19.06.2011 – Spirit of Rock Festival in Winterthur – Gut, dass ich dort war


Gut, ich kam erst gegen 16:15 Uhr an der Eishalle beim Spirit of Rock Festival an. Irgendwann gründe ich die „VFFZFFV“ (Volksfront für Zürich für fliessenden Verkehr). Die erste Tat wird sein den Gubrist wegzusprengen. Am Sonntag um 15 Uhr hat es da Stau! Von Urdorf bis Affoltern! WTF! Gut, natürlich bekommt man dann keinen Parkplatz mehr direkt vor der Deutweg-Eishalle in Winterthur. Dafür darf man dann vor dem Coop parken etwa 1000 Meter entfernt. Gut, dafür konnte ich mein Free-Ticket direkt am blauen Kassenzelt abholen, nachdem der Kassier sein Schinken/Käse-Sandwich verdrückt und während dem Essen mit einem Groupie plauderte.

Gut, ich hatte auf das Mitnehmen meiner Digicam verzichtet, weil ich dachte, dass bei der Besetzung sicherlich am Eingang darauf geachtet wird. Gut, dafür hatten alle ausser mir mindestens ein Natel und/oder eine Digicam dabei. So viele, dass später der Foreigner-Sänger „raise your mobiles“ ins Mikro rief. Gut, früher nahm man dazu Feuerzeuge, bis die Fingerkuppen eine eindeutige polizeiliche Identifikation wegen verbrannter Fingerkuppen unmöglich machte.

Gut, Saga hätte um 16 Uhr anfangen sollen. Aber als ich die gut gefüllte Eishalle betrat, tat sich noch gar nichts. Roger alias Metallschädel war schon früher da. Zusammen mit Fränzi, Falki und Rockröhre entdeckte ich Roger mit ein paar Kollegen und Kolleginnen mitten im Foyer beim Konzert-Verpflegung verspeisen. Gut, dann warten wir halt noch ein wenig. Die Fans des Festivals hatten nach erster Durchsicht durchaus einen Altersdurchschnitt von „gegen 40“ (oder darüber). Der/die Ein oder Andere hatte/n sogar noch die gleichen Klamotten von damals an. Nur ob man da noch komfortabel hineinpasst? Das ist die andere Frage.

19.06.2011 SAGA in Concert in Winterthur

Schliesslich legte der Anfang Jahr zurück gekehrte Michael Sadler samt Critchton-Brüder, Jim Gilmor und Schlagzeuger Brian Doerner mit „On the Loose“ los. Reimt sich fast. Gut, „Humble Stance“ und „Scratching the Surface“ kamen recht gut rüber. Auch „What do i know“ passte noch recht gut. Aber bei „Pitchman“ holperte es ein wenig. Und die melodramatischen Soli bzw. die „Highspeed-Fights“ zwischen Keyboard und E-Gittare zogen sich doch das eine oder andere Mal etwas in die Länge. „Wind him up“ und „The Flyer“ hätte ich mir gerne gewünscht als abschliessende Stimmungsbringer. Aber ein Konzert ist eben kein Wunschkonzert.

19.06.2011 - KANSAS in Concert in Winterthur

Gut, dann war Umbaupause und die meisten Gäste begaben sich in das Aussengelände vor der Halle. Vor dem einzigen Grillstand bildete sich eine längere Schlange quer über den Platz. Getränke bekam man hingegen etwas flotter. Fränzi und Falki hatten VIP-Tickets und schwärmten von der Gastlichkeit und den vielen Delikatessen, welche man in der „Gold-Area“ kredenzte. Als nächstes war Kansas dran. Gut, „Dust in the Wind“ war dabei. Sauberes Handwerk, gute Stimme, klassische Geige, alles passt. Viele Songs sind 35 Jahre alt. Und klingen immer noch frisch.

19.06.2011 - FOREIGNER in Concert (i want to know what love is)

Gut, für mich die besten des Abends waren „Foreigner„: Geiler Sound. Weltklasse Show. Und die Stimmung kochte bei all den sauberen 80er-Songs im Repertoire: „Cold as Ice“, „I want to know what love is“, „Urgent“ und als Zugabe gab es „Jukebox Hero“. Alle Songs aus den 80ern – bis auf einen vom neuen Album „Can’t Slow Down“. Und das obwohl nur noch Mick Jones als einziges Gründungsmitglied immer noch dabei ist. Kelly Hansen am Mikrofon gab jedenfalls alles im Original ab – bekleidet in einer weissen Original-Stretch-Jeans mit Seiteneingriff.

Gut, was mich zum Abschluss bringt, nämlich Journey. Die Jungs eröffneten komfortabel mit „Seperate Ways“. Aber dann. Dann ging es dahin mit neueren Songs. Das merkte man sofort am Publikum. Bis auf die „Dauerharten Fans“, die auch jede Umstrukturierung in der Band seit 30 Jahren mitgemacht haben, standen alle anderen Fans mit den Händen in den Hosentaschen da und hörten sich die neuen Songs an. Gut, bei einem „Spirit of Rock Festival“ ist es durchaus legitim neue Songs zu spielen. Aber der Spirit geht damit verloren.

Gut, wie es ausging kann ich nicht mitteilen; denn ich verabschiedete mich so nach dem 5. Song von Journey. Man ist ja auch nicht mehr der Jüngste *lach*. Aber auf der Rückfahrt stockte es wieder. Gut, diesmal in der Gegenrichtung Richtung Gubrist von Affoltern weg. Gut, somit verbrachte ich wieder mehr Zeit im Stehen auf der „Autobahn“ als beim Fahren. Gut, was mich wieder zum Gubrist und dessen Sprengung durch den „VFFZFFV“ bringt. Gut, ich bin Daheim und gehe gerne wieder aus so ein Festival.

PS: Einen weiteren Bericht über das Festival gibt es bei

5 Antworten zu 19.06.2011 – Spirit of Rock Festival in Winterthur – Gut, dass ich dort war

  1. falki sagt:

    toller bericht! und es war wirklich ein cooles festival. auch ich bin nach ein paar songs von journey gegangen, war noch nie meine musik…

    kannst du mir noch deine e-mail adresse angeben, damit ich dir den clip von saga zustellen kann. hat mich gefreut dich mal wieder zu sehen und bis zum nächsten saga konzert🙂

  2. didi sagt:

    eigentlich eine – für mich – tolle festival-besetzung. ABER – night ranger und saga waren überhaupt nicht abgemixt, tönten wie die früheren kompaktkassetten nach dem zweiten bandsalat. dieser mixer gehört auf den mond geschossen. das es besser ging, sah man bei kansa, foreigner und journey. (foreigner wirklich der höhepunkt, geiler neuer sänger!)
    ABER die organisation wäre einer kleintierschau nicht gewachsen gewesen. 1 (EIN) zelt für die verpflegung????? 2 (zwei) eingänge für die zuschauer. ich hoffe, diese organisatoren dürfen nicht mal mehr eine tombola ausrichten. katastrophal!

  3. Kuuler Berich – und ja, auch ich rollte im Schneckentempo Richtung Aargau nach Hause *grrrrrhhh*

  4. grudge sagt:

    „Gut“, habs bei Metalschaedel schon geschrieben, dass man natürlich ein wenig Ahnung haben müsste, bevor man etwas über eine Band behauptet, die man offenbar kaum kennt. Immerhin gibst du ja zu , dass du nach dem 5. Song gehen „musstest“. Dennoch , ganze 2 neue Songs vom neuen Album wurden gespielt, ansonsten das absolute Best of-Programm. Ausser „Open Arms“ hat kein Hit gefehlt, aber dazu müsste man wie gesagt eben auch die Hits (welche die Bands in Europa ja nicht hatte) kennen…..
    „seperate ways, keep on running, stone in love, mother father, faithfully, be good to yourself, wheel in the sky , lights, Anyway you want it…..

    Dass die Leute hinter den hardcore fans eher rumstanden bzw gingen , stimmt allerdings. Vermutlich zum einen weil Journey hier ja nie so gross waren wie Foreigner und Saga, zum anderen weil wohl tatsächlich viele heim mussten. Ich kam übrigens wegen Saga die mich aber masslos enttäuschten.

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