12.05.2016 – Ein Besuch im Fitness-Center

13. Mai 2016

Tja.. jede Bewegung ist gut für mich. Konditionsmässig befinde ich mich im negativen Bereich. Den ganzen Tag nur sitzende Tätigkeiten, da schlafen sämtliche Muskeln ein. Bis auf die Finger: Meine Schreibmaschinenlehrerin aus der Realschule wäre stolz auf mich; denn ich tippe schneller, als mit den Kugelschreiber. Aber zurück zum Thema.

Vor 14 Tagen traf ich mich mit meinem langjährigen Freund Ralph in Winterthur auf ein paar Bierchen. Wir hatten uns etwas aus den Augen verloren, was uns beiden Leid tat. Somit plauderten wir über dies und das und schworen Besserung. Ich erzählte von meinem Wunsch auf mehr Bewegung und über meinen Plan mir ein Fitness-Center zu suchen. Ralph entgegnete, dass er schon seit Jahren im MFit in Wil trainieren würde, weil er gleich um die Ecke wohnen würde. Das nahmen wir zum Anlass uns für heute im MFit zu verabreden. 18:30 Uhr wäre Treffpunkt und los geht’s.

Somit packte ich meine Trainingsklamotten ein: Weisse Turnschuhe (diese liegen seit geschätzten 10 Jahren im Schuhschrank), lange schwarze Adidas-Trainingshose (damit man meine blassen Haxn nicht sieht), schwarze Jim-Beam Trikot und schwarze Coca-Cola Socken (was als Getränk passt, passt auch als Sportkleidung) – ausserdem soll Schwarz ja schlank machen. Zudem halte ich gar nichts vom Motto: „Für jede Sportart muss man spezielle Klamotten tragen!“.

Es ist schon verdammt lange her, dass ich das letzte Mal in einem Trainingscenter war. Muss irgendwie so um 1986 gewesen sein. Da war ich mit Rainer Venus beim Box-Center Winzer vom Kerscher Michael. Ich glaub‘ 3 Jahre habe ich dort trainiert. Bis man mich zum Boxkampf überredete, was ich nie machen wollte – nur trainieren. Es war legendär: Unten im Erdgeschoss ein paar Räume mit Hanteln und einfachen Maschinen. Oben im 1. Stock ein Trainingsraum mit Sandsäcken. Dieser war getrennt durch eine grosse Glasscheibe zum Gastraum mit Billardtisch. Zu der Zeit kannte ich sämtliche Trampelpfade rund um Regensburg. Heute? Lang ist’s her 🙂

Box-Center_Kerscher_Michael
Damals – im Boxcenter Winzer – 1986

Auf dem Parkplatz vor dem MFit in Wil war Hochbetrieb. Ausserdem regnete es in Strömen. Trotzdem fand ich einen Parkplatz und nahm den Schirm für die paar Meter zum Eingang. Dort wartete Ralph bereits in voller Trainingsmontur grinsend auf mich. Wir begrüssten uns und er begleitete mich zur Rezeption – die leer war. Dafür war der Trainingsraum voll – bzw.: Die Trainingsgeräte waren fast voll besetzt. Ralph klingelte, doch niemand nahm von uns Notiz.

Nach ein paar Minuten kam eine Lady in Adidas-Jacke und „Koordinator“-Aufdruck. Ralph erklärte ihr, dass ich ein Probetraining absolvieren möchte. Die Lady entgegnete, dass dies nicht möglich sei ohne Anmeldung. Ich meinte: „Hiermit melde ich mich bei Ihnen an!“. Nein, das ginge nicht. Man müsse sich auf der Website anmelden – vorher. Darauf ich: „Ok! Probetraining ist grad aus – nicht auf Lager. Was könnte man tun?“. Sie erklärte, dass ein „Einmaleintritt“ möglich wäre. Aha. Ok. Und ob ich bar oder mit der Karte zahlen würde. 27 CHF? Ned schlecht! Zahle ich bar.

MFIT-Preise
MFIT Preise (Stand 13.05.2016)

Ich bekam ein pinkfarbenes Gummiband mit einem RF-ID-Chip darin. Damit könnte ich den Spint öffnen und schliessen. Toll!! Also zeigte mir Ralph den Weg gen Umkleideraum. Während ich mich umzog, wartete er im Thekenbereich. Nach 5 Minuten war ich fertig. Sogar der RF-ID-Chip funktionierte. Dann zeigte mir Ralph die verschiedenen Geräte. Die Zeiten vom reinen Hanteltraining sind vorbei – jede Bewegung wird mechanisiert angeboten.

Vier Dinge fielen mir sofort auf:

  1. Die Fernseher an der Decke vor den Trainingsgeräten.
  2. Jeder hatte einen „Knopf“ im Ohr.
  3. Keiner sprach mit dem Anderen.
  4. Jeder trainiert für sich allein.

Meine „romantischen“ Vorstellungen von einem Trainingscenter verschwanden sofort. In der Werbung sieht man überall lächelnde, nette Personen, die gemeinsam trainieren auf den Bildern. Hier sehen die Trainierenden alle angestrengt aus, spielen mit dem iPhone und dem Knopf im Ohr, laufen im Stand in Reih‘ und Glied nebeneinander stur in eine Richtung, glotzen schwitzend beim Training in den Fernseher. Das kann ja „heiter“ werden.

MFit-Wil
Heute – im MFIT Wil Trainingscenter – 2016

Ralph steuerte auf einen der „Berglaufautomaten“ zu, zeigte mir, wie man die Funktionen auf dem Touchdisplay einstellte, Steigung, Widerstand, Neigung, Trainingsdauer. Ich meinte nur witzelnd, dass es mich sicher gleich abwerfen werde. Ralph steckte sich die Knöpfe ins Ohr und strampelte neben mir los.

Ich setze mich mit dem „Gerät“ auseinander und versuchte Beine und Hände geordnet auseinander zu halten, um eben nicht abgeworfen zu werden. Ich schielte auf Ralph’s Einstellungen und tippte deutlich weniger ein. Wenn man sich an den Griffen festhält, so wird sogar die Herzfrequenz angezeigt. Die sollte nicht höher als 120 sein – glaube ich.

Während Ralph locker vor sich hin strampelte, bekam ich schon nach 7 Minuten ein leichtes Ziehen in den Waden. Ausserdem schnappte ich nach Luft und bekam Durst. Also legte ich eine Pause ein und überlegte ein Apfelschorle aus dem Auto zu holen. Dazu musste ich die Turnschuhe wechseln und den Schlüssel holen. Ab in den Regen! Als ich zurück war, strampelte Ralph immer noch vor sich hin, lächelte.

Ich trank etwas und nahm das nächste „Gerät“ in Augenschein: Ein Laufband – auch mit Touchscreen. Auch hier standen etwa 6-8 Stück in einer Reihe. Zuerst bekam ich es gar nicht zum Laufen; denn ich lief nicht und das Band lief nur langsam. Dann bekam ich den Bogen raus und fing an langsam zu traben. Nur machte mir das überhaupt keinen Spass. Im Stehen laufen – wie blöd ist das denn…

Also wieder zurück zum „Berglaufautomaten“. Diesmal schaffte ich doch 10 Minuten, bis mir die Puste ausging und der Pulsmesser gefährlich gen 130 Herzschläge ging. Der Monitor meinte, dass ich nun 5 Minuten „auskühlen“ sollte. Aber ich stieg ab und schaute mir die anderen Automaten an. Für jede Muskelpartie gibt es einen Automaten. Aber wie  soll das bitte funktionieren. Ich bin 165cm gross und eher schmächtig. Andere 190 gross, 100 Kilo und ganz andere Körperproportionen. Da stimmt doch dann gar nichts mehr, auch wenn man den Sitz höherstellen kann, wie beim Auto und die Gewichte einstellt.

Egal, ich suchte mir eine Maschine, die das Brust-Hantel-Training nachstellte – allerdings im Sitzen und nicht im Liegen. Ihr fragt nach den Gewichten? 35 Kilo! Lächerlich! Und dazu nur 15 langsame Wiederholungen in 5 Etappen mit je 1 Minuten Pause. Stimmt! Mir fiel auf, dass es überhaupt keine Uhr mit Sekundenzeiger hatte im ganzen Saal! So etwas hatten wir „damals“ immer im Trainingscenter. 3 Minuten „Power“ – 1 Minuten Pause.

Nach einer Stunde stieg Ralph leicht schwitzend vom Automaten. Ich hatte mir zwischenzeitlich den Keller angesehen. „Unten“ gab es einen voll verspiegelten Raum mit eben den Hanteln und Hantel-Maschinen, die ich kannte. Nur dort liefen mir zu viele „Poser“ herum. Das sind die Typen in Muskelshirt und einem Gang, als kämen sie durch keinen Türrahmen. Könnte mir ja eigentlich egal sein, aber dazu roch die Luft noch abgestanden mit einer klaren Nuace „Achselschweiss“ – also eher dicke Luft.

Somit verabschiedeten wir uns nach knapp eineinhalb Stunden und gingen in den gemütlichen Teil über; denn praktischer Weise befindet sich genau gegenüber vom MFit-Trainingscenter eine Lokalität mit dem pfiffigen Namen „Fass“. Dort nahmen wir ein isotonisches Hopfenmalzgetränk zu uns und liessen den Abend langsam auslaufen.

Update 13.05.2016: Seit heute gibt es ein 3 Monats-Abo als Sommer-Angebot für 199 CHF


08.05.2013: Jetzt geht’s der Wiese an die Halme

8. Mai 2013

Auch wenn sich die Nachbarskinder schon so an die Wiese gewöhnt haben und die Nachbarskatzen so gern drin verstecken – es muss sein!

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24.03.2013 – Davos Jakobshorn – Peter wieder einmal auf dem Snowboard

24. März 2013

Diese Wochenende fand die KNX-Generalversammlung in Davos statt. Am Freitag die GV und am Samstag stand der KNX-Skitag am Jakobshorn auf dem Programm. Somit holte ich mein Snowboard aus dem Keller und suchte die Ausrüstung zusammen. Wann war ich eigentlich das letzte Mal auf dem Brett gestanden? Lange ist’s her. Kondition habe ich als „No-Sports“ auch nicht mehr. Somit dachte ich eher daran mit einer Bergfahrt auf die Hütte zu fahren, als mich auf das Brett zu stellen. Aber es kam dann doch anders.

Chrigel und René überredeten mich dann doch am Freitagabend am nächsten Tag die (Ritter)-Skiausrüstung anzuziehen. Was mich eh immer nervte am Skifahren: Man stapft mit unförmigen Skischuhen durch die Gegend und trägt die langen Skier herum. Die Skistecken sind dann auch noch ein zusätzliches lästiges Übel. Deshalb fing ich vor x-Jahren mit dem Snowboarden an. Bequemere Schuhe und nur das Brett dabei. Besser ist das.

Wir gingen am Samstagmorgen gemütlich zum Frühstücken. René ist zwar ein extremer Frühaufsteher, aber Gott-sei-Dank kein Ski-Stresser, der schon um 8 Uhr am Lift stehen muss, um die Skikarte den ganzen Tag am Berg auszunutzen mit möglichst vielen Bergfahrten und dann auch noch sämtliche Hänge abfährt, damit sich der Skitag lohnt. Wir frühstückten gemütlich und zogen uns anschliessend um. Gegen 10 Uhr besorgten wir uns an der Rezeption beim Hotel Grischa die Skikarten und stapften dann zusammen mit Felix zuerst zur Talstation der Gondel.

An der Talstation standen aber zu viele Leute an. Somit wanderten wir weiter zum 2er-Lift am Jakobshorn. Dort ging es etwas besser und wir waren alsbald auf dem Berg. Ich schnallte mir mein Brett an und fuhr die ersten Meter etwas vorsichtig. Aber wie ich feststellen durfte, verlernt man das Snowboarden nicht und nach wenigen Schwüngen klappte es dann, wie früher.

Hier zwei Videos, damit man echt glaubt, dass ich nicht nur in den Hütten gesessen bin 🙂


26.05.2012 – Schweiz gewinnt gegen Deutschland mit 5:3 – Historischer Sieg nach 56 Jahren

27. Mai 2012

Das hatte sich Löw’s Truppe anders vorgestellt. Traditionell spielt die Deutsche Elf das erste Testspiel für die EM2012 gegen die Schweiz – und traditionell gewinnt die Deutsche Nationalmannschaft. Doch beim insgesamt 51. Aufeinandertreffen kam alles anders. Othmar Hitzfeld stellte mit Eren Derdiyok eine einzige Spitze auf und diese stach gleich zwei Mal – einmal in der 20. per Fuss und einmal in der 22. Minute per Kopf  nach Vorlagen bzw. Flanken von Tranquillo Barnetta – fast hätte er einen lupenreinen Hattrick in der Rekordzeit von 5 Minuten hingelegt, scheiterte dann aber am Torhüter Ter Stegen.

Beim 1:0 hielten sich die Schweizer Fans noch zurück. Beim 2:0 gab es kein Halten mehr. Das Sankt Jakob Stadion bebte. Kurz vor dem Pausenpfiff erzielt Hummels noch das 2:1 nach einem Freistoss. In der Pause diskutierten die Moderatoren noch ungläubig die Tore und die Schweizer Überlegenheit, sowie die Deutsche Schwächen in Abwehr, Mittelfeld und Angriff. Auch Jogi Löw musste das ebenso gesehen haben, denn er regierte und wechselte das Mittelfeld und den Sturm fast komplett aus.

Doch scheinbar hätte er besser die Abwehr wechseln sollen; denn 5 Minuten nach Wiederanpfiff schlug Derdiyok zum dritten Mal zu. Eren Derdiyok, der in der letzten Saison auf der Ersatzbank von Bayer Leverkusen sass – es war sein Tag. Er wird in der nächsten Saison bei Hoffenheim spielen. In der 64. Minute verkürzte Schürrle mit einem scheinbar haltbaren Weitschuss um 3:2, ehe Lichtensteiner nur 3 Minuten später den alten Abstand von 2 Toren wieder herstellte. Doch Reus schoss die Deutschen in der 72. Minute mit seinem Tor wieder heran, bevor  Mehmedi nach einer schulmässigen Freistossvariante mit dem 5:3 den vorläufigen Schlusspunkt setzte.

Der 9. Sieg im 51. Aufeinandertreffen. Vor 56 Jahren – 21. November 1956 – besiegten die Schweizer die Deutschen das letzte Mal. Und zwar in Frankfurt mit 3:1. Übrigens hatte das erste Spiel überhaupt auch ein besseres Ende für die Schweiz: Es endete ebenso 5:3.

Die Tore:
21′ Derdiyok 1:0. 23′ Derdiyok 2:0. 45′ Hummels 2:1. 50′ Derdiyok 3:1. 64′ Schürrle 3:2. 67′ Lichtsteiner 4:2. 72′ Reus 4:3. 76′ Mehmedi 5:3.

Die Tore im Video


27.10.2011 – KNX-Swiss-Event: KNX-Kart-Race @ Race-Inn Roggwil – Die Bilder

28. Oktober 2011

Anbei die Bilder vom „KNX-Swiss-Event“ im Kart-Center „Race-Inn“ Roggwil, welche Röne und ich geschossen haben:

Hier geht es zum Fotoalbum „Kart-Race @ Roggwil

Vielen Dank an Felix, Marco und René für die tolle Organisation. Das nächste Mal nehme hoffe ich nicht wieder so eine lahme Krücke zugelost zu bekommen im Finale 🙂


15.12.2010 – Mit der Cobra auf Mallorca unterwegs – Wolfgang, Philipp und Peter auf „NTV deluxe“

16. Dezember 2010

Wir sind regelmässig auf der Insel. Und wenn es zeitlich klappt, dann schauen wir auf dem Lluc Major Racetrack vorbei. Während wir bei Sebastian dann eine weitere Lektion im Formel BMW nehmen, um unsere Rundenzeiten zu verbessern, dreht ab und zu die ein oder andere AC Cobra ihre Runden. Diese offenen Sportwagen gehören Peter Unterberg. Und er baut auch die schönsten und ausgefallendsten Chopper auf der Insel.

Mit den schönen und motorleistungsmässig ansehnlichen Fahrzeugen kann man zusammen mit Peter Unterberg auf Inseltour gehen. Dabei lernt man nicht nur die schönsten Strecken und Serpentinen auf Mallorca kennen, sondern auch die besten Restaurants und Cafés mit bester Aussicht auf Land und Meer. Der Fernsehsender NTV besuchte unlängst die Rennstrecke und berichtete über eine dieser traumhaften Ausfahrten. Mit dabei sind Wolfgang und Sohn Philipp.

Wer nun Lust auf eine kleine Ausfahrt bekommen hat, der meldet sich einfach bei Peter an: www.fun4u.es ist die richtige Adresse.


20.08.2010 – Bundesliga-Eröffnung: Bayern gewinnt in der letzten Minute

20. August 2010

Typisch Bayern München! Ein Spiel dauert 90 Minuten und Bayern gewinnt. Die letzten beiden Meister eröffneten heute die Bundesliga-Saison 2010/11 in der Münchner Allianz Arena. Das erste Bundesligator erzielte Müller bereits in der 11. Minute. In der zweiten Halbzeit glich der Wolfsburger Dzeko nach einer Ecke von Misimovic per Kopf aus. Anschliessend gaben sich beide Mannschaften nichts und spielten mit offenen Visieren. Bis schliesslich in der letzten Minute nach einem Flankenwechsel Schweinsteiger im 5 Meterraum den Ball im spitzen Winkel am besten Mann von Wolfsburg – Torhüter Benaglio – vorbeispitzelt. Das erste Spiel der neuen Bundesliga-Saison endete somit 2:1.