachmittag auch schon wieder gestört! Ein wenig Gymnastik und dann geht es auf die übliche Runde ums Haus. Danach sucht man sich wieder ein schönes Plätzchen. Entweder auf den kühlen Fliesen oder zum Sonnen auf der Sitzkissenkiste oder zurück zur roten Decke vor dem „ThaiRiver“-Aquarium. Es ist so schön eine Katze zu sein.


20.09.2011 – Doch noch Paradiesfisch-Nachwuchs im Terracotta-Becken

20. September 2011

Hatte dieses Jahr schon nicht mehr daran geglaubt. Aber zufällig entdeckte ich im Terracotta-Becken auf der Terrasse am Samstag ein paar kleine Fischerl. Es konnten sich nicht um Guppies handeln; denn diese hätten die Paradieser sofort als Lebendfutter betrachtet. Auch die Anzahl sprach dagegen. Etwa 15 Paradieser-Sprösslinge tummeln sich quicklebendig im Terracotta-Becken.

Paradiesfisch Zucht Nachwuchs

Daraufhin fing ich die grossen schönen Paradieser aus dem Terracotta und setzte sie ins ThaiRiver-Becken um, was nicht sehr einfach ist. Zuerst sind sie zutraulich und neugierig. Aber wenn man mal zwei im Käscher hat, dann verstecken sich die Restlichen im dichten Gestrüpp der Seerosen. Da es aktuell saukalt geworden ist, warf ich zur Sicherheit noch einen weiteren Heizstab hinein. Nun bleibt die Temperatur im Wasser sicher über 18 Grad, auch wenn es draussen unter 10 Grad gehen sollte. Mal sehen, wie viele am Ende durchkommen.

Übrigens habe ich am Freitag in der Nähe von Stuttgart in einem Zoofachhandel zufällig einen Schwarm „Garra Rufa“ entdeckt. Ich kaufte 20 Stück ein. Den Transport überstanden sie unbeschadet, obwohl sie recht ausgehungert aussahen (flache eingefallene Bäuche und blasse Farbe). Trotzdem gingen mir über Nacht etwa 5 Stück ein. Der Rest ist jetzt aber wohlauf und hat die charakteristische dunkle Färbung. Es sind recht lebendige Saugbarben, die neben den Schleierschwanz-Antennenwelsen (Albino) richtig Leben in das GreenGras-Becken bringen.


27.08.2011 – Swiss Betta Show 2011 in der Stadtgärtnerei Zürich – Die Bilder

28. August 2011

Heute fand die „Swiss Betta Show 2011“ in der Stadtgärtnerei Zürich statt. Gegen 15 Uhr traf ich dort ein. Es war deutlich frischer als in den letzten Tagen. Der Wetterumschwung gestern brachte nach den heissen Tagen typisches Herbstwetter mit Regen und Sonne und Regen und Sonne. Aber das störte wenig; denn die „Kampffisch-Ausstellung mit Prämierung und Versteigerung“ fand in einem der vielen Gewächshäuser statt.



Somit konnten die vielen hundert Kampffische nicht nur bewundert, sondern auch käuflich erworben werden.

Im Kooperation mit dem „Verein Aquarium Zürich“ stellt die „Stadtgärtnerei Zürich“ in ihren Gewächshäusern diverse Aquarien mit vielen verschiedenen Zierfischarten aus, welche dort während der Öffnungszeiten der Stadtgärtnerei besichtigt werden können.



Es gibt aber derzeit und bis Anfang Januar 2011 nicht nur Aquarien zu sehen in der Stadtgärtnerei. Im Palmenhaus entdeckte ich neben einem Koi-Teich diverse farbenfrohe Vogelarten und Schmetterlinge. Somit lohnt sich ein Sonntagsausflug sicherlich doppelt; denn am Sonntag findet der 2. Teil der „Betta Show Zürich 2011“ statt.

Obwohl ich eigentlich nur „zum Schauen“ anreiste und mich mit Jolanda traf, von der ich nicht nur viele Tipps in der Vergangenheit, sondern auch meine Paradieser und diverse andere „Fischlein“ bekam, konnte ich es zum Ende der Versteigerung doch nicht lassen und erstand ein Kampffischmännchen. Damit es sich nicht ganz so alleine fühlt, kaufte ich noch ein eventuell passendes Betta-Mädchen dazu, welche ich mittlerweile „versorgt“ habe.

Die „Betta Show Zürich 2011“ ist für die Öffentlichkeit noch am Sonntag den 28.08.2011 von 10.00-14.00 geöffnet; Eintritt frei. Während der Ausstellung wird eine kleine Kaffee-Ecke betrieben. Am Sonntag findet neben der Ausstellung, um 14 Uhr, in der Orangerie ein Vortrag von Shark Project statt. Thema: Biologie der Haie und Infos zur weltweiten Hai-Situation. Ein Besuch lohnt sich allemal.

Stadtgärtnerei Zürich
Sackzelg 25
8047 Zürich
Telefon 044 492 14 23

Tropen und Palmenhaus
Tägl. (inkl. Sonn- und Feiertage) 9 – 16.30 Uhr
Schaugarten
Tägl. (inkl. Sonn- und Feiertage) 9 – 16.30 Uhr
Pflanzenberatung
Jeden Mittwoch 13.30 – 16 Uhr


18.08.2011 – Thairiver und Terracotta-Becken – Bilder

19. August 2011

Heute Nachmittag fand ich Zeit wieder ein paar Bilder vom aktuellen Stand der Dinge von den beiden Aquarien-Projekten „ThaiRiver“ und „Terracotta“ zu schiessen.

Die beiden Schützenfische sind so scheu, dass man nur aus weiter Distanz Fotos mit ihnen schiessen kann. Es sind zusätzlich 4 Antennenwelse eingezogen und von Jolanda habe ich 6 Paradiesfisch-Mädels bekommen. Die Antennen-Wels-Männer haben bereits die neuen Tonhöhlen bezogen. Am Wochenende bereite ich die Bambus-Höhlen vor. Beim „Landi“ hatte ich diese Woche Bambusstäbe gekauft, welche zufällig im Angebot waren (5,90 CHF für 1,2 Meter).

Wenn man dann etwas heraus „zoomt“, erkennt man gut, dass sich die aus Thailand mitgebrachten Mangroven (rechts im Bild) gut entwickeln und bereits aus dem Becken wachsen.

Die Paradiesfische im „Terracotta“-Becken entwickeln sich wesentlich besser als im „ThaiRiver“. Sie sind wesentlich farbenprächtiger und entwickeln ganz lange Schwanzflossen.

Hier eines der Paradiesfisch-Männchen aus dem „Terracotta“-Becken auf der Terrasse. Man erkennt sehr gut den langen Schwanz und die Farben sind extrem gut ausgeprägt. Eines der Männchen baut gerade ein Schaumnest unter einem Seerosenblatt. Eventuell gibt es bald Nachwuchs?

Im „Terracotta“-Becken auf der Terrasse befinden sich aktuell 3 Pärchen Paradiesfische, etwa 8 Guppys, 2 Siamesische Rüsselbarben und 2 Albino-Antennenwelse. Das Becken läuft fast techniklos – und das seit April. Lediglich ein 100-Watt-Heizstab ist zur Sicherheit drin. Er schaltet aber nur ein, wenn die Temperatur unter 18 Grad fällt im Wasser. Das „Terracotta“-Becken steht im Schatten und bekommt nur die Nachmittagssonne ab.


25.02.2011 – „ThaiRiver“ und andere Aquarienprojekte (Bilder)

25. Februar 2011

Seit über 2 Jahren steht nun ein etwas anderes Aquarium in unserem Wohnbereich. Ein 500 Liter Becken auf Rollen mit dem Ziel ausschliesslich Fische aus dem thailändischem Bereich zu verwenden. Zudem sollte die ganze Angelegenheit möglichst techniklos laufen. Letzteres ist nicht ganz einfach umzusetzen, da „Thailänder“ wärmere Temperaturen gewöhnt sind. Auch die Frage nach dem „richtigen Licht“ führt irgendwann zu einer Zusatzbeleuchtung. Filtertechnisch bin ich der Meinung, dass das Aquarium über eine gesunde Selbstreinigung verfügt und lediglich „Schwebstoffe“ entfernt werden – allein aus schönheitstechnischen Gründen; denn in bereits 8 Besuchen in Thailand habe ich so einige „natürliche Lebensräume“ gesehen, die überhaupt nicht zu einem Aquarium passen. Wer möchte zum Beispiel Plastiktüten, Blechdosen oder Autoreifen im Wohnzimmerbecken sehen?

Aber zurück zum Thema: Tom und Helga haben ihren Wunsch nach einem Aquarium erfolgreich umgesetzt. Am Wochenende durften Paradiesfische und Antennenwelse mit nach Mallorca fliegen. Die Fische sind gelandet, eingesetzt und erfreuen sich nicht nur guter Gesundheit, sondern auch grosser Beliebtheit bei Felix und Max, sowie bei Miezekatze „Krümel“. Da er die Kamera bei mir liegen liess, habe ich die Fotos nun auf den Server geladen.

Die Paradiesfische vor dem Checkin bereit für den gebuchtem Flug nach Mallorca.

Die Paradiesfische beim Transfer zum Flug. Als Transportbehälter eignet sich am Besten nach meiner Erfahrung ein bruchsicherer Behälter. Diesen erwarben wir im „Landi“ und er war vorher mit destilliertem Wasser gefüllt, welches wir natürlich ausleerten und mit dem Wasser aus dem Becken (etwa 2/3tel) füllten. Anschliessend wird der Behälter in „Blasenfolie“ gepackt und kommt in dienen Hartschaltenkoffer. Als „Einfüllstutzen“ für die Fischerl schnitten wir eine PET-Flasche auf. Wobei ich beim nächsten Mal sicher einen Behälter mit grösserer Öffnung lieber wäre. Nur woher bekommt man den?

Hier der gesamte „Fischsuppe“ nach der Landung auf Mallorca. Paradiesfische und Antennenwelse.

Miezekatze „Krümel“ findet extremen gefallen an den neuen Wohnungsgenossen.

Tom schoss ein paar Bilder von meinen Becken und da es mittlerweile bei einigen Becken einrichtungstechnisch und vom Besatz her Änderungen gab, setzte ich ebenso die Kamera ans Auge und schoss ein paar Bilder vom aktuellen Stand.

Das „GreenGras“ siehet mittlerweile so aus. Technik: Ein Einhängefilter (Aussen) und eine LED-Lampe.

Siamesische Rüsselbarben sind hervorragende Algenkiller – speziell in jungen Jahren. Diese hier messen etwa 3 cm von Kopf bis Fuss. Aus einem anderen Becken warf ich diese Wasserpflanze in das „GreenGras“ und die Siamesischen Rüsselbarben stürzen sich sofort darauf. Genauso wie die Kärpflinge, deren korrekten Namen ich noch nicht weiss. Ein Geschenk einer guten Freundin.

Nachdem „Tom’s Paradieser“ nach Mallorca abflogen, reinigte ich das ehemalige „AquaEL“-Becken komplett samt Glas und Sand. Anschliessend befüllte ich es mit Wasser aus dem „ThaiRiver“, bepflanzte es neu und dann zogen „rote Paradiesfische“, „siamesische Rüsselbarben“ und „siamesische Saugschmerle (albino)“ ein.

Die „roten Paradiesfische“ sind recht lebhafte Zeitgenossen und bei abendlichen Lichtverhältnissen ohne Blitz „unphotografierbar“. Mit Blitz kommen die Farben auch nicht so zur Geltung – also bei direktem Blitz von vorne.

So sieht das grosse „ThaiRiver“ mittlerweile aus. Technik: Eine 60er-Aufsatzleuchte als Feierabendbeleuchtung und ein kleiner Filter. In den Töpfen wachsen die Mangrovensetzlinge.

Der Besatz wurde mit drei Schützenfische und vier siamesische Saugschmerle (albino) ergänzt.

Hier im Bild eine der siamesischen Saugschmerle..

…und hier einer der drei Schützenfische.


20.02.2011 – „ThaiRiver“: Schützenfische (Toxotes jaculatrix) ziehen ein – Paradiesfische (Macropodus opercularis) ziehen aus

20. Februar 2011

Das Aquarium „ThaiRiver“ läuft seit 2 Jahren ohne Probleme „auf Rollen“. Seit dem Urlaub im Herbst 2010 bin ich auf der Suche nach einem ganz besonderen Aquarienfisch. In Thailand findet man ihn doch das ein oder andere Mal und kann seine Jagdtechnik mitunter bewundern: Der Schützenfisch. Er spritzt seine Opfer – meist Insekten – förmlich vom Baum. Bis auf 2 Meter zielt und trifft er mit seinem Wasserstrahl, den er gebündelt und mit ausreichend Energie aus dem „Maul“ schleudert. Das hatte ich selbst erlebt in Nakhon Sawan. Hinter de Hotel liegt ein künstlich angelegter See umrandet von Restaurants. Neben „Karpfen“ schwammen einige dieser frechen Schützenfische in eben diesem See. Als ich Fotografieren wollte, traf mich so ein Fratz genau ins Auge – nein, auf die Brille.

Seit Herbst suche ich diesen Fisch in der Schweiz oder in angrenzenden Kantonen zu erwerben. Ich dachte mir, wenn sich eine Gelegenheit ergibt, dann schlage ich zu. Und so eine Gelegenheit ergab sich letzte Woche. Ich befand mich für ein paar Tage in Hattersheim in der Nähe von Frankfurt. Am Freitag Nachmittag gab ich spasseshalber „Tierbedarf“ und „Hattersheim“ in Google ein ohne grosse Hoffnung, dass es direkt im Umkreis einen nennenswerten Treffer geben würde. Und ich wurde überrascht: Direkt in Hattersheim hat es einen „Laden“ mit dem Namen „SuperPet“. Mein Kollege kannte dieses Geschäft nicht. Aber man kann es auf einen Versuch ankommen lassen.

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Schützenfisch oder Spritzfisch (Toxotes jaculatrix)

So fuhren wir durch Hattersheim mit dem Ziel „SuperPet“ – und waren überrascht! Das Geschäft ist mit 2000 Quadratmeter deutlich grösser als die QualiPet-Läden in der Schweiz. Die Aquaristik- und Terraristik-Abteilung ist gross und sehr gut ausgestattet. Und: Als ich Richtung Aquarienabteilung lief, sah ich sofort ein Becken mit den ersehnten Schützenfischen! Ich meinte nur zu einem der wirklich kompetenten Fachberatern: „Bitte packen Sie mir gleich die 4 Paradiesfische ein“. Er fragte zurück: „Wird es noch mehr?“ Und ich bejahte. So kam es, dass ich neben den Schützenfischen noch ein paar Antennenwelse „Ancistrus dolichopterus„, sowie Siamesische Rüsselbarben „Crossocheilus siamensis“, Paradiesfische (rote) „Macropodus opercularis“ und Siamesische Saugschmerle (albino) „Gyrinocheilus aymonieri“ professionell einpacken liess. Auch etwas Technik und einige Wasserpflanzen fanden den Weg in die von den Fachleuten zur Verfügung gestellten Styroporkiste.

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Paradiesfisch (Macropodus opercularis)

Da nun Thom und Helga der Aquaristik-Virus infiziert hat, besorgte ich zudem am Sonntag darauf bei einer befreundeten Züchterin 6 Paradiesfische „blau“. Diese ziehen am kommenden Freitag aus und bieten so den Grundstock für die Verbreitung der Rasse auf Mallorca.

SUPERPET
Heddingheimerstraße 16
65795 Hattersheim
Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag: 9.00 Uhr bis 20.00 Uhr
Samstag: 9.00 Uhr bis 19.30 Uhr


22.08.2010 – ThaiRiver und andere Aquaristik-Projekte – Aktueller Stand

23. August 2010

Das „Becken auf Rollen“ läuft nun schon seit einigen Jahren – Die Einrichtung erfolgte im Juli 2008. Die erste Generation Paradiesfische ist umgezogen. Sie befinden sich im Terracotta-Becken, das ich Anfang Jahr auf der Terrasse eingerichtet habe. Die zweite Generation zog dafür vom letztjährigen Aussenbecken in das ThaiRiver um.

Im Becken befinden sich seit Ende Juni drei Thai-Mangroven, welche sich prächtig entwickeln und aus dem Becken wachsen.

Die Siamesischen Rüsselbarben befinden sich schon seit letztem Jahr im ThaiRiver. Die Puzzlebarben kamen im Juni 2009 später hinzu. Ausserdem kamen im September 2009 noch ein paar Antennenwelse hinzu.

Zwei der Paradiesfische in der Grossansicht.

Seit einer Woche befinden sich etwa 6 Guppys testweise im ThaiRiver. Wie es scheint vertragen sich die Paradiesfische mit den Guppys und umgekehrt.

Im Terracotta-Take2-Becken hat es bei den Paradiesfischen der ersten Generation bereits wieder Nachwuchs gegeben.

Den Nachbarskindern gefallen die TerraCotta-Aussenbecken extrem gut. Ab und zu dürfen die beiden die Fische füttern.


29.06.2010 – ThaiRiver: Thai-Mangroven im Aquarium (Rhizophora apiculata)

29. Juni 2010

Im letzten Thailand-Urlaub sammelte ich am Strand von Koh Chang einige der Thai Mangroven-Samen (Rhizophora apiculata) ein. Die Samen lagen am touristisch verlassenen Strand (wegen der Unruhen in Bangkok, wie berichtet) zu hunderten herum. Im Koffer transportierte ich die Mangroven-Sämlinge in einer PET-Flasche, welche ein wenig Leitungswasser enthielt. Online informierte ich mich über die Thai-Mangrove und stellte fest, dass diese in Süsswasser sehr wohl gedeihen. Ausserdem sollen die Mangroven ausgezeichnet Nitrit, Nitrat und Phosphat verarbeiten können. In Web-Shops werden Mangroven-Samen im Preisbereich von 15-50 Euro angeboten. Wer möchte kann sich sogar speziellen Mangroven-Dünger (Mangrove Mud) kaufen (klar Mama, oder?). Aber ich denke, dass dies nichts anderes als Schlamm aus den Mangrovenwäldern ist.

Nach meiner Ankunft versetzte ich die Mangroven-Samen in unterschiedliche Behältnisse. Zum Einen durch die unterschiedliche Länge bedingt und zum Anderen wollte ich testen, ob diese Samen auch in nicht absolut günstiger Umgebung anwachsen. Optimal wäre nämlich 100% Sonneneinstrahlung oder möglichs HQI-Beleuchtung, Temperaturen um die 25-30 Grad, sehr hohe Luftfeuchtigkeit. Aber was soll’s. Drei Mangroven-Samen steckte ich ins Thairiver. Weil ich in Thailand gesehen hatte, dass die Mangroven in Schlamm wachsen, setzte ich diese in die Töpfe der Seerosen ein. Ich liess die Samen mit der Spitze aus dem Wasser schauen; denn ich hatte gelesen, dass sie eingehen und verfaulen, wenn sie hundertprozentig mit Wasser bedeckt wären.

Ein Sämling kam in das ehemalige „Green-Gras“-Becken. Ich legte es einfach schräg hinein ohne es „einzupflanzen“, denn hier habe ich keinen „Schlamm“ oder Lehm von einer Seerose, sondern Kies am Boden. Die zwei kleinsten Mangroven-Stengel setzte ich in einen dichten Topf und dort in einen Seerosentopf deren Seerosenblätter schon länger etwas kärglich vor sich hin fristen. Aber den Schlamm konnte man ja noch als Substrat gebrauchen. Dies geschah also um den 25. Mai 2010. Dann wartete ich und tat überhaupt nichts. Nur ab und zu schaute ich nach, ob sich an der rötlichen Spitze etwas tat.

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Nun entdeckte ich nach einem Monat zuerst an der kleinsten der Mangroven-Samen, dass sich an der Spitze hellgrüne Blättertriebe bildeten.

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Daraufhin sah ich natürlich gleich mal bei den anderen Sämlingen nach. Und tatsächlich. Die Mangrove im „GreenGras“, welche einfach so schräg im Becken lag, hatte Wurzeln getrieben (links im Bild). Daraufhin „pflanzte“ ich diese vorsichtig im Kies ein, sodass der Trieb senkrecht stand. Das Becken ist oben offen und bekommt auch „nur“ von den waagrecht stehenden Jalousien gesiebte Sonne von Osten her mit. Meine beiden Orchideen stehten links und rechts neben dem Becken und blühen zum wiederholten Male. Somit geht es den Orchideen dort gut und mich wunderte dann auch nicht, dass die Mangrove anfängt sich zu entwickeln.

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Das sind die beiden Mangroven im Seerosentopf in der rechten „Ring“-Ecke im grossen „ThaiRiver“-Becken. Die Seerosen sind übrigens noch vom letzten Überwintern vom ersten Versuch des „TerraCottaBeckens“ übrig. Die Seerosen entwickelten sich aber so gut im ThaiRiver, dass ich für die beiden neuen „TerraCottaBecken“ neue Seerosen kaufte. So verblieben diese Seerosen im Becken und bilden nun das scheinbar ideale Substrat für das Anwachsen der Mangroven. Die Töpfe erleichtern mir das Umgestalten im Becken, falls es denn mal sein muss oder ich mich entscheide die Seerosen umziehen zu lassen.

Schaut man auf dem Bild oben ganz genau hin, so erkennt man, dass aus den roten Spitzen ganz hellgrüne kleine Blattsprossen herausschauen. Offensichtlich bilden sich zuerst die Wurzeln aus und anschliessend fängt die Pflanze an Blätter zu bilden. Wie auch sonst?

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Das „ThaiRiver“ ist übrigens oben seit einiger Zeit mit zwei dicken Plexiglasplatten verschlossen; denn es war recht mühsam die wöchentlich verdunstenden 10 Liter Wasser immer nachzufüllen. Die Luftfeuchtigkeit unter den Deckeln ist dadurch wesentlich höher als im Wohnzimmer selbst. Aber dies scheint nicht der ausschlaggebende Punkt zu sein, dass sämtliche Mangroven-Samen nun langsam austreiben. In den beiden Bildern oben sieht man die bisher am besten ausgetriebene Mangrove. Die Bilder sind nicht recht gut geworden durch das Gegenlicht. Aber der Trieb stösst bereits an die Plexiglasabdeckung.

Wie es weitergeht, weiss ich noch nicht; denn ich möchte nur ungern die Abdeckung verschieben. Wahrscheinlich werde ich den Pflanzentopf drehen und so irgendwie für mehr Deckenfreiheit sorgen. Aber früher oder später werde ich mir etwas einfallen lassen müssen. Auf jeden Fall sind seit meiner Heimreise aus Thailand exakt 30 Tage vergangen bis die Mangroven-Samen anfingen auszutreiben. Was sich wieder einmal bewährt hat: Einfach nichts tun – es wird schon. In der Ruhe liegt die Kraft.