Sylvester auf Mallorca – Zusammenfassung der letzten vier Tage


 Da ich schon „Beschwerden“ bekam, dass ich über die letzten Tage nichts geschrieben habe, kommt nun hier eine kurze textliche Zusammenfassung. Auch die bisherigen Bilder habe ich jeweils pro Tag in ein Webalbum verpackt.

Wie bereits erwähnt, flogen wir (Mam, Mike und ich) am 27.12.07 früh morgens von München ab nach Palma. Nicht nur blauer Himmel, Sonne und 10 Grad empfingen uns – Tom holte uns noch etwas verschlafen vom Flughafen ab. Er war am Tag zuvor schon einmal am Flughafen gewesen, um uns abzuholen. Eigentlich hätte er ausschlafen können, denn er hatte sich im Datum um einen Tag vertan. Während Tom mit Mam zur Finka fuhren, setzten Mike und ich uns in den Shuttle zur Mietwagen-Firma. Dort erledigten wir die Formalitäten und setzten uns in einen nagelneuen BMW X3. Gerade das richtige Gefährt für die allfälligen Ausflüge rund um und quer durch die Insel.

In Sa Cabaneta angekommen, bekam Mam eine Gartenbesichtigung und stellte sofort fest, dass es den Orangenbäumen an Eisen mangelt. Auch die Rosen müssten geschnitten werden, sowie das ein oder andere Unkraut entfernt und der Rasen gedüngt werden. Sie erntete sofort ein paar der prallen Orangen und Zitronen.

Anschliessend tischten Helga und Tom ein riesiges Frühstück auf. Aber selbst mehrere Tassen Kaffee aus der neuen Maschine konnten nicht mehr helfen. Mike und Mam schnappten sich ein paar Gartenstühle und rüsselten erst einmal in der Sonne. Als letztere unterging, stand der Einkauf diverser Lebensmittel im nahen Mercadonna an. Mam wunderte sich mehrmals, dass sie sich sofort zurechtfand. Alles wie zu Hause, nur die riesige Fischtheke würde es sonst nicht geben.

Abends richteten Helga und Tom einen Teil der eingekauften Ware schmackhaft her. Langostinos, Oliven, Kartoffeln, Schafskäse, scharfe Peperoni – und Wolfgang brachte einen ganzen Topf mit Schnecken! Mam zögerte zuerst und meinte, dass sie eigentlich nicht so auf Fisch stehen würde, griff aber gemeinsam mit uns kräftig zu und liess es sich schmecken. Zur Verdauung gab es den ein oder anderen Fettlöser, Wein und natürlich Weissbier. Genauso ausgiebig diskutierten wir und so zog sich das Mahl bis weit über Mitternacht hin.

Am folgenden Tag (28.12.07) schliefen wir erst einmal aus. Gegen Mittag gab es dann Frühstück. Klaus und Sabina trafen ein. Klaus baut gerade eine Finca im Nordosten von Mallorca Nähe Sta. Magalida. Vorher verabredeten wir uns mit Domingo in seinem neuen Shop in Inca. Dieser befindet sich noch im Ausbau und soll Ende Januar eröffnet werden. Hier wurden diverse Fragen zur Ausleuchtung diskutiert. Danach ging es in rasanter Fahrt zum Häuschen von Klaus über kurvige Strässchen. Klaus ist ebenso mit dem KNX-Virus infiziert. Ergo wird das Häuschen mit KNX ausgestattet.

Der Hauptgrund ist jedoch, dass die Finca mindestens 2 Jahre über keinen Stromanschluss verfügt und so energiesparend arbeiten muss. Klaus zapft die Sonne an. Eine Solaranlage auf dem Dach und eine Batterieanlage in der Garage sorgen zusammen mit KNX und energiesparenden Geräten für ausreichend Strom. Das Häuschen ist noch im Rohbau und soll in etwa einem halben Jahr bezugsfertig sein.

In Port de Son Serra stillten wir dann gemeinsam unseren Hunger in einem (erfolgreich deutschgeführten) Restaurant direkt am Meer. Wieder in Sa Cabaneta angekommen, köpften wir noch die ein oder andere Flasche Wein oder Weissbier und liessen es uns gut gehen.

Auch am 29.12.07 kamen wir erst gegen Mittag aus den Federn. Sicher liegt das an der gesunden Meeresluft, welche für den gesunden tiefen Schlaf verantwortlich ist. Der Plan für den heutigen Tag sah eine Fahrt über den Coll de Soller vor – empfohlen von Wolfgang, der als Rennexperte jede kurvige Bergstrecke wie seine Westentasche kennt. Wir packten Mam mit dem Glauben ins Auto eine gemütliche kleine Ausfahrt ans Meer zu machen. Allerdings schien ihr eine der über 50 Haarnadelkurven nicht gut bekommen zu sein. So hielten wir nur kurz in Port de Soller, um ein paar Fotos von der Tram und vom Hafenort zu schiessen und fuhren wieder durch den Tunnel zurück. Der Pass ist einfach nur für harte Kurvenheizer.

Dafür hielten wir auf dem Rückweg bei einer Gärtnerei und Mam bewunderte die Pflanzenpracht des Mittelmeerregion. Da Mam bei den Orangenbäumen Eisenmangel diagnostiziert hatte, suchten und fanden wir sofort den richtigen Dünger. Auch die ein oder andere Blumenpflanze und eine Minipalme fand ihren Weg in den Einkaufswagen.

Auf der Fahrt nach Sa Cabaneta kamen wir am „Festival Park“ vorbei. Der „Festival Park“ besitzt auf einer Fläche von 35 000 qm haben sich rund 40 Restaurants, ein Kunsthandwerksmarkt mit rund 30 Ständen, ein Megakino mit 20 Sälen, ein Bowlingcenter mit 22 Bahnen, eine Eislaufhalle, Discotheken, sowie zahlreiche Marken-Outletstores angesiedelt. Von letzteren besichtigten wir den ein oder anderen und kauften günstig Turnschuhe und Sportbekleidung, sowie Jeans und eine Hose für den Ausgang (Mam) ein.

Direkt im Anschluss ging es nach Palma zum „Japaner“. Dort trafen wir uns mit Tom, Wolfgang und Philip. Helga flog zwischenzeitlich nach Stuttgart, um die Jungs Felix und Max abzuholen. Mam war das erste Mal beim Sushi-Essen vom Fliessband. Abends in Sa Cabaneta angekommen, klopfte noch Domingo an die Tür und wir genossen den ausklingenden Tag bei einer guten Flasche Rotwein.

Heute (30.12.07): Nach dem Frühstück trafen wir Wolfgang und Philip, welche uns vorschlugen eine kleine Ausfahrt zu unternehmen. Wie erwähnt kennt Wolfgang jede Kurve auf Mallorca’s Strassen und so setzten wir zur Fahrt zu diversen Bergrennstrecken und Sonderprüfungsrouten an. Zuerst ging es auf der Autobahn nach Inca. Von dort weiter nach LlucEscorcaColl de Puig Major (Bilder vom Bergrennen 2007)- Nus de Sa Corbata („Kravattenknoten“)Sa Calobra – Coll de Soller – Port de Soller – Bunyola. Nein, nicht mit dem Fahrrad, sondern im BMW X3.

Bis Sa Corbata fuhr ich die Mühle und den Rest der Strecke Wolfgang. Er kennt jeden Fixpunkt, um perfekt im richtigen Gang auf der Ideallinie die Kurven und Kehren zu durchfahren. Soviel darf gesagt werden: Es überholte uns kein einziges Fahrzeug auf den engen sich durch Wälder und Täler schlängelnden Strassen – aber umgekehrt. Wie sagte der gute Bekannte von Wolfgang – Walter Röhrl – neulich bei der Präsentation des neuen GT3? „Jeder normal denkende Mensch kann dieses Auto fahren.“ Er meinte den GT3. Leider waren auf den Bergstrassen hauptsächlich Sonntagsfahrer oder Touris unterwegs. Tja, und die Gesichtsausdrücke bei Begegnungen oder beim Überholen sind immer wieder interessant („Wo kommen die denn auf einmal her?“).

Aber es hatte nicht viel Verkehr. Schliesslich ist ja Winterzeit. Nicht auszudenken, was auf den Bergstrassen los ist, wenn hier Hochsaison ist. Zusätzlich kommen dann noch die „beliebten“ Ausflugsbusse dazu. Und dann wird es wirklich eng!

Wer Lust hat kann sich die Route von heute und die Bilder dazu in „Picasa-Google“ auf der Map ansehen. Oder gleich in Google-Earth laden. Ganz nah ranzoomen! Dann sieht man die feinen Kehren erst richtig!

So, jetzt hat mir Wolfgang noch Fotos geschickt: Udo Schwarz lässt den Porsche 911 bei der dritten Rally Clasico Isla Mallorca so richtig durch den Kravattenknoten driften – so wie es sein soll. Die nächste Rally Clasico findet vom 05.03. bis 08.03.2008 statt.

One Response to Sylvester auf Mallorca – Zusammenfassung der letzten vier Tage

  1. […] aufmerksame Dauerleser wird bemerkt haben, dass wir vor genau einem Jahr schon einmal das “Dem Claus sein Haus” besucht haben. Damals stand er vor dem Problem, dass kein spanischer Elektriker in […]

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