Urlaub Koh Samui 25.02.2008 – Am Abend thailändisch Essen und Tanzen im Patio und der grosse Regen in der Trockenzeit


Nachdem wir uns etwas ausruhten, holte uns Chris ab. Er erzählte uns von der etwas unruhigen Nacht. Wir zogen uns um und machten uns ausgehfertig. Dann gingen wir die Treppe hinunter zum Pool und durch den Haupteingang des Hotels. Zuerst etwas Essen war geplant. Das Hotel „Patio“ nebenan schien die richtige Wahl zu sein. Ansehen kostet ja nichts. Wir stiegen die breite Treppe hinauf und durchschritten die sehr schöne offene Eingangshalle, begrüssten die Damen an der Rezeption und liefen die Treppe auf der anderen Seite der Eingangshalle wieder hinab.

Das Hotel „Patio“ besitzt seinen Namen zurecht. Um einen Innenhof gruppieren sich zwei Langhäuser mit hohen Türen. Dahinter befindet sich ein kleiner Garten, der vor den eigentlichen Wohnräumlichkeiten liegt. Sehr schön im thailändischen Architekturstil eingerichtet. Wir durchschritten den Hof und erreichten den Restaurationsbereich, welchen ein Garten mit Teichen einfasst und man über Brücken betritt. Auf quadratischen hellen Steinsäulen trohnt die hölzerne achteckige Kuppel. In der Mitte befindet sich eine ebenso achteckige Bar. Das Restaurant selbst ist wieder ein eigenes offenes Gebäude, allerdings quadratisch. Dazwischen befindet sich eine Pagode und davor ein quadratisches Becken mit grossen metallischen Gefässen, die wie überdimensionale Blumentöpfe aussehen. Der gesamte Restaurationsbereich öffnet sich mit einer die gesamte Breite der Anlage umfassenden Treppe dem Strand bzw. Meer hin. Es sieht alles sehr edel und durchdacht angelegt aus.

Wir werden von einem Rezeptionisten empfangen, der uns nach der Reservierung fragt. Natürlich besitzen wir keine und er fragt bei einer Dame hinter einem Stehpult nach, wo noch Platz sei. Er führt uns zu einem Tisch im Barpavillon nebenan. Wir haben einen schönen Blick auf das flache Becken und die quadratische Pagode. Kurz darauf bringt der Ober die Getränke- und Speisenkarten. Für den Durst entscheiden wir uns für je einen Mangoshake. Dann sehen wir uns die Karte an. Diese scheint für europäische Gäste angepasst zu sein. Erst nach Teigwarengerichten und Pizzas finden wir thailändische Speisen. Wir wählen als Vorspeise Frühlingsrollen mit Gemüse- und Fischfüllung. Als Hauptgang Hühnchen und Reis auf Gemüse (Mike), Fischfilets süss/sauer auf Reis (Peter) und Mixed Fish auf Reis (Chris).

Dann erfahren wir, warum man uns nach einer Reservation fragte. In der Pagode zwischen Restaurant und Bar nehmen vier Musiker auf dem Boden Platz. Die beiden vorderen sitzen hinter einer Art hängendes Xylophon, die hinteren beiden Musiker spielen Schlaginstrumente – eine Art Bongo. Während wir die Vorspeise geniessen, treten dann in traditionelle Gewänder gehüllte Tänzerinnen auf. Das rechteckige Wasserbecken dient als Tanzfläche. Das Wasser bedeckt eine grosse Granitplatte nur wenige Zentimeter. So sieht es aus, als würden die Tänzerinnen auf dem Wasser stehen.

Die Tänzerinnen ziehen sich mehrmals um und es gelingt mir ein paar tolle Fotos in diesen grandiosen Ambiente zu schiessen. Wir geniessen das sehr gute Essen und den Glücksgriff dieser Veranstaltung beiwohnen zu dürfen. Nachdem die Tanzdarbietung beendet ist, nehmen wir noch einen Kaffee und verlassen den Ort über die grosse Treppe zum Strand hin.

Die Lufttemperatur liegt bei etwa 26 Grad – also ein lauer Abend. Vom Meer her kommt eine leichte Briese zu uns herüber. Die Sterne leuchten, nur der Mond fehlt heute. Immer wieder steigen gelb leuchtende „Wunschballons“ in der Ferne auf. Das ist ein thailändischer Brauch einen Papierballon steigen zu lassen. Unten hängt eine Kerze als Wärmequelle – sozusagen ein Miniheissluftballon. Ausser uns sind nur ganz wenige weitere Personen am Strand. Wir geniessen die Ruhe und das Rauschen des Meeres und wandern immer weiter von unserem Hotel weg. In diesem Strandabschnitt scheint es lediglich ein paar wenige Strandbars zu geben. Und wenn, dann gehören diese zu einer Bungalow-Anlage und nur ein paar Gäste sitzen davor oder darin. Wir entdecken das „Chill-In“. Es soll eine bekannte Lokalität in Lamai sein, direkt am Strand. Auch hier nur wenige Gäste und die Musik ist nicht unbedingt unser Ding. Wir wandern weiter und entschliessen uns schliesslich durch eine Hotelanlage zur Hauptstrasse zu gehen. Vielleicht ist dort mehr los.

Wir schlendern durch die Hotelanlage, die als Gartenanlage mit hohen Palmen und Farnen, wie ein Urwald erscheint. Dann erreichen wir die Hauptstrasse mit den vielen Geschäften und Bars. Auch hier ist nicht unbedingt „die Hölle“ los. Ein paar Roller und Taxis kommen uns entgegen. Chris schlägt den „Club Bauhaus“ vor und wir suchen diesen. Nach wenigen Metern dringt etwas lautere Musik an unser Ohr und tatsächlich. Gegenüber eines „Seven-Eleven“ befindet sich das „Bauhaus“ Ein paar wenige Gäste sitzen um 22 Uhr darin. Die Musik ist hörbar und so entschliessen wir uns auf vorerst ein Bier dort zu verweilen. Wir setzen uns an die Theke zur Strasse hin, um das Treiben zu beobachten. Eine Bedienung bringt uns je eine „Singa-Bier“ und wir schauen uns um. Heute – Montag – soll eine Schaumparty angesagt sein, steht auf einem grossen Plakat am Eingang. Na denn mal abwarten.

Zuerst nieselt es nur eine zeitlang leicht. Aber plötzlich beginnt es wie aus Eimern zu schütten. Die wenigen Leute auf der Strasse suchen einen Unterstand oder flüchten in angrenzende Bars oder unter Schirme. Strassenhändler versuchen schnell ihre Ware in Sicherheit zu bringen.

Trotz des kräftigen Regens fahren immer wieder Roller vorbei. Teils in Plastikumhänge gehüllt, teils mit aufgespannten Schirmen. Von den Dächern und den Regenrinnen läuft der Regen wie aus Wasserfällen herunter.

Nach etwa einer Stunde ist der Spuk vorbei. Wir trinken unser Bier aus und entschliessen uns zurück zum Hotel zu gehen. Es ist etwa 1 Uhr morgens. Wir kommen an interessanten und teils bizarren Bars vorbei. In einer spielt eine Live-Band Rockmusik. In einer anderen gegenüber tanzen zwei Mädchen an je einer Stange. Kurios dabei ist jedoch, dass nur etwa fünf oder acht Gäste an der Theke sitzen, zusätzlich zu etwa zehn weiteren thailändischen Mädchen. Wir schlendern weiter und erreichen einen extrem unrealen Ort. Auf einem Platz stehen unzählige gleich gebaute offene Bars. Aus jeder einzelnen dicht an dicht schalt eine andere laute Musik. Der gesamte Platz strahlt von der Leuchtreklame her rötlich/violett. Rund um die Bars und darin zahllose Thai-Mädchen. Freundlich, aber bestimmt wehren wir nette „Einladungen“ ab. Nein, das ist nix für uns. Nur kein Stress im Urlaub.

Wir wandern die Strasse weiter und je weiter wir kommen um so verlassener und dunkler wirken die Gebäue. Vereinzelt noch auf der einen oder anderen Strassenseite eine Bar oder ein Massagesalon. Aber sonst sind die Läden geschlossen – kurz nach Mitternacht. Auch an der Billard-Bar vom Nachmittag kommen wir vorbei. Dieser ist noch geöffnet gegen halb Zwei. Auch hier rufen die Mädels herüber. Wir winken und gehen weiter. Lieber noch ein Bier an unserer Strandbar. Das ist etwas ruhiger und gemütlicher.

Im Hotel angekommen, begleiten wir Chris zum Bungalow. Die Strandbar ist geschlossen, aber im Restaurant an der Bar sitzen noch 3 Personen. Wir gesellen uns dazu und bestellen noch je ein Bier. Wir kommen mit den aus Wien beziehungsweise aus Mainz angereisten Stammgästen ins Gespräch. Somit nehmen wir noch ein Bier und geniessen das ruhige gemütliche Ambiente direkt am Meer. Gegen 3 Uhr fallen wir ins Bett. Morgen soll die Sonne sich endlich zeigen. Abwarten.

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8 Responses to Urlaub Koh Samui 25.02.2008 – Am Abend thailändisch Essen und Tanzen im Patio und der grosse Regen in der Trockenzeit

  1. […] nach “Urlaub Koh Samui 25.02.2008 – Am Abend thailändisch Essen und Tanzen und der grosse Regen zur Troc… ” […]

  2. falki sagt:

    in lamai waren wir immer in der blues bar – gibt es die noch?

  3. PeterPan sagt:

    keine ahnung, wo soll die sein?

  4. Wolfgang sagt:

    hübsch die Tänzerinnen, bringt ihr die mit??
    Ich wünsche Euch einen schönen Urlaub.

  5. falki sagt:

    die blues bar war gleich neben dem bauhaus. und eingangs dorf gab es ein swiss chalet wo es immer tolle fondues gab. ich gleube der besitzer heisst werni und ist im rollstuhl…

    und in chaweng beach gabs ein tolles und grosses reggae pub – aber das ist dann mal abgebrannt und ich weiss nicht, ob die das wieder aufgebaut haben.

    wie auch immer schöne ferien! 😉

  6. PeterPan sagt:

    Hi Falki: Ich versuch die Läden mal zu finden. Danke für die Tipps!

    @Wolfgang: Wir geben den Ladies Deine Adresse, falls wir sie wieder treffen 🙂

  7. steve sagt:

    das reagge gibs noch (bzw im jahr 2006) das ist echt klasse, immer life-musik und ein augenmerk auf die metalteile des gebäudes!

    was ich noch empfehle, es gibt in chaweng bei der „ausgangs-event-zone“ „sing-a-song“-lokal welches im hinterzimmer ist und sehr klein (sind nur thais da) aber absolut lustig!!! müsst einfach da fragen „sing-a-song“

    die kork-farm ist auch lustig…. auch einen fleisch-verkafsmarkt müsst ihr unbedingt auch besuchen…. düft vom feinsten….

    ach ja, besorg schon genug für full-moon-schifftickets (bei euch halbmond)…. am günstigsten gehts ab der hauptstadt (etwas mit N… habs vergessen) oder via schnellboote, aber die verlangen „unverschämte“ preis von 300baht uns so…

    und ja, mietet sonen scooter! aber vorsicht: kraftstoff gibts ab 21 h nicht mehr!! und das teil stossen macht echt keinen spass!! dann lieber en girly als so nen scooter…
    und 8-tung die 2te… vergesst den rückweg nie! man kann sich auf der scheiss kleinen insel verfahren!!! ja und zwar im kleinen jungle in der mitte! also, wenn ihr da hoch geht; nur mit sonnencreme, falls ihr wie ich, den weg zurück ans ufer nicht mehr findet 😀

    ach ja, wenn ihr in eine sing-a-song lokal geht: wünscht das hier: แพ้ใจ – englische buchstaben zum nachmurmeln sind auch da :p (hat mir mal ein kleines thai-girl vorgesungen 😀

    schöne grüsse aus kloooooten!

  8. falki sagt:

    ach ja, zum reggae-pub führte früher ein langer holzsteg der in der mitte eine kurve hatte.

    und in der nähe des grossen buddha gibt es eine kardrennbahn – dort kannst du mit renn-kards herumflitzen…

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